• 10.08.2022, 09:15:52
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AK Teuerungs-Check: Wenn man nicht mehr „flüssig ist!“ – Vollmilch und Joghurt viel teurer!

Teuerungsalarm bei günstigen Lebensmitteln – Befristete Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre dringend nötig

Utl.: Teuerungsalarm bei günstigen Lebensmitteln – Befristete
Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre dringend nötig =

Wien (OTS) - Der aktuelle AK Teuerungs-Check zeigt: Ein Glas Milch
oder ein Fruchtjoghurt für zwischendurch – diese zwei Produkte sind
für Konsument:innen nun viel teurer geworden. Preisgünstige Vollmilch
kostet im Jahresvergleich (Juni 2021 zu Juni 2022) um 30 Prozent
mehr, Fruchtjoghurt um 27 Prozent mehr. Die AK verlangt eine
befristete Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – das wäre vor
allem für Haushalte mit geringen Einkommen eine Entlastung.

Das Anti-Teuerungspaket der Regierung ist positiv, aber es
fehlen wichtige Maßnahmen, etwa dass Preise sinken. Eine befristete
Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre daher in Zeiten der
massiven Teuerung eine große Entlastung für Haushalte mit geringen
Einkommen. Denn die Teuerungen gehen durch die Decke und machen das
Leben immer schwerer leistbar.

Die AK erhebt regelmäßig, wie sich die Preise in den Bereichen
Energie, Sprit, Lebensmittel und Wohnen entwickeln – und die Zahlen
sind alarmierend!

Der aktuelle AK Teuerungs-Check vom 20. bis 23. Juni 2022 bei
sieben Supermärkten und Diskontern (Billa, Billa Plus, Spar
Interspar, Hofer Lidl und Penny) zeigt: Preisgünstige Vollmilch
(Frischmilch, 1 Liter) kostete im Juni 2021 im Schnitt 0,99 Euro, im
Juni 2022 schon 1,29 Euro. „Das ist eine Verteuerung von rund 30
Prozent“, rechnet Zgubic vor. Für Fruchtjoghurt (1 Kilogramm) mussten
Konsument:innen im Juni 1,69 Euro zahlen, nun 2,15 Euro – ein Plus
von 27 Prozent.

„Es ist auch problematisch, dass zusätzlich zu den starken
Teuerungen preiswertere Eigenmarken in den Geschäften teils nicht
vorhanden sind und Konsumentinnen und Konsumenten zu noch teureren
Produkten greifen müssen“, erklärt Zgubic. „Menschen mit niedrigerem
Einkommen geben im Vergleich zu Besserverdienern einen wesentlich
größeren Teil ihres Einkommens für Produkte aus, die sie zum Leben
brauchen.“

Daher wäre gerade jetzt für Haushalte mit geringem Einkommen eine
befristete Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel nötig. Zwar
profitieren auch alle anderen Haushalte von einer solchen Senkung,
aber je mehr Geld zur Verfügung steht, desto kleiner ist der Anteil
der Lebensmittel an den Gesamtausgaben. Haushalte mit geringen
Einkommen profitieren von einer Senkung der Umsatzsteuer auf
Lebensmittel mehr als doppelt so stark wie Besserverdienende.
Zusätzlich ist ein strenges Monitoring nötig, um sicherzugehen, dass
die Preissenkungen tatsächlich bei den Konsument:innen ankommen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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