• 18.05.2022, 12:59:37
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  • OTS0146

Spielzeit 2022/2023 am Landestheater Niederösterreich

Auftakt am 17. September mit Arthur Schnitzlers „Reigen“

Utl.: Auftakt am 17. September mit Arthur Schnitzlers „Reigen“ =

St.Pölten (OTS) - „In Zeiten, die chronisch im Krisenmodus stecken,
und vor dem Hintergrund des Wandels, der Veränderung und der
Transformation der Gesellschaft kann das Theater dem Publikum sehr
viel anbieten. Wir haben uns in der nächsten Saison das Überschreiten
von nationalen, kulturellen und sprachlichen Grenzen vorgenommen und
uns ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verschrieben, um
Verbindendes vor Trennendes zu stellen“, sagte Marie Rötzer, die
künstlerische Leiterin des Landestheaters Niederösterreich, bei der
heutigen Vorstellung der Spielzeit 2022/2023 in St. Pölten.

Der Auftakt erfolgt am 17. September mit der Premiere von Arthur
Schnitzlers „Reigen“ in einer Inszenierung von Franz-Xaver Mayr,
einer Koproduktion mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden. Am 30.
September folgt in der Theaterwerkstatt mit „I want to go home“ eine
szenische Lesung von Texten ukrainischer Autoren zum Krieg in ihrem
Land. Zweite Premiere im Großen Haus ist die pandemiebedingt
verschobene Dramatisierung von Elias Canettis Roman „Die Blendung“ in
einer Inszenierung von Nikolaus Habjan am 15. Oktober. Am 2. Dezember
gelangt dann Anton Tschechows „Drei Schwestern“ in einer Inszenierung
von Kriszta Székely zur Premiere.

Ebenfalls aus der laufenden in die nächste Spielzeit verschoben wurde
Henrik Ibsens „Ein Volksfeind“ in der Regie von Anne Bader (27.
Jänner). Gleichfalls Teil des „Transformationsbüros“ – zusammen mit
vier Ilja-Trojanow-Abenden zum Thema „Der utopische Raum“, der
Theatervermittlungsschiene „Reparatur oder Revolution“ u. a. – sind
„Ein Apartment auf dem Uranus“ nach einer Essaysammlung von Paul B.
Preciado und das Bürgertheater „Am Beispiel der Kohlrabi“. Als
Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen und Panevėžio teatras
Menas aus Litauen ist ab 17. März mit Schauspielern aus drei Ländern
„Don Quijote“ von Miguel de Cervantes zu sehen. Ruth Brauer-Kvam wird
„Pygmalion“ von George Bernard Shaw inszenieren (Premiere am 25.
März).

Basierend auf dem beim „Stückefest“ am 10. Juni 2022 gekürten Text
des Peter-Turrini-Dramatiker-Stipendiums wird am 6. Mai 2023 das
Siegerstück zur Uraufführung gebracht. Eine Uraufführung ist auch Eva
Menasses „Dunkelblum“ über ein wie „Rechnitz“ im Burgenland
angesiedeltes Endphase-Verbrechen der NS-Zeit in der Regie von Sara
Ostertag (25. Mai 2023). Für Kinder und Jugendliche stehen
„Frederick, die Maus“ von Leo Lionni (für Kinder ab vier Jahren) in
der Bühne im Hof, Johanna Spyris „Heidi“ in der Regie von Aslı Kışlal
(ab sechs Jahren) und Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ (ab zwölf
Jahren), wiederum in der Bühne im Hof, auf dem Programm, wobei
Stephanie van Batum den mittelalterlichen Stoff in die Gegenwart
transferieren wird. Als „Klassenzimmerstück" tourt nächste Spielzeit
Stefan Zweigs „Schachnovelle“ (Regie: Mechthild Harnischmacher) durch
Niederösterreichs Schulen.

Unter den Gastspielen sind die zunächst aus der aktuellen Saison
verschobenen Produktionen „Faust I“ von Johann Wolfgang Goethe des
Schauspielhauses Zürich und „Der Geizige“ von Molière des Thalia
Theaters Hamburg zu nennen. Mit „Red“ wird der dritte Teil der
Trilogie „The Sorrows of Belgium“ des NTGent von Luk Perceval
gezeigt; auch Nikolaus Habjans und Simon Meusburgers „F. Zawrel -
Erbbiologisch und sozial minderwertig“ kommt wieder nach St. Pölten.
Les Théâtres de la Ville de Luxembourg bringen am 21. und 22. April
Julien Greens „Süden“ zur Österreich-Premiere.

Ergänzt wird das Programm u. a. durch Lesungen von Sunnyi Melles und
Wolfram Koch, das Stadtlesefest „Blätterwirbel“ mit Paulus
Hochgatterer u. a., Wiederaufnahmen von „Schwarzes Meer“ von Irina
Kastrinidis in der Regie von Franz Castorf sowie Johann Nestroys
„Talisman“ (Premiere am 20. Mai 2022) und das Vermittlungsprogramm
mit seinen Theaterclubs, -labors und Schreibwerkstätten.

Abos sind ab sofort erhältlich, Einzelkarten ab 28. Juni. Nähere
Informationen, das detaillierte Programm und Karten beim
Landestheater Niederösterreich unter 02742/908080-600, e-mail
[email protected] und www.landestheater.net.

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