Bundesdenkmalamt: „Denkmalschutz ist Klimaschutz“

Bundesdenkmalamt veranstaltet zum Schwerpunktthema „Denkmalschutz ist Klimaschutz“ ein Fachgespräch in der Kartause Mauerbach mit Vizekanzler Werner Kogler

Wien (OTS/bda.gv.at) - Bei Denkmalschutz und Denkmalpflege ging es schon immer um Nachhaltigkeit: Die dauerhafte Nutzung von bedeutenden Bestandsbauten, ihre Erhaltung und Pflege mit oft traditionellen, natürlichen und damit nachhaltigen Baumaterialien ist ein wesentliches Ziel des Bundesdenkmalamtes.

Vizekanzler Werner Kogler betonte in seiner Eröffnungsrede: „Im Kern geht es in der Denkmalpflege darum, unser historisches, unser kulturelles Erbe für nachfolgende Generationen zu bewahren und erhalten. Dabei braucht es achtsamen Umgang mit knappen Ressourcen, Respekt vor den Werken und den Werten anderer Menschen und ein Bewusstsein für die Verantwortung, die wir für alle haben, die selbst nicht mitreden können. Das ist der Punkt, an dem sich Denkmalschutz und Klimaschutz auf das Wunderbarste berühren.“

„Denkmalschutz und Klimaschutz haben eine Gemeinsamkeit, nämlich die Achtung vor nicht erneuerbaren Ressourcen. Die über Generationen gehenden Lebenszyklen von Baudenkmale und ihre Reparaturfähigkeit entsprechen in besonderem Maße den aktuellen Nachhaltigkeitskriterien“, so Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes.

Das Bundesdenkmalamt hat im Herbst 2021 die Standards „Energieeffizienz am Baudenkmal“ als Ergebnis einer Zusammenarbeit mit zahlreichen Expert:innen herausgebracht, die eine einschlägige Richtlinie aus dem Jahr 2011 ersetzen. Daran anknüpfend findet heute ein Fachgespräch mit Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen wie etwa Umwelttechnologie, Bautechnik oder der Denkmalpflege statt. Ziel ist es, Möglichkeiten und Instrumente zu entwickeln, um geschützte Bauten nachhaltig zu optimieren und für die Zukunft klimafit zu machen.

Geschützte Bestandsgebäude weisen, so zeigt sich, im Verlauf ihres Lebenszyklus‘ eine positive Gesamtenergiebilanz auf. Von der Gewinnung der regionalen Baumaterialien über die eigentliche Errichtung des Gebäudes bis hin zur Erneuerung ihrer Baustoffe im Rahmen einer Sanierung ist ihr Energieaufwand vergleichsweise gering und verbessert sich über die gesamte Lebensdauer („graue Energie“).

Die Tagung wird in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie veranstaltet.

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