• 25.05.2022, 09:29:24
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  • OTS0047

AK Bankenmonitor: Teuerungsalarm! Spesen kräftig erhöht! 1

Banken haben für Neukund:innen teils kräftig und mehrmals an der Spesenschraube gedreht

Utl.: Banken haben für Neukund:innen teils kräftig und mehrmals an
der Spesenschraube gedreht =

Wien (OTS) - Teuerungsalarm für Neu-Bankkund:innen: Sieben von neun
geprüften Banken haben für Neukund:innen an der Spesenschraube
gedreht, teils spürbar und öfter als im Vorjahr. Die Banken erhöhten
durchschnittlich neun Spesen von 53 untersuchten Dienstleistungen pro
Bank um rund fünf Prozent. Im Schnitt wurde also jede sechste
Preisposition angehoben. Krass: Die Kontoführungsgebühr fürs
Kreditkonto stieg innerhalb eines Jahres um 764 Prozent. Das zeigt
ein AK Bankenmonitor im Jahresvergleich bei neun Banken in Wien.

Die AK hat die Preise von 53 Dienstleistungen für Neukund:innen
– Zahlungsverkehr, Sparen, Kredit, Wertpapiere – bei neun Banken in
Wien im Jahresvergleich Dezember 2020/Jänner 2021 zu Jänner 2022
erhoben. Die Volksbank Wien (so wie in den Vorjahren auch) und
erstmals die WSK Bank haben keine Preisaushänge übermittelt – das ist
kein Zeichen für Transparenz.

Der AK Bankenmonitor zeigt: Sieben der neun geprüften Banken haben
zwischen zwei (easybank) und 25 (UniCredit Bank Austria) Spesen
erhöht. „Fünf davon haben einzelne Gebühren gänzlich gestrichen – das
auch, weil Gerichte die Verrechnung bestimmter Entgelte als
unzulässig beurteilten. Ein Beispiel: die Verlassenschaftsgebühr“,
sagt AK Konsument:innenschützerin Gabriele Zgubic. „Die Generali Bank
und Santander Consumer Bank ließen ihre Spesen gleich.“

Drei Beispiele zu den Preisänderungen – die Teuerungen waren oft
im Zahlungsverkehr wie Einzahlung eines Erlagscheins am Schalter: Die
meisten Entgelte hob die Bank Austria an – 25 teils kräftige
Erhöhungen zwischen 2,88 und 33 Prozent. Im Gegenzug strich sie zwei
Spesen. Die Hypo NOE erhöhte 13-mal die Spesen (4,67 bis 11,11
Prozent), die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zwölfmal (von 4,26 bis
19,88 Prozent im Girokonto- und Wertpapiergeschäft).

Top drei Spesenritter

Bank          Spesen                   alt   neu   Verteuerung

Erste Bank  Kontoführungsgebühr      4,05   35,00   +764,20%
            Kredit x)

UniCredit  Einzahlung auf Fremdkonto 7,50   10,00   +33,33%
Bank Austria

BAWAG P.S.K.  Grundbuchgesuch-Kosten 130,00  169,00   +30,00%
/easybank

Top drei Best of Spesen

~
Bank Spesen alt neu

easybank Abrechnungsentgelt 150,00 0,00
Todesfall

Bank Austria Evidenzgebühr 104,00 0,00
Verlassenschaften

Erste Bank Notariatsanfragen alt: 2 % v. Kapitalstand neu: 0,00
Beschlussdurchführungen per Todestag x)

~

x)mindestens 25, maximal 200 Euro; Quelle: Preisaushänge der
jeweiligen Banken: Dezember 2020/Jänner 2021 zu Jänner 2022

Auffällig: + Bargeld wird immer teurer: Immer weniger Modelle
inkludieren die Bankomatbehebung (kostenlos) ins Kontopauschale.
+ SB-Kontoauszug kostet immer mehr (etwa bei BAWAG): Meist ist er nur
mehr einmal im Monat kostenlos, jeder weitere macht 50 Cent aus
(2021: 39 Cent). + Geänderte Preismodelle machen Kredite teurer:
Statt einer einmaligen Bearbeitungsgebühr zu Beginn gibt es höhere
Spesen bei der laufend verrechneten Kontoführungsgebühr. Drastisch:
Die Erste Bank hob die Kontoführungsgebühr bei Konsum-/Immokrediten
um saftige 764 Prozent an. Zgubic: „Die Bearbeitungsgebühr war immer
verhandelbar. Diese Verhandlungsmöglichkeit fällt nun mit fixen hohen
Kontospesen weg. So können Banken ihre Spesenerträge in die Höhe
schrauben.“ (Forts.)

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