• 05.05.2022, 09:38:41
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AK: Hilfe, es klappt nicht mit dem Service der Bank!

Wien (OTS) - Viele Beschwerden von BAWAG-Kund:innen in den AK
Konsument:innenberatungen – Aktuelles Ärgernis: Kündigung von Giro-
und Sparkonten

In den AK Konsument:innenberatungen gibt es immer wieder Beschwerden
über Service und Preise bei Banken, vor allem über die BAWAG PSK.
Aktuelles Ärgernis: Die Bank kündigt bestehende Giro- und auch
Sparkonten mit einer Kündigungsfrist einfach auf. Das ist zwar
rechtlich ok, aber konsument:innenfeindlich. Die AK verlangt: Die
Bank soll ihre Rekord-Gewinne in mehr Beratung stecken.

Homepage-Infos der BAWAG PSK versprechen viel: Da ist von
„hochwertiger Finanzberatung“ und „besten Service“ die Rede. Die
Konsumentenschützer:innen der Arbeiterkammern haben ganz andere
Erfahrungen. „Die Bawag PSK ist seit vielen Jahren Spitzenreiter
unter den Banken in unserer Beschwerdestatistik“, sagt AK
Konsument:innenschützerin Gabriele Zgubic. Die Ärgernisse:
mangelhaftes Kund:innenservice, etwa Schlangen in Bankfilialen,
wechselnde Kundenbetreuer:innen, unerfreuliche Bankzeiten (Schalter
schließt um 13.00 Uhr), Ausdühnung der Bankfilialen. So gibt es etwa
in Wien – laut Filialfinder – nur mehr zehn Filialen, drei davon sind
reine Selbstbedienungs-Foyers.

Die jüngste kund:innenfeindliche Aktion der BAWAG PSK: Sie kündigt
bestehende Girokonten einfach auf. Sie spricht – wie gesetzlich
vorgesehen – eine schriftliche Kündigung mit zweimonatiger
Kündigungsfrist aus. Diese Kontokündigungen sind kein Einzelfall,
sondern erfolgen offenbar in zeitlich abgestuften „Wellen“. Besonders
ärgerlich ist diese Praxis bei Kund:innen, die bereits seit vielen
Jahren der BAWAG PSK die Treue halten.

Beispiele aus der AK Beratungstätigkeit: Eine junge Mutter erfährt
von der Kontokündigung im Postfach im Online-Banking. Sie las die
Nachricht und nahm an, dass ihr Konto automatisch auf ein anderes
Konto umgestellt wird. Doch die BAWAG löste das Konto auf und
„parkte“ das Geld zwischen. Im Online-Konto der jungen Frau war alles
auf null gestellt. Das bemerkte sie erst, als sie wieder auf ihr
Konto schaute. Sie meldete sich bei Bank und erfuhr, dass sie ein
neues Konto eröffnen müsse, damit die Bank das Guthaben überweisen
könne.
Herr K. unterschrieb einen Kontowechselauftrag bei der Bank99 – sein
beträchtliches Guthaben am BAWAG-Konto sollte also auf sein neues
Bank99-Konto überwiesen werden. Allerdings überwies die BAWAG das
Guthaben auf eine Bank in OÖ statt auf die Bank99. Er beschwerte sich
in der AK Beratung, dass er nun seinem Geld nachlaufen muss.

„Diese Kündigungen betreffen nicht nur Girokonten, sondern auch
Sparkonten. Die Kündigungen sind für die Betroffenen nicht
nachvollziehbar. Offenbar will die Bank unrentable Produkte
loswerden, in dem die Kund:innen gekündigt werden. Zudem wird den
Kund:innen keine Alternativen aufgezeigt“, kritisiert Zgubic.
„Außerdem dreht die BAWAG auch immer wieder über Gebühr an der
Spesenschraube im alltäglichen Bankgeschäft, wie unser Bankenmonitor
regelmäßig zeigt. Das alles geht zu Lasten der Konsument:innen.“

Was Sie bei einem Konto- oder Bankwechsel wissen sollten:
+ So lohnt sich Konto- oder Bankwechsel: Sie können prüfen, ob sich
ein Wechsel auf ein neues Konto oder eine neue Bank lohnt. Die
gesetzlich vorgesehenen Entgeltinformationen listen alle
Transaktionen und Spesen in der abgelaufenen Periode übersichtlich
auf. Der AK Bankenrechner hilft, ein optimales Konto zu finden:
www.ak-bankenrechner.at
+ Konto- oder Bankwechsel – so geht’s: Es ist gesetzlich geregelt,
wie ein Konto- oder Bankwechsel abzulaufen hat. Das
Kontowechselservice erledigt die neue Bank. Mehr:
www.arbeiterkammer.at/beratung/konsument/Geld/Konto/Tipps_zum_Kontowe
chsel.html

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