- 19.07.2022, 09:15:10
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AK: Datenklau – Wenn andere auf Ihre Kosten shoppen oder überweisen: Schutz ist Um und Auf! 1
Persönliche Vorsorge ist wichtig – aber auch mehr Unterstützung
Utl.: Persönliche Vorsorge ist wichtig – aber auch mehr
Unterstützung =
Wien (OTS) - Phishing der Kontodaten durch Fake-E-Mails, Waren im
Namen und auf Kosten des Opfers bestellen, … – Datenklau kommt immer
öfter vor und ist schmerzhaft. „Die Folgen sind einschneidend,
täuscht einer online vor, ein anderer zu sein. Es kann Jahre dauern,
bis Opfer der psychischen und finanziellen Belastung entkommen“, weiß
AK Konsument:innenschützerin Daniela Zimmer. „Vorbeugen ist
wesentlich, um nicht das Nachsehen zu haben. Allerdings sind auch
Konsument:innen, die mit persönlichen Daten sparsam und vorsichtig
umgehen, vor Datenlecks nicht sicher. Mehr Datensicherheit in
Unternehmen und Hilfe für Opfer sind nötig.“
Eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für angewandte
Telekommunikation (ÖIAT) im Auftrag der AK zeigt: Identitätsdiebstahl
kommt immer öfter vor – laut Bundeskriminalamt gab es 2020 im
Vergleich zu 2019 bei Cybercrime-Delikten einen Anstieg um 26,3
Prozent, dabei steht Datendiebstahl ganz oben auf der Liste. So
reichen beispielsweise Betrüger:innen oft Daten wie Name und
Wohnadresse für missbräuchliche Bestellungen oder Ausweiskopien, um
Bankkonten für illegale Aktivitäten zu eröffnen. Mittels Phishing
versuchen sie, mit gefälschten Websites, E-Mails, SMS oder Anrufen an
persönliche, geheime Daten zu kommen, um etwa das Konto abzuräumen.
Identitätsdiebstahl nimmt kontinuierlich zu – das zeigt sich auch
in der AK Konsument:innenberatung. Die Schäden sind für Betroffene
schmerzhaft und gehen in die 1.000e Euro. Sind Unternehmen von
Hackerangriffen und Datenklau betroffen, trifft das letztlich auch
oft Konsument:innen, wenn etwa große Datensätze gestohlen werden, so
zum Beispiel im April 2021 Daten von 533 Millionen
Facebook-Nutzer:innen.
Die Folgen von Datenklau können für Einzelne schlimm sein:
+ Finanziell: Wenn etwa laufend Rechnungen für Bestellungen kommen,
von denen Konsument:innen nichts wissen. Es kommt zu Forderungen von
Inkassobüros, unautorisierten Abbuchungen vom Konto, …
+ Strafrechtlich: Wenn gestohlene Identitätsdaten missbraucht werden,
um illegal Bankkonten zu eröffnen und damit strafrechtlich relevante
Taten zu begehen. Das wird vielen erst bewusst, wenn sie mit einer
Strafanzeige konfrontiert werden.
+ Verletzung der Persönlichkeitsrechte: Werden Social Media-Profile
gehackt, kann dies zu Rufschädigungen und Verletzung der
Persönlichkeitsrechte führen.
+ Psychischer Stress: Betroffene berichten von Schwierigkeiten,
Onlineanbieter und Polizei vom Identitätsdiebstahl zu überzeugen. Die
Aufklärung kann Jahre dauern. Geht das Hand in Hand mit
Reputationsschäden, bedeutet das auch eine außerordentliche
psychische Belastung.
„Um Konsument:innen zu schützen, braucht es auch sichere
Datenverschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung bei
Identitäts-Checks“, sagt Zimmer. „Da müssen auch Unternehmen in Gang
kommen, Manche Online-Identitäts-Checks bringen Konsument:innen
außerdem überhaupt erst in Gefahr: Wenn etwa Vermieter:innen
Ausweiskopien per E-Mail verlangen, die können dann Identitätsdieben
in die Hände fallen. Die AK sieht gesetzlichen Verbesserungsbedarf:
Ausweiskopien sind in Deutschland nur eingeschränkt erlaubt. Wann und
wie Online-Identitäts-Checks durchgeführt werden dürfen, ist so zu
regeln, dass Identitätsbetrug bekämpft, das Recht auf Privatsphäre
aber gewahrt ist.“
(Forts.)
SERVICE: Die Studie „Identitätsdiebstahl im Internet“ finden Sie
unter www.arbeiterkammer.at/identitaetsdiebstahl
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