- 13.07.2022, 09:15:05
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AK Teuerungs-Check: „Mehl staubt ab“ – Preisschub um 129 Prozent innerhalb eines Jahres!
Neue AK Erhebung: Preistreiberei bei günstigen Lebensmitteln geht weiter – Preisschock bei billigem Mehl & Co. – Befristete Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre dringend nötig
Utl.: Neue AK Erhebung: Preistreiberei bei günstigen Lebensmitteln
geht weiter – Preisschock bei billigem Mehl & Co. – Befristete
Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre dringend nötig =
Wien (OTS) - Der neue AK Teuerungs-Check zeigt: Preisgünstiges Mehl
ist im Jahresvergleich (Juni 2021 zu Juni 2022) um 129 Prozent teurer
geworden, Butter um 76 Prozent und Eier um 47 Prozent. „Die
Preisspirale dreht sich weiter und weiter. Es ist kein Spaß, wenn
viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen und dann auch noch
günstige Waren teurer sind. Höhere Preise treffen Menschen mit
niedrigerem Einkommen viel härter“, so AK Expertin Gabriele Zgubic.
Die AK erhebt regelmäßig, wie sich die Preise in den Bereichen
Energie, Sprit, Lebensmittel und Wohnen entwickeln – und die Zahlen
sind alarmierend!
Wer einige Grundzutaten für einen Kaiserschmarren kaufen möchte,
muss allein schon für Mehl, Butter und Eier nun viel mehr hinlegen
als noch 2021. Der aktuelle AK Teuerungs-Check vom 20. bis 23. Juni
2022 bei sieben Supermärkten und Diskontern (Billa, Billa Plus, Spar
Interspar, Hofer Lidl und Penny) zeigt: Preisgünstiges Weizenmehl
(griffig, 1 Kilogramm) kostete im Juni 2021 noch 0,41 Euro, im Juni
2022 schon 0,93 Euro. „Das ist ein Preisschub von 129 Prozent“,
rechnet Zgubic vor. Teebutter (1 Kilogramm) kostete im Juni 5,67
Euro, nun 9,96 Euro – ein Preisschub von 76 Prozent! Ein Ei (Größe M)
gab es im Juni 2021 um 0,15 Euro, Ende Juni um 0,22 Euro – ein Plus
von 47 Prozent.
Zgubic: „Wer weniger Geld hat, vergleicht beim Einkaufen sehr wohl
die Preise und greift auch zu günstigeren Lebensmitteln. Ein großes
Problem ist, dass zusätzlich zu den starken Teuerungen preiswertere
Eigenmarken in den Geschäften teils nicht vorhanden sind und
Konsumentinnen und Konsumenten zu noch teureren Produkten greifen
müssen. Für Menschen mit weniger Einkommen ist dadurch die Belastung
höher. Denn im Vergleich zu Besserverdienern geben sie einen
wesentlich größeren Teil ihres Einkommens für Produkte aus, die sie
zum Leben brauchen. Sie sind durch die Preisexplosionen viel mehr
belastet.“
Das Anti-Teuerungspaket der Regierung ist positiv, aber es fehlen
wichtige Maßnahmen, etwa dass Preise sinken. Eine befristete
Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel wäre daher in Zeiten der
massiven Teuerung eine große Entlastung für Haushalte mit geringen
Einkommen. Denn die Teuerungen gehen durch die Decke und machen das
Leben immer schwerer leistbar.
Daher wäre gerade jetzt für Haushalte mit geringem Einkommen eine
befristete Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel nötig. Zwar
profitieren auch alle anderen Haushalte von einer solchen Senkung,
aber je mehr Geld zur Verfügung steht, desto kleiner ist der Anteil
der Lebensmittel an den Gesamtausgaben. Haushalte mit geringen
Einkommen profitieren von einer Senkung der Umsatzsteuer auf
Lebensmittel mehr als doppelt so stark wie Besserverdienende.
Zusätzlich ist ein strenges Monitoring nötig, um sicherzugehen, dass
die Preissenkungen tatsächlich bei den Konsument:innen ankommen.
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