- 27.06.2022, 18:18:01
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VP-Wien ad Rechnungsabschluss: Zahlreiche offene Baustellen im Wiener Gesundheitsbereich!
Spezialdebatte zu Soziales, Gesundheit und Sport
Utl.: Spezialdebatte zu Soziales, Gesundheit und Sport =
Wien (OTS) - „Gerade nach den Entbehrungen im Zuge der Covid-Pandemie
braucht es einen speziellen Fokus auf den Bereich der Kinder- und
Jugendpsychiatrie“, so Gesundheitssprecherin Gemeinderätin Ingrid
Korosec. Mit Fortdauer der Pandemie nahmen Stress, Überforderung und
Angstzustände bei jungen Menschen stark zu. Die Situation in diesem
Bereich an den Wiener Spitälern sei jedoch katastrophal. „Sie sind
verantwortlich für die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener. Sie
haben sich persönlich darum zu kümmern, dass alle Wienerinnen und
Wiener die beste Versorgung genießen können“, so Korosec in einem
persönlichen Appell an Gesundheitsstadtrat Hacker.
„In Österreich leben über 2,5 Mio. übergewichtige Menschen. An
Adipositas, auch als Fettleibigkeit bekannt, leiden in etwa 1,2 Mio.
Personen. Hier fehlt oftmals das Wissen, alleine dass es sich um eine
chronische Erkrankung handelt“, so Gemeinderätin Ingrid Korosec, die
die Dringlichkeit von Vorsorgemaßnahmen gegen diese chronische
Krankheit und ihre Folgen herausstreicht. „Problematisch ist, dass
Fettleibigkeit als Lifestyle-Erkrankung wahrgenommen wird und zu
einem großen Teil Personen mit einem niedrigen Einkommen betrifft“,
so Korosec weiter, die den Gemeinderat in Form eines
Beschlussantrages dazu aufforderte, sich zu den Forderungen der
Österreichischen Adipositas Allianz zu bekennen sowie gemeinsam
entsprechende Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention zu setzten. So
soll beispielsweise Adipositas als eigenständige Erkrankung anerkannt
werden, die Diskriminierung und Stigmatisierung von Betroffenen ein
Ende haben und es einen freien und einfachen Zugang zu einer
individuell angepassten Therapie geben.
Die Wiener Volkspartei forderte weiters, dass ein Wiener
ExpertInnen-Netzwerk mit besonderem Fokus auf die Vermeidung von
Adipositas im Kinder- und Jugendalter eingerichtet wird. Eine in
diesem Kontext alarmierende Entwicklung sei, dass obwohl Adipositas
sich unter Kindern und Jugendlichen immer weiter ausbreitet, die
Fläche der Sportstätten pro Einwohner in Wien in den letzten zehn
Jahren um ganze 11% zurück gegangen sei. „Die Stadt Wien wurschtelt
beim Thema Sport so vor sich hin. Die Anzahl und der Zustand von
Wiener Sportstätten ist bei weitem nicht ausreichend - sowohl für den
Breiten- als auch für den Spitzensport“, so Sportsprecherin
Gemeinderätin Bernadette Arnoldner.
Eine besonders prekäre Situation finde sich auch in der
intensivmedizinischen Versorgung von Neugeborenen. „Obwohl die
Errichtung einer Kinderintensivstation in der größten Geburtsklinik
Österreichs, dem St. Josef Krankenhaus in Hietzing, bereits
vereinbart wurde, lässt die Umsetzung immer noch auf sich warten“, so
Gemeinderat Michael Gorlitzer. Diese Situation führe immer wieder zu
gefährlichen Situationen, da es in Wien kein eigenes Fahrzeug
speziell für Kinderintensiv-Transporte gebe.
Die Digitalisierung im Wiener Gesundheitsbereich sei ebenfalls eine
offene Baustelle. „Ein Weckruf an die rot-pinke Stadtregierung:
Wachen Sie auf! Es ist höchste Zeit, endlich aktiv zu werden, sonst
bleibt Wien in der digitalen Steinzeit stecken. Wir alle brauchen
eine gut funktionierende und ausgebaute digitale Infrastruktur“, so
Gemeinderat Erol Holawatsch in seinem Appell an die Wiener
Stadtregierung.
Die Stadt habe sich weiters unter anderem als Life-Science-Standort
positioniert. Insgesamt sind in Wien rund 600 Unternehmen mit etwa
41.000 Beschäftigten in diesem stark wachsenden Bereich der
Life-Science tätig. „Diese Positionierung ist allerdings gleichzeitig
auch Auftrag weiterzudenken. Wir dürfen Wörter wie „Fem-Tech“ oder
„Gendermedizin“ nicht nur Begriffe sein lassen. Das sind die Themen,
bei denen wir Vorreiter sein können und müssen“, so Gemeinderätin
Kasia Greco, die auf die Wichtigkeit von Gendermedizin in der
Lehrpraxis und dass Medikamententests bereits in der ersten Phase bei
Männern und Frauen gleichwertig durchgeführt werden, hinweist. „Wir
können Großes bewirken. Forcieren wir also gemeinsam Zukunftsthemen
wie Fem-Tech und Gendermedizin. Das ist Forschung für Prävention in
Reinkultur und richtige Prävention spart der Stadt mittelfristig viel
Geld bei den Gesundheits- und Sozialkosten“, so Greco abschließend.
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