• 06.05.2022, 12:10:51
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„Thema“: Ukraine – Waffen für den Frieden? und „Zeit ohne Zeugen“ – digitale Erinnerungskultur 77 Jahre nach Kriegsende

Außerdem am 9. Mai um 21.10 Uhr in ORF 2: Klimarat – durchwachsene Zwischenbilanz der Ideenschmiede

Utl.: Außerdem am 9. Mai um 21.10 Uhr in ORF 2: Klimarat –
durchwachsene Zwischenbilanz der Ideenschmiede =

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 9. Mai 2022, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Ukraine: Waffen für den Frieden?

Ein offener Brief an den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz sorgt
auch bei uns für Diskussionen: Soll man die Ukraine mit
Waffenlieferungen im Krieg unterstützen? „Auf keinen Fall“, sagt der
österreichische Medienkünstler Peter Weibel. Er ist Mitverfasser des
Briefes und fürchtet, Putin könne früher oder später zur Atombombe
greifen. Der Brief hat viele Unterstützer/innen – und scheinbar noch
mehr Gegner/innen auf den Plan gerufen: Waffenlieferungen – und damit
eine wehrhafte Ukraine – seien der einzige Weg, Wladimir Putin zu
Friedensverhandlungen zu zwingen, fordert ein zweiter offener Brief
an den deutschen Bundeskanzler. Die Wogen gehen hoch. Michaela Rädler
und Martin Steiner beleuchten beide Seiten der Debatte.

Zeit ohne Zeugen – digitale Erinnerungskultur 77 Jahre nach
Kriegsende

„Ich versuche, die Jugend zu warnen, was auf sie zukommen könnte“,
sagt der Holocaust-Überlebende Erich Finsches über seine Vorträge an
Österreichs Schulen. Was für seine Zuhörenden nur das dunkelste
Kapitel in ihren Schulbüchern ist, war für den 95-Jährigen das
dunkelste Kapitel seiner Kindheit: das Vernichtungslager Auschwitz.
77 Jahre später hat Anne Frank einen eigenen Instagram-Account.
Zeitzeugen sprechen als Hologramme an Schulen und Adolf Hitler macht
in einem Spielfilm Karriere als Influencer im Internet. Martin
Steiner hat zwei der letzten Zeitzeugen getroffen und zeigt, wie sich
die Erinnerungskultur langsam in den digitalen Raum verlagert.

Klimarat – durchwachsene Zwischenbilanz der Ideenschmiede

Ideen zu liefern, wie wir in Österreich das Ziel „klimaneutral bis
2040“ erreichen können, ist die Aufgabe der 100 Klimarätinnen und
Klimaräte, die einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren. Vier
von sechs gemeinsamen Beratungswochenenden haben sie nun hinter sich.
„Ich bin mit meinen Kindern strenger geworden, was klimaschädliches
Verhalten betrifft“, sagt Juristin Madeleine Stranzinger aus
Oberösterreich. In der Familie des pensionierten Bauern Franz Zauner
kommt nun weniger Fleisch auf den Tisch. Musikstudentin Maria Prem
und Rauchfangkehrermeister Jakob Gruber sind ernüchtert: „Es fehlt an
den gesetzlichen Grundlagen für einen ernstzunehmenden Klimaschutz in
Österreich.“ Markus Stachl beobachtet diese neue Form der
Bürgerbeteiligung.

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