- 10.05.2022, 13:53:40
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"Stoppt Lebendtier-Transportqual" - 426.938 Menschen unterstützten Initiative von LR Gottfried Waldhäusl
Erfolgreiche Initiative wird zum Verhandlungsgegenstand im Nationalrat
Utl.: Erfolgreiche Initiative wird zum Verhandlungsgegenstand im
Nationalrat =
St. Pölten (OTS) - Bürger an die Macht! Eine spannende
Eintragungswoche ist zu Ende. Das von Landesrat Gottfried Waldhäusl
initiierte Volksbegehren landete auf Platz eins! 426.938 Unterstützer
fragen sich nun: Wie gehts weiter?
Initiator Landesrat Gottfried Waldhäusl:
Hunderttausende Unterschriften zeichnen ein eindrucksvolles Bild:
Sehr viele Menschen wollen dem schrecklichen Tierleid auf unseren
Straßen nicht mehr länger zusehen, endlich eine Lösung, die dem
Tierschutz gerecht wird und auf Stressfleisch auf dem Teller künftig
verzichten.
Das Volksbegehren „Stoppt Lebendtier-Transportqual“ ist eine
einzigartige Erfolgsgeschichte in Österreich für den Tierschutz,
insgesamt unterstützten 426.938 Unterzeichner das Anliegen von
Niederösterreichs Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl. „Der
erste Schritt ist erfolgt, jetzt geht die erfolgreiche Initiative in
Riesenschritten ihren Weg und muss im Parlament behandelt werden“,
freut sich LR Waldhäusl. Dank der großen Unterstützung wird die
Initiative nun zu einem Verhandlungsgegenstand im Nationalrat. Der
NR-Präsident muss diese dem passenden Ausschuss zuweisen, LR
Waldhäusl wird von seinem Recht Gebrauch machen und an den Beratungen
teilnehmen. Dabei wird er weiterhin auf die meinungsbildende
Unterstützung von MMag. Dr. Petrovic setzen.
Was auch allerhöchste Zeit wurde: Jahrzehnte wurde das leidige Thema
von einem Verantwortlichen zum anderen geschoben, auch auf EU-Ebene
wurde viel diskutiert und über die Tierquälerei überall in Europa
parliert. Ob ein prall gefüllter Tiertransporter eine Stunde mehr
oder weniger unterwegs sein darf, ob die Zeit des Auf- und Abladens
dazu gerechnet werden muss– zuständige Politiker auf EU- und
Bundesebene hielten sich auf Nebenschauplätzen auf, eine
Augenauswischerei. Währenddessen werden nach wie vor 3,8 Millionen
Schlachttiere pro Tag tausende Kilometer durch aller Herren Länder
gekarrt, in unerträglicher Hitze oder Kälte, in viel zu engen
Transporträumlichkeiten, mit zu wenig Wasser und oft verletzt...
Hauptsache, der Profit stimmt. Als Lösung mit Hausverstand
präsentiert sich im aktuellen Volksbegehren jene Vorgangsweise,
wonach Schlachttiere nur noch zu den nächstgelegenen und geeigneten
Schlachthöfen verbracht werden dürfen. Dies kann beispielsweise in
Niederösterreich niemals länger als zwei- bis zweieinhalb Stunden
dauern. Von dort darf das Fleisch letztlich nur noch in gekühlter
oder gefrorener Form weiter transportiert werden. Selbstverständlich
soll dies eine grenzüberschreitende Maßnahme werden, die im ganzen
EU-Raum Anwendung finden muss!
MMag. Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin „Tierschutz Austria“:
„Ich freue mich, dass sich so viele Österreicherinnen und
Österreicher gegen Lebendtiertransporte aussprechen und mit so vielen
Unterschriften ein klares Zeichen setzen. Es liegt nun an der
Politik, die entsprechenden Maßnahmen auch umzusetzen. Was wir nun
brauchen sind sofortige Maßnahmen, denn die Forderung nach einem Ende
der grausamen Tiertransporte wird seit Jahrzehnten verschleppt, die
Tierschutzbewegung wird vertröstet und das Leid der Tiere
geht immer weiter.“ Auch das derzeit im Parlament verhandelte Paket
wird weder der aktuellen Energiekrise noch dem gesteigerten
Tierschutz bzw. dem Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung gerecht.
Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage der heimischen
Landwirtschaft, die immer stärker durch die Konkurrenz von
Billigproduktionen zurückgedrängt wird. Außerdem braucht es eine
Aufklärungskampagne über die Stressbelastung der Tiere beim
Transport. Beim Fleischkonsum ist die Devise: „Runter mit der Menge,
rauf mit der Qualität, faire Preise für die regionalen Erzeuger und
eine Viehhaltung nach ökologischen Standards!“
Merle Kulenkampff, Tierschützerin:
„Ich bin begeistert, dass es mit den unzähligen Unterschriften jetzt
den Auftrag gibt, hier einzuschreiten. Eine tolle Idee, Fleisch nur
noch gefroren oder gekühlt weiter zu transportieren. Die unendliche
und unnötige Quälerei von Schlachttieren findet dann ein Ende, auch
für Konsumenten ändert sich alles ins Positive: Es wäre weltfremd zu
glauben, dass man mit dem Verzehr von Stressfleisch auch gesundes
Essen zu sich nimmt!“
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