- 27.06.2022, 17:27:44
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Kocher: Klein- und Mittelbetriebe sind Erfolgsfaktor für Wirtschaftsstandort
Bericht über die Situation und Entwicklung heimischer KMU liegt vor
Utl.: Bericht über die Situation und Entwicklung heimischer KMU
liegt vor =
Wien (OTS/BMDW) - „Der heute erschienene Bericht ‚KMU im Fokus 2021‘
bestätigt einmal mehr, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) das
Rückgrat der österreichischen Wirtschaft sind. Gut ausgebildete
Fachkräfte sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor für unsere
Unternehmen“, betont Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher
anlässlich der Veröffentlichung des KMU Berichts.
Im Jahr 2021 gab es rund 358.600 KMU, die über zwei Millionen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigten und rund 52.400
Lehrlinge ausbildeten. KMU erwirtschafteten einen Umsatz von rund 535
Milliarden Euro und eine Bruttowertschöpfung von rund 137 Milliarden
Euro. Dies entspricht jeweils mehr als 60 Prozent der gesamten
Umsätze und Bruttowertschöpfung der österreichischen Wirtschaft. Auf
die fünf größten Branchen Handel, Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, Beherbergung und
Gastronomie, Bau sowie Herstellung von Waren entfallen rund drei
Viertel der Unternehmen, Beschäftigten und Umsätze der KMU.
Corona-Krise und Fachkräftemangel
Nach massiven pandemiebedingten Einbrüchen im Jahr 2020 sind KMU 2021
wieder gewachsen. Ihre nominellen Umsätze und die Bruttowertschöpfung
lagen 2021 bereits wieder über dem Niveau von 2019. Die Beschäftigung
in den KMU ist um drei Prozent gestiegen, hat das Vorkrisenniveau im
Jahresdurchschnitt 2021 jedoch noch nicht erreicht. Mit gezielten
Corona-Unterstützungsmaßnahmen hat die Bundesregierung ein 42
Milliarden Euro schweres Maßnahmenpaket geschnürt, um betroffene
Betriebe, Selbständige und Haushalte bestmöglich zu unterstützen.
„Der akute Fachkräftemangel, verstärkt durch die Corona-Krise und den
wirtschaftlichen Aufschwung, ist zugleich die größte Hürde für die
Geschäftstätigkeit und Innovationsfähigkeit der Betriebe. Sieben von
zehn Betrieben in Österreich geben an, derzeit vom Fachkräftemangel
betroffen zu sein. Daher wird aktuell und in Zukunft ein besonderes
Augenmerk auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels gelegt“, erklärt
Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher.
Digi-Scheck stärkt Lehrlingsausbildung
Die Stärkung der Lehrlingsausbildung zählt hierbei zu den wichtigsten
Lösungsansätzen der Betriebe, weshalb sie als attraktive
Ausbildungsform weiter aufgewertet wird. Ziel ist es, noch mehr
Jugendliche zu ermutigen, eine Lehrlingsausbildung erfolgreich
abzuschließen. Durch die höhere berufliche Bildung wird Personen mit
Lehrabschluss auch ein neuer Weg der Weiterbildung eröffnet.
Zusätzlich ist es wesentlich, berufliche Kompetenzen in den Bereichen
Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz durch den
Digi-Scheck für Lehrlinge zu fördern.
Krise und Energieabhängigkeit
Die aktuelle Krise in der Ukraine hat neben den humanitären
Auswirkungen auch gravierende Effekte auf Wirtschaft und Gesellschaft
und zeigt verstärkt die Erforderlichkeit einer Energiewende auf. Die
hohe Energieabhängigkeit Österreichs von Russland droht zu einem
Wettbewerbsnachteil gerade für heimische KMU zu werden.
„In einem ersten Schritt müssen die Effekte steigender Energiepreise
abgefedert werden. Langfristig gilt es, die Versorgungssicherheit zu
erhöhen und Bezugsquellen zu diversifizieren. Deshalb hat die
Bundesregierung ein Entlastungspaket auf den Weg gebracht, das
Erleichterungen für jene KMU mit hohem Energieaufwand, die Senkung
der Erdgasabgabe und Elektrizitätsabgabe sowie eine
Investitionsoffensive in Windkraft und Photovoltaik-Projekte
vorsieht“, so Wirtschaftsminister Kocher abschließend.
Weitere Informationen zum neuen Bericht „KMU im Fokus 2021“ finden
Sie auf der Homepage des BMDW unter:
https://www.bmdw.gv.at/Themen/Wirtschaftsstandort-Oesterreich/KMU/KMU
-im-Fokus.html
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