• 01.08.2022, 10:00:18
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Bundesminister Kocher: Arbeitslosigkeit im Juli auf niedrigem Niveau stabil

Durch Ukraine-Konflikt ausgelöste negative Effekte bremsen weiteren Abbau von Arbeitslosigkeit

Utl.: Durch Ukraine-Konflikt ausgelöste negative Effekte bremsen
weiteren Abbau von Arbeitslosigkeit =

Wien (OTS) - Ende Juli war die Arbeitslosigkeit in Österreich auf
einem Stand von 296.647 Personen. Diese Zahl setzt sich aus
arbeitslos gemeldeten Personen (235.487) sowie jenen Personen, die an
Schulungsmaßnahmen des AMS teilnehmen (61.160), zusammen. „Im
Vergleich zu Ende Juni verzeichnen wir bei der Arbeitslosigkeit einen
Rückgang von 1.755 Personen. Einerseits erhöhte sich die Zahl der
Arbeitssuchenden, die sich nicht in Schulungen befinden. Andererseits
reduzierte sich die Zahl der Schulungsteilnehmerinnen und
-teilnehmer, was daran liegt, dass unterjährig mehr Schulungen
stattfinden als im Sommer. Für gewöhnlich ist ab September ein
entgegengesetzter Effekt bei den Schulungsteilnahmen zu beobachten.
Noch ist der Arbeitsmarkt aufgrund der hohen Zahl an offenen Stellen
aufnahmefähig, aber die Lage wird sich sehr wahrscheinlich im Laufe
der nächsten Monate langsam eintrüben“, so Arbeits- und
Wirtschaftsminister Martin Kocher rückblickend auf die
Arbeitsmarktentwicklung im vergangenen Monat.

Und weiter: „Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin deutlich unter
Vorkrisenniveau und war zuletzt Ende Juli 2012 (285.899 ALSC) auf
einem niedrigeren Stand als dieses Jahr im Juli. Es ist jedoch davon
auszugehen, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die
dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen den Arbeitsmarkt in
zunehmendem Ausmaß negativ betreffen und dass dieser in geopolitisch
und wirtschaftlich stabileren Zeiten noch stärker dastehen würde.“

Ende Juli waren beim AMS 137.826 offene Stellen gemeldet. „Damit
bleibt die Zahl der offenen Stellen auf hohem Niveau (Ende Juni:
141.139 offene Stellen). Als Bundesregierung ist es unser Ziel
bestmögliche Maßnahmen zu treffen, um dem Arbeitskräftemangel
effektiv entgegenzuwirken. Ein erfolgreiches Instrument dafür war die
Corona-Joboffensive im Rahmen der umfangreichen
Qualifizierungsmaßnahmen des AMS, mit der bislang mehr als 90.000
Personen in Beschäftigung gebracht werden konnten“, so Kocher.

Die Arbeitslosenquote, also der relative Anteil arbeitsloser Menschen
an der erwerbsfähigen Bevölkerung, betrug Ende Juli 5,6 %. „Im
langjährigen Vergleich erweist sich der Arbeitsmarkt als sehr robust.
Die Arbeitslosenquote war zuletzt 2008 auf einem niedrigeren Niveau
im Juli (ALQ: 4,9 %). Österreich lag mit seiner internationalen
Arbeitslosenquote von 4,3 % zuletzt um 1,8 Prozentpunkte unter dem
EU-Schnitt (Eurostat - Juni 2022: 6,1 %), was auch darauf
zurückzuführen ist, dass der heimische Arbeitsmarkt sich deutlich
besser von den besonders starken Wellen der Corona-Pandemie erholen
konnte, als jener anderer EU-Mitgliedsstaaten“, so Kocher weiter.

Der Vergleich zu den letzten 3 Jahren, die teilweise im Zeichen der
Pandemie und dadurch notwendig gewordener Einschränkungen der
Wirtschaft standen, zeugt von der positiven Entwicklung. Ende Juli
des Vorkrisenjahres 2019 waren 28.559 Personen mehr beim AMS
arbeitslos oder in Schulung gemeldet als aktuell. Im selben Zeitraum
des Jahres 2020 war die Arbeitslosigkeit um 135.892 Personen höher
als dieses Jahr. Auch Ende Juli 2021 war die Zahl um 47.292 Personen
größer als heuer (2019: 325.206 ALSC, ALQ: 6,5 %; 2020: 432.539 ALSC,
ALQ: 9,2 %; 2021: 343.939 ALSC, ALQ: 6,8 %).

Zur Kurzarbeit waren Ende Juli 6.381 Personen vorangemeldet. „Im
Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen Rückgang um 18.055 Personen
bei den Voranmeldungen zur Kurzarbeit. Der Rückgang ist großteils auf
die neue gestartete Phase der Kurzarbeit zurückzuführen, die mit
Beginn des vergangenen Monats restriktivere Antragsvoraussetzungen
mit sich brachte“, so Kocher.

Der BIP-Indikator der OECD wird wöchentlich veröffentlicht und setzt
das aktuelle Wirtschaftsgeschehen in Relation zum
Wirtschaftsgeschehen der Vergleichswoche im Vorjahr. „Laut OECD war
die Wirtschaftsleistung in der vorletzten Woche von 11. bis 17. Juli
2022 um 1,6 % größer als in der entsprechenden Woche des Vorjahres
2021. Dass dieser Wert aktuell niedriger ist, als noch vor einigen
Wochen, liegt einerseits an den besser werdenden Referenzwerten des
Vorjahres, andererseits aber auch an den negativen wirtschaftlichen
Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine“, so Kocher
abschließend.

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