• 08.07.2022, 10:01:10
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AK Anderl/ÖGB-Katzian: Eine Millionärssteuer ist eine Frage der Gerechtigkeit

trend Ranking zeigt, dass die Zahl der Super-Reichen in Österreich trotz Teuerung wächst

Utl.: trend Ranking zeigt, dass die Zahl der Super-Reichen in
Österreich trotz Teuerung wächst =

Wien (OTS) - Während viele Menschen aufgrund der Teuerung überlegen
müssen, wie sie ihr Leben finanzieren können, ist die Zahl der
Milliardäre in Österreich weiter gestiegen. Das zeigt die soeben
erschienene trend-Reichenliste. „Auf diese Entwicklung muss die
Politik reagieren! Die Preise müssen runter, das nützt angesichts der
Teuerung den vielen, und die Steuern für die Super-Reichen müssen
rauf“, sagen AK Präsidentin Renate Anderl und ÖGB-Präsident Wolfgang
Katzian.

„Auch wenn die Regierung diese Steuer derzeit nicht einführen will,
lassen wir uns nicht bremsen. Wir werden weiterhin eine laute Stimme
für höhere Steuern für sehr Reiche sein“, sagt AK Präsidentin Renate
Anderl. „Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir müssen die Armut
bekämpfen, dafür brauchen wir einen gut finanzierten Sozialstaat. Im
Europavergleich tragen Vermögende in Österreich sehr wenig zur
Finanzierung des Staates bei, das muss sich ändern. Je schneller es
hier zu mehr Gerechtigkeit kommt, desto besser.“

Damit Super-Reiche endlich mehr zum Sozialstaat beitragen, fordern AK
und ÖGB einen progressiven Steuertarif ab 1 Million Euro
Nettovermögen. Die große Mehrheit der Menschen ist nicht betroffen,
wenn so eine Steuer eingeführt werde, denn sie greift erst ab einer
Million Euro Vermögen. Ein Beispiel: Eine Steuer ab 1 Million Euro
Nettovermögen würde bei einem Vermögen von 1,100.000 Euro heißen,
dass je Prozentpunkt Steuersatz 1.000 Euro bezahlt werden muss und
1.099.000 Euro Vermögen bleiben. Studien zeigen, dass schon bei
Steuersätzen von 0,5 bis 1,5 Prozent budgetäre Mehreinnahmen von bis
zu 5 Milliarden Euro möglich sind. Von so einer Vermögenssteuer wären
nur die reichsten 3 bis 4 Prozent der Haushalte betroffen. „Jetzt
geht es darum, dass die Gewinner dieser Krise auch einen Beitrag
leisten, den sie vermutlich gar nicht spüren, damit andere die Folgen
der Rekordinflation besser bewältigen können!“, fordert Katzian.

Österreich weist im Europavergleich eine der höchsten
Vermögensungleichheiten auf. Das reichste 1 Prozent besitzt fast 40
Prozent des gesamten Nettovermögens. Die Hälfte der Bevölkerung hat
hingegen kaum nennenswertes privates Vermögen und kann in der Krise
kaum auf Erspartes zurückgreifen. Ihr Vermögen und Schutzschirm ist
der Sozialstaat, der aber noch armutsfester gemacht werden muss.

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