- 01.06.2022, 14:23:52
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EUFEP-Kongress in Tulln: Lernen aus der Pandemie für die Zukunft
LR Eichtinger: Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention (EUFEP) fördert Austausch in der Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung
Utl.: LR Eichtinger: Europäische Forum für evidenzbasierte
Prävention (EUFEP) fördert Austausch in der Präventionsmedizin
und Gesundheitsförderung =
St. Pölten (OTS/NLK) - Beim 7. EUFEP-Kongress am 1. Juni in Tulln
diskutierten nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler Erkenntnisse, die dabei helfen können, sich auf
künftige Herausforderungen vorzubereiten.
„Zu Beginn der COVID-19-Pandemie gab es kaum Fakten. Dennoch musste
die Politik rasch handeln und Entscheidungen treffen. Jede neue
wissenschaftliche Erkenntnis erleichterte den Umgang mit dem Virus
und ermöglichte gezieltere Maßnahmen. Das Coronavirus hat uns alle
geprägt und oft schwere Folgen mit sich gebracht. Vielleicht können
wir aber dennoch – jeder für sich – für die Zukunft auch ein paar
positive Ansätze in einer passenden Dosierung mitnehmen: zum Beispiel
achtsamer im Umgang mit verwundbaren, verletzlichen Menschen sein
oder es mehr zu schätzen wissen, mit anderen Menschen reden und
lachen zu können“, so Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender Martin
Eichtinger.
„Während der Pandemie hatte Österreich relativ strenge Maßnahmen,
hinsichtlich vergleichbarer Länder. Dennoch stehen wir - was
Todesfälle und Rückgang in Lebenserwartung betrifft - nicht besser
da. Das bedeutet, dass wir für die Zukunft viel lernen und uns besser
für die nächste Pandemie vorbereiten können. Wesentlich dazu ist ein
gutes Zusammenspiel zwischen Forschung und Praxis. Der mittlerweile
7. EUFEP-Kongress bietet eine Plattform, die wissenschaftliche
Aufarbeitung zu fördern“, so der Leiter des Departments für
Evidenzbasierte Medizin und Evaluation und wissenschaftliche Leiter
des Kongresses, Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH.
Der 7. EUFEP-Kongress in Tulln zeigte internationale und nationale
Perspektiven zur COVID-19-Pandemie und deren Folgen, zum
Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Praxis auf. Unter den
Referentinnen und Referenten waren unter anderem Univ.- Prof. Michael
Bang Petersen, PhD, Universität Aarhus, Mag.a Dr.in Karen
Kastenhofer, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof.
Dr. Martin Tomasik, Universität Zürich, Univ.-Prof. Dr. Stephan
Huber, Pädagogische Hochschule Zug, Dr.in Esther Rind, PhD,
Universitätsklinikum Tübingen, Dr.in med. Christina Lemhöfer,
Universitätsklinikum Jena, MMag.a Dr.in Andrea Jesser, Bakk,
Universität für Weiterbildung Krems, und Univ.-Prof. Dr. Christoph
Pieh, Leiter des Departments für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie.
Ein Thema war etwa der Oxford COVID-19 Government Response Tracker.
Gesammelt werden hierbei systematisch Informationen über politische
Maßnahmen, die Regierungen zur Bekämpfung von COVID-19 ergriffen
haben. Anna Petherick, BA (MA) MPhil. DPhil., Universität Oxford, und
Kollegen haben dabei unter anderem untersucht, wie sehr sich Menschen
2020 an verschiedene Maßnahmen gehalten haben. Dabei zeigte sich
etwa, dass das Tragen von Masken immer konsequenter durchgeführt
wurde. Bei der Vermeidung sozialer Kontakte bzw. der räumlichen
Distanzierung hingegen nahm die Bereitschaft im Laufe der Zeit ab.
Veränderungen zeigten sich beispielsweise auch bei der
Impfbereitschaft in Österreich. So hatten etwa zu Beginn der Pandemie
Frauen eine geringere Impfbereitschaft als Männer. Inzwischen aber
gebe es kaum Geschlechterunterschiede mehr, erläuterte unter anderem
Dr. Jakob-Moritz Eberl, BA MA, von der Universität Wien, der auch
beim Austrian Corona Panel Project mitarbeitet. Das Projekt befragt
seit März 2020 regelmäßig Personen in Österreich.
Über Lektionen der vergangenen zwei Pandemie-Jahre sowie
Lösungsansätzen diskutierten Jakob-Moritz Eberl, Mag. Gerry Foitik,
Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes,
Univ.-Prof.in Dr.in Dorothee von Laer, Medizinische Universität
Innsbruck, und Univ.-Prof.in Eva Schernhammer, MD, DrPH, MPH, MSc,
Medizinische Universität Wien.
Nähere Informationen unter 0676/81216536, Christine Exl-Haiderer,
Bakk., und E-Mail [email protected].
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