- 27.07.2022, 09:30:17
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Tourismuszahlen: Erste Sommertourismuszahlen fast auf Vor-Corona-Niveau
Staatssekretärin Kraus-Winkler: Trotz höherer Beschäftigungsquote als vor der Krise, haben viele Betriebe noch immer akuten Mitarbeiterbedarf
Utl.: Staatssekretärin Kraus-Winkler: Trotz höherer
Beschäftigungsquote als vor der Krise, haben viele Betriebe
noch immer akuten Mitarbeiterbedarf =
Wien (OTS/BMAW) - „Die Zahlen sprechen für sich: Die Nächtigungen
des ersten Sommerdrittels zeigen, dass Österreich als Reiseland fast
wieder Vorkrisenniveau erreichen konnte und vor allem auch die
Nächtigungen der Inlandsgäste nochmals stark gestiegen sind. War Mai
als Frühsommermonat noch etwas verhalten, zeigt der Juni, dass
Sommerurlaub in Österreich bei Gästen aus dem In- und Ausland wieder
zu den beliebtesten Reisezielen gehört und die Nächtigungszahlen der
ersten zwei Sommermonate nur mehr 4,5 Prozent hinter dem Referenzjahr
2019 liegen. Die Sonderbudgets der Österreich Werbung zeigen hier
große Wirkung und waren wichtige Beiträge zu diesen ersten
Sommerergebnissen“, so Staatssekretärin Kraus-Winkler.
„Doch um die Qualität und Resilienz des Tourismusstandortes
zukunftsweisend abzusichern, braucht die heimische Branche dringend
langfristige Lösungen zur Bewältigung des immer stärker werdenden
Mitarbeiterbedarfs“, so die Bilanz von Kraus-Winkler anlässlich der
neuen Statistik Austria Zahlen für Mai und Juni 2022. Mit 12,0
Millionen Nächtigungen hat der heimische Tourismus im Juni 2022 im
Vergleich zum Vorjahr um über 60 Prozent zugelegt und fast das
Vorkrisenniveau von 2019 (12,61 Millionen Nächtigungen) erreicht.
Somit konnte fast an die Nächtigungsrekorde von Mai/Juni 2019 und
2018 angeknüpft werden. „Um dies in die Herbst- und Wintersaison
mitnehmen zu können, braucht der Tourismus verständlicher Weise
wieder einmal Planbarkeit für die vielen Fragezeichen rund um
Energiekrise, Covid und Teuerung, obwohl diese Entwicklungsszenarien
in Wirklichkeit derzeit besonders schwer abzuschätzen sind“, so
Kraus-Winkler.
Insgesamt kann die österreichische Tourismusbranche (Mai und Juni)
mit 19,17 Millionen Nächtigungen die drittstärkste nach 2019 (20,08
Millionen) und 2018 (19,30 Millionen) verbuchen. 7,21 Millionen
Nächtigungen waren Inlandsurlaubern zuzuschreiben, das sind 37,6
Prozent. Im Vergleich zu 2019 ist das ein Plus von 6,5 Prozent. Die
Nächtigungen ausländischer Gäste hingegen lagen mit 11,95 Millionen
um 10,1 Prozent unter dem Niveau von 2019 (13,3 Millionen), so die
vorläufigen Ergebnisse der Statistik Austria. Auf Bundesländerebene
zeigen die Ergebnisse in allen Bundesländern, außer Niederösterreich,
einen Zuwachs an inländischen Gästen, während die Nächtigungen
ausländischer Gäste, außer in Vorarlberg, überall unter dem
Vorkrisenniveau lag.
Kraus-Winkler: Attraktivierung touristischer Berufe
Der permanent steigende Mitarbeiterbedarf und die Teuerungen stellen
die heimische Tourismus- und Freizeitbranche trotz hohem
Gästeaufkommen vor große Herausforderungen. Um auf diesen stark
steigenden Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsprechend
zu reagieren, braucht es ein Bündel an verschiedenen Maßnahmen und
Lösungsansätzen. An diesen wird derzeit, gemeinsam mit der Branche,
den Sozialpartnern und der Politik über den Sommer intensiv
gearbeitet. „Wir brauchen zeitgemäße politische Rahmenbedingungen, um
die Attraktivität des Tourismus als Arbeitgeber spürbar zu machen.
Viele Tourismusbetriebe sind bereits Vorreiter, was moderne Führungs-
und Unternehmenskultur, flexible Arbeitszeiten oder betriebseigene
Kinderbetreuungsangebote angeht. Auch aufgrund des demographischen
Wandels wird es für die Branche immer wichtiger, sowohl den sich
ändernden Erwartungen junger Menschen zu entsprechen, als auch
älteren Menschen sowie Personen mit Betreuungspflichten ein passendes
Arbeitsumfeld zu bieten“, so Kraus-Winkler abschließend. Bei einem
Sozialpartnergipfel im Herbst sollen die nächsten Schritte und
Zukunftsperspektiven diskutiert werden.
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