- 18.07.2022, 11:22:44
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„Filmschatz Österreich“: ORF III zeigt im August neu restaurierte Klassiker erstmals in HD
Filme mit Conny Froboess, Gunther Philipp, Peter Alexander, Peter Weck und Peter Kraus mit Einführung von Filmhistorikerin Karin Moser
Utl.: Filme mit Conny Froboess, Gunther Philipp, Peter Alexander,
Peter Weck und Peter Kraus mit Einführung von Filmhistorikerin
Karin Moser =
Wien (OTS) - Im wahrsten Wortsinn historische Filmerlebnisse
präsentiert ORF III Kultur und Information im August 2022 als
Schwerpunkt im Hauptabendprogramm: Eine Reihe von Filmschätzen, u. a.
mit österreichischen Publikumslieblingen wie Conny Froboess, Gunther
Philipp, Peter Alexander und Peter Kraus, hat ORF III aufwendig
restaurieren lassen und sorgt so dafür, das kulturelle Filmerbe für
die nächsten Generationen zu erhalten. Die Produktionen werden nun
erstmals im Format 16:9 und in HD zu sehen sein. Filmhistorikerin
Karin Moser, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Filmarchivs Austria,
übernimmt die Patronanz und führt in Inhalt und Hintergründe der
Filme ein.
Peter Schöber, ORF-III-Programmgeschäftsführer: „Seit Senderbeginn
ist es ORF III ein großes Anliegen, heimische Filmschaffende
bestmöglich zu unterstützen und Programmplätze zur besten Sendezeit
zur Verfügung zu stellen. So zeigen wir jeden Freitag-Hauptabend in
der Sendeleiste ‚Der österreichische Film‘ jeweils zwei Produktionen
österreichischer Provenienz und bestücken darüber hinaus
anlassbezogen weitere Sendeplätze mit den Arbeiten der heimischen
Filmlandschaft. Insofern freut es mich besonders, dass wir nun im
Rahmen der seit 2012 bestehenden Reihe ‚Filmschatz Österreich‘ erneut
die Gelegenheit haben, restaurierte Filmjuwele auf erstklassige
Sendeplätze zu heben und damit Österreich ein Stück Zeitgeschichte
zurückzugeben. Mein Dank gilt der renommierten Filmhistorikerin Karin
Moser, die sich bereiterklärt hat, die vorangestellte Einleitung mit
filmhistorischer Einordnung für jeden Einzelnen der restaurierten
Filme zu übernehmen.“
Karin Moser, Filmhistorikerin: „Filme sind Zeitdokumente, die uns
Informationen über den Zustand einer Gesellschaft, über damalige
Krisen und Konflikte, Werte und Moralvorstellungen geben. In den
österreichischen und deutschen Filmproduktionen der späten 1950er-
und frühen 1960er-Jahre spiegeln sich der Wirtschaftsaufschwung und
eine neue Konsumkultur wider. Aufstiegsfantasien und US-amerikanische
Kultureinflüsse treffen auf traditionelle Werte und Verhaltensregeln.
Letzteren muss am Ende entsprochen werden. Und da und dort klingen
sogar politische Tendenzen durch. Unterhaltung, Humor und
Schlagermusik stehen aber im Zentrum dieser Produktionen. Altbekannte
und junge Stars sollen breite Publikumsschichten ansprechen. Die
Musikindustrie ist in dieser Zeit bereits zu einem zentralen Partner
der Filmwirtschaft geworden.“
Ab 5. August präsentiert ORF III insgesamt sieben restaurierte
Spielfilme, weitere Ausstrahlungen sind geplant.
Freitag, 5. August
20.15 Uhr: „Mikosch im Geheimdienst“ (1959) mit Gunther Philipp
(Ferdinand Mikosch), Walter Gross (Max Sperling), Kurt Großkurth
(Otto Schumrich), Renate Ewert (Susi Lindinger), Regie: Franz
Marischka
In Bad Ischl soll ein Treffen der Kaiser von Österreich-Ungarn und
Preußen sowie des Zaren von Russland stattfinden. Da ein Anschlag
befürchtet wird, herrscht strikte Geheimhaltung. Der österreichische
Geheimdienstchef Rittmeister von Schöndorn möchte daher seine
„Spezialtruppe“ einsetzen: Mikosch und seine chaotische Theatergruppe
mit den Freunden Schumrich und Sperling.
21.45 Uhr: Der kühne Schwimmer (1957) mit Gunther Philipp (Otto von
Sneff), Susanne Cramer (Gaby Marshall), Franz Muxeneder (Xaver),
Regie: Karl Anton
Der junge Damenwäschefabrikant und wasserscheue Nichtschwimmer Otto
von Senff verliebt sich während eines Badeurlaubs in die hübsche,
wohlhabende Amerikanerin Gaby. Als diese nur knapp dem Ertrinken
entgeht, gibt Otto sich stolz als liebenswerter Lebensretter aus. Der
Hochzeit stünde jetzt wohl nichts mehr im Wege, wenn nicht
Bauernbursche Xaver der wirklich wagemutige Schwimmer gewesen wäre.
