• 23.07.2022, 09:00:19
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Land Niederösterreich legt Photovoltaik-Zonenplan vor

LH-Stv. Pernkopf: Brauchen Versorgungssicherheit für Energie und Lebensmittel

Utl.: LH-Stv. Pernkopf: Brauchen Versorgungssicherheit für Energie
und Lebensmittel =

St. Pölten (OTS/NLK) - „Wir wollen die Energiewende weiter
beschleunigen, denn wir sehen deutlich wie nie zuvor, wie wichtig
eine unabhängige Energieversorgung ist,“ hält LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf bei der Vorstellung der Photovoltaik-Zonierung
einmal mehr fest. Dabei ist Niederösterreich bereits auf gutem Weg,
denn seit 2015 kann der gesamte Strombedarf in Niederösterreich
rechnerisch aus Erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden. Derzeit
gibt es rund 60.000 Photovoltaik-Anlagen im Land, gemeinsam erzeugen
sie Strom für rund 190.000 Haushalte. Nun setzt Niederösterreich
einen Doppelschritt zum weiteren Ausbau des Sonnenstroms, dessen
Leistung man bis 2030 von derzeit 660 Gigawattstunden auf 2.000
Gigawattstunden erhöhen möchte.

Pernkopf: „Wir brauchen Versorgungssicherheit für Energie und für
Lebensmittel. Deshalb haben wir einen klaren Fokus auf
Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, über Parkplätzen, Hallen etc. Für
diese Anlagen haben wir bereits eine massive Erleichterung
beschlossen und die Genehmigungs-Freigrenze um den Faktor fünf auf
nunmehr ein Megawatt erhöht. Damit sind wir Vorreiter in ganz
Österreich.“ In den anderen Bundesländern liegt diese Freigrenze
teilweise weit tiefer, während man in Niederösterreich keine
Genehmigung mehr braucht. Die bisher schon bestehenden Anlagen auf
Dächern etc. sollen bis 2030 verdoppelt werden.

„Jetzt haben wir auch eine strenge, aber schnelle Zonierung für
PV-Freiflächen-Anlagen vorgelegt,“ erklärt Pernkopf. Die
Freiflächen-Anlagen sollen in klar definierten Zonen entstehen.
Ausgeschlossen wurden etwa Naturschutzgebiete, die hochwertigsten
Böden, Hochwasserabflussbereiche etc. Als Eignungskriterien haben
Expertinnen und Experten vielmehr schon beanspruchte Flächen wie
Deponien, Kläranlagen, Straßenrandflächen und dergleichen im Umfeld
von Umspannwerken herangezogen. Der Zonenplan geht nun als Sektorales
Raumordnungsprogramm acht Wochen in Begutachtung und sieht insgesamt
138 Zonen vor, in denen in Summe 1.288 Hektar PV-Flächen realisiert
werden könnten. In diesen Zonen können von den Gemeinden konkrete
Flächen bis maximal fünf Hektar gewidmet werden. Bei Vorlage eines
Ökologiekonzeptes sind bis maximal zehn Hektar möglich. In der Praxis
rechnet man mit rund 1.000 Hektar PV-Flächen, das entspricht rund
0,05 Prozent der gesamten Landesfläche. Nach der Begutachtungsfrist
und der Einarbeitung allfälliger Stellungnahmen soll das Sektorale
Raumordnungsprogramm im Herbst von der Landesregierung beschlossen
werden.

„Das Land Niederösterreich hat hier ein sehr kluges Konzept und eine
kluge Herangehensweise gewählt. Die Gemeinden sind wichtige Partner
bei der Energiewende und gestalten diese auch mit. Gemeinsam können
wir die gesetzten Klimaziele nach klaren Regeln in ganz
Niederösterreich umsetzen. Dabei werden wir vor allem darauf achten,
möglichst viele Projekte auch als Bürgerbeteiligungsprojekte
umzusetzen“, so Johannes Pressl, Präsident des NÖ Gemeindebundes.

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur
bekräftigt und begrüßt den eingeschlagenen Weg: „Niederösterreich ist
schon jetzt das PV-Land Nummer eins. Wir merken ein riesiges
Interesse, sich an der Energiewende zu beteiligen. Mit der
PV-Zonierung wählt das Land nun einen Weg, der den harmonischen
Ausbau der Erneuerbaren Energie und des Landschaftsschutzes vereint
und klug lenkt. Denn Novellen und damit weitere Zonen sind in Zukunft
natürlich prinzipiell möglich, aber zunächst sollen jedenfalls die
ausgewählten Zonen und vor allem bestehende Gebäudedächer und
Parkplätze genutzt werden.“

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, Pressesprecher DI Jürgen
Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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