- 16.05.2022, 11:12:08
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ÖAMTC: Zwölf Fahrräder für Kinder im Vergleichstest (+ Foto, + Grafik, + Video)
Große Qualitätsunterschiede trotz hoher Preise – Schadstoffe in mehr als der Hälfte der Modelle nachgewiesen
Utl.: Große Qualitätsunterschiede trotz hoher Preise – Schadstoffe
in mehr als der Hälfte der Modelle nachgewiesen =
Wien (OTS) - Der ÖAMTC und seine Partnerclubs haben zusammen mit der
Stiftung Warentest zwölf Kinderfahrräder mit 20 Zoll Felgengröße
getestet. Die Fahrräder wurden in folgenden Kategorien auf die Probe
gestellt: Fahren, Sicherheit und Haltbarkeit, Handhabung, Eignung für
Kinder und Schadstoffbelastung. "Bei unserem ersten Kinderfahrradtest
haben nur drei Modelle die Gesamtnote 'gut' erreicht. Vier wurden mit
dem Urteil 'befriedigend' und fünf Fahrräder als 'nicht genügend'
bewertet", lautet das Testfazit von ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.
"Gut" muss nicht teuer sein – auch das günstigste Modell
meistert den Test
Die Bestnote, die im Test vergeben wurde, war "gut", drei der
insgesamt zwölf Fahrräder erhielten dieses Urteil. Das preiswerteste
Modell im Test, das Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock, erreichte
ebenfalls die Gesamtnote "gut" und konnte die Anforderungen ohne
große Probleme meistern. Neben guten Fahreigenschaften besticht es
mit dem besten Licht und wartet mit Standlicht vorne und hinten auf.
Neben dem Decathlon ist auch das Cube Kid 200 Street mit einem "gut"
im Test ganz vorne dabei – und, mit der gleichen Note aber in Details
noch eine Spur besser, das Puky Skyride 20-3 Alu Light. "Überzeugen
kann dieses Modell vor allem als komfortables und sicheres
Kinderfahrrad ohne große Schwächen. Laut Anbieter handelt es sich
aber leider um ein Auslaufmodell", so Kerbl. Die Testverlierer, also
die mit "nicht genügend" bewerteten Räder, haben vor allem
Bremsprobleme oder keine gute Haltbarkeit – sprich Risse an der
Sattelklemme oder an der Tretkurbel.
Alle Ergebnisse im Detail unter:
https://www.oeamtc.at/tests/fahrradtest/kinderfahrradtest-2022/
Schadstoffe und Weichmacher im Sattel
Durch viele und regelmäßige Verbrauchertests sind Schadstoffe und
Weichmacher bei Fahrrädern für Erwachsene mittlerweile nur noch sehr
selten. Umso überraschender, dass in mehr als der Hälfte der
getesteten Kinderfahrräder im Sattel Weichmacher und Schadstoffe
nachgewiesen werden konnten. Dadurch ergibt sich auch das schlechte
Abschneiden von so vielen Modellen: Der Nachweis von Schadstoffen
schlägt direkt auf die Gesamtwertung durch. "Im aktuellen Test haben
wir in den Sattelbezügen entweder DPHP (ein Weichmacher) oder PAK
(Polyzyklische Aromaten) nachgewiesen. Diese Schadstoffe sind zwar
nicht verboten, gelten aber trotzdem als gesundheits- oder
umweltschädlich. Da die meisten Schadstoffe über Jahre in den Teilen
erhalten bleiben, beeinflusst die Schadstoffbelastung die Gesamtnote
im Test stark", erklärt ÖAMTC-Techniker Kerbl.
Tipps für den Kauf von Kinderfahrrädern
* Fahrradgewicht: Im Praxisteil des Tests zeigte sich schnell, dass
Kinder besser mit den Fahrrädern zurechtkamen, umso leichter diese
sind. Daher sollte beim Kauf auf das Gewicht geachtet werden.
* Probefahrt: Vor dem Kauf sollte eine Übungsfahrt mit dem Fahrrad
gemacht werden. Am besten auf einem abgesperrten Gelände. "Nach einer
Übungsfahrt, lohnt es sich, einen Blick auf mögliche Rissbildung und
die einzelnen Bauteile zu werfen. Hier kann der Fachhandel auch
unterstützen”, so Kerbl.
* Richtige Einstellung: Bevor das Fahrrad für Ausfahrten bereitsteht,
sollten vom Fachhändler Bremsgriffe, Position und Erreichbarkeit der
Klingel so eingestellt werden, dass diese vom Kind möglichst einfach
bedient werden können.
* Helm: Einen Helm zu tragen ist selbstverständlich, auch hier gelten
die Eltern als Vorbilder.
Link zum Video: src=<a href="https://www.oeamtc.at/external-video/51.137.051" target="_blank">https://www.oeamtc.at/external-video/51.137.051</a> frameborder="0"<br /> allowfullscreen></iframe>
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