• 30.04.2022, 11:47:28
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  • OTS0029

Schönborn: Dank an Regierung für Flüchtlings- und Aufbauhilfe im Irak

Bundesregierung gab eine Million Euro für Wiederaufbau einer vom IS zerstörten kirchlichen Schule im Nordirak - Nehammer: "Bin froh und stolz, dass Österreich einen Beitrag leisten konnte"

Utl.: Bundesregierung gab eine Million Euro für Wiederaufbau einer
vom IS zerstörten kirchlichen Schule im Nordirak - Nehammer:
"Bin froh und stolz, dass Österreich einen Beitrag leisten
konnte" =

Wien (KAP) - Kardinal Christoph Schönborn hat der österreichischen
Bundesregierung für ihren Beitrag zum Wiederaufbau und zur
nunmehrigen Fertigstellung eines vom IS zerstörten christlichen
Gymnasiums im Nordirak gedankt. Österreich hatte 2018 zugesagt, von
der Kirche forcierte Hilfs- und Wiederaufbauprojekte mit einer
Million Euro zu unterstützen. 227.000 Euro davon wurden bereits für
ein Miethilfeprojekt verwendet, weitere 773.000 Euro flossen in den
Bau eines christlichen Gymnasiums in Karakosch in der Ninive-Ebene.
Das Projekt konnte nun fertiggestellt werden - für Sonntag, 1. Mai,
ist die offizielle Segnung geplant. Die Hauptfinanzierung des 2,1
Millionen US-Dollar umfassenden Bauprojekts wurde durch das Hilfswerk
"Kirche in Not" (ACN) ermöglicht.

Die modernisierte Al-Tahira-Sekundarschule steht 625 Schülern zur
Verfügung und wird von den Dominikanerinnen der heiligen Katharina
von Siena geleitet. "Die Ordensfrauen und alle, die sie unterstützen,
setzen damit ein Zeichen, dass es für die Menschen in Karakosch eine
Zukunft gibt", so Kardinal Schönborn laut einer Aussendung des
Bundeskanzleramtes vom Samstag. Zugleich verbinde er mit dem Projekt
seinen Wunsch, "dass die Christen in Syrien, im Irak wie im gesamten
Nahen Osten auch weiterhin auf Solidarität aus Österreich setzen
können."

Dankbar für die erfolgreiche Kooperation zwischen Regierung,
Bischofskonferenz und "Kirche in Not" zeigten sich laut Aussendung
auch Bundeskanzler Karl Nehammer und Kultusministerin Susanne Raab:
Er sei "froh und stolz, dass Österreich einen Beitrag leisten
konnte", so Bundeskanzler Nehammer. Schließlich seien Christen
"weltweit eine der größten Gruppen, die vor Ermordung und Verfolgung
flüchten müssen". Kultusministerin Raab dankte indes vor allem dem
"unermüdlichen Engagement von Frauen - den Ordensfrauen der
Dominikanerinnen" für ihren Einsatz. Das Projekt stehe für das
Bekenntnis der Regierung, "Hilfe vor Ort" leisten zu wollen, so
Nehammer und Raab.

Beschlossen worden war die Finanzierungshilfe im Dezember 2018 in
Folge eines Besuchs von drei Patriarchen und Kardinal Schönborn beim
damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Der chaldäisch-katholische
Patriarch Louis Raphael Sako, der syrisch-orthodoxe Patriarch
Ignatius Aphