• 03.05.2022, 08:21:13
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  • OTS0015

Industrie mahnt zur Vorsicht: Pläne zu Öl-Embargo könnten erster Schritt zu Gas-Embargo sein

IV-GS Neumayer: Aus für russische Öl-Importe hätte nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf Preis und Verfügbarkeit – Gas-Embargo gilt es zu vermeiden, hätte gravierendendste Folgen

Utl.: IV-GS Neumayer: Aus für russische Öl-Importe hätte nicht zu
unterschätzende Auswirkungen auf Preis und Verfügbarkeit –
Gas-Embargo gilt es zu vermeiden, hätte gravierendendste
Folgen =

Wien (OTS) - Angesichts der Diskussion auf europäischer Ebene um
einen Öl-Importstopp warnt die Industriellenvereinigung (IV) abermals
eindringlich vor den dramatischen Folgen eines Öl- und Gas-Embargos.
IV-Generalsekretär Christoph Neumayer betont: „Die diskutierten Pläne
rund um ein Öl-Embargo gehen Hand in Hand mit der Diskussion um einen
Gas-Lieferstopp, wir warnen daher eindringlich davor, diesen
gefährlichen Weg zu beschreiten. Kohle und Öl sind mittelfristig zwar
zu substituieren, doch muss auch allen bewusst sein, dass durch
weitere Sanktionen im Energiebereich die Kosten für ebendiese
benötigten Energieträger weiter steigen werden. Wir haben hier
ohnehin bereits eine Belastung auf Rekordniveau zu stemmen. Nach wie
vor gilt zudem, dass es zu Gas keine kurz- oder mittelfristige
Alternative gibt. Diese schmerzliche Wahrheit müsse uns allen bewusst
sein. Den Gashahn von heute auf morgen so stark zu drosseln, hätte
katastrophale Auswirkungen auf unser alltägliches Leben, unsere
Energieversorgung und unsere Wirtschaft insgesamt.“ Wenn bei den
Sanktionen weiter an der Eskalationsschraube geschraubt werde, dann
müssten jedenfalls die vollständigen Konsequenzen im Auge behalten
werden.

Die Energieministerinnen und -minister beraten in Brüssel ein
mögliches sechstes Sanktionspaket als Antwort auf die russische
Invasion in der Ukraine. „Die heimische Industrie hat die bisherigen
Sanktionen auf europäischer Ebene stets voll unterstützt: Das ist
unsere Verantwortung als Industrie und der Preis, um unsere
österreichischen und europäischen Werte zu verteidigen. Vor diesem
Hintergrund ist das bereits beschlossene Importverbot für russische
Kohle zu akzeptieren. Die Auswirkungen eines Öl- und bzw oder
Gas-Importverbotes sind jedoch weitaus größer und bei Erdgas von noch
nicht darstellbarem Ausmaß für heimische Industrie“, so Neumayer
abschließend.

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