Freitag, 12. August
20.15 Uhr: „Charleys Tante“ (1963) mit Peter Alexander (Dr. Otto
Wilder), Maria Sebaldt (Carlotta Ramirez), Peter Vogel (Charley
Salmann), Alfred Böhm (Ralf Wilder), Regie: Géza von Cziffra
Bei der Versammlung eines großen Konzerns verliebt sich der junge
Otto Wilder Hals über Kopf in die attraktive Hauptaktionärin
Carlotta. Leider kann er am Abend nicht mit ihr ausgehen. Sein Bruder
Ralf benötigt für eine Party in der Wohnung seines Freundes Charley
eine Anstandsdame. Otto soll sich deshalb als Charleys Tante
verkleiden. Prompt taucht die echte Tante zur Feier auf – und dabei
handelt es sich um niemand anderen als die charmante Carlotta.
21.40 Uhr: „Der Musterknabe“ (1963) mit Peter Alexander (Dr. Fritz
Geyer), Cornelia Froboess (Renate „Reny“ Pacher), Gunther Philipp
(Dr. Erwin Berthold) Regie: Werner Jacobs
Firmenchef Fritz Geyer macht sich Sorgen um seinen jüngeren Bruder
Benno. Der muss zum dritten Mal das Abitur machen, hat aber
fürchterliche Prüfungsängste. Fritz schreibt sich vor dem
Prüfungstermin unter Bennos Namen in einem anderen Gymnasium der
Stadt ein. Von nun an führt er ein hektisches Doppelleben. In der
Klasse gilt er als Streber, besonders die Mädchen können den
Musterknaben nicht leiden. Fritz/Benno verliebt sich ausgerechnet in
Reny, die Anführerin der tonangebenden Clique.
Freitag, 19. August
20.15 Uhr: „Vater sein dagegen sehr“ (1957) mit Heinz Rühmann (Lutz
Ventura), Marianne Koch (Margot), Regie: Kurt Meisel
Lutz Ventura ist Schriftsteller in einer fränkischen Kleinstadt. Dort
hat er es sich in einem idyllischen Wehrturm wohnlich gemacht. Als
seine verwitwete Schwester plötzlich verstirbt, hinterlässt sie zwei
Kinder. Lutz nimmt sich der zwölfjährigen Traudl und des kleinen Rudi
an. Unweigerlich führt das zu Komplikationen. Denn seine Verlobte
Margot drängt Lutz, sich zwischen ihr und den Kindern zu entscheiden.
21.50 Uhr: „Ist Geraldine ein Engel?“ (1963) mit Peter Weck (Niki),
Conny Froboess (Geraldine), Gunther Philipp (Viktor), Vilma Degischer
(Tante Klara), Regie: Steve Previn
Musikverleger Niki ist ein Filou wie er im Buche steht. Auch die
reizende Geraldine, Nichte seines Kompagnons Viktor, muss dies nach
einem heftigen Flirt einsehen. Mit Hilfe ihrer Tante Klara kommt sie
nämlich einem amourösen Abenteuer ihres Liebsten auf die Schliche.
Als Niki sie darauf nach Monte Carlo einlädt, ahnt sie, mit wem die
Reise eigentlich geplant war. Doch Geraldine gibt nicht auf. In
Monaco angekommen, beginnt sie ein beschwingtes Spiel mit Amors
Pfeilen.
Freitag, 26. August
20.15 Uhr „Conny und Peter machen Musik“ (1960) mit Conny Froboess
(Conny), Peter Kraus (Peter)
Bei einem Fahrradunfall lernt Conny den Kellner Peter kennen, der sie
netterweise bis zur Bushaltestelle mitnimmt. Doch als der Kavalier zu
spät bei seinem Arbeitsplatz eintrifft, bezahlt er diese
Unpünktlichkeit mit seinem Job. Mit einem kleinen Schwindel
verschafft ihm Conny eine Anstellung als Detektiv, der im berühmten
Palace-Hotel mysteriöse Diebstähle aufdecken soll.
21.45 Uhr: „Alle lieben Peter“ (1959) mit Peter Kraus (Peter
Erdmann), Hannelore Schroth (Sylvia), Boy Gobert (Bernd Werding),
Christine Kaufmann (Kitty Steiner), Regie: Wolfgang Becker
Peter Erdmann ist leidenschaftlicher Musiker. So kann er sich mit
seinen Auftritten sein Studium finanzieren. Da kommt das Angebot, mit
seiner Band bei der privaten Feier von Generaldirektor Steiner
aufzuspielen, gerade recht. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in
Kitty, die Tochter des Hauses. Doch das führt zu Problemen, die mit
dem wahren Alter Peters und seiner Mutter zu tun haben.
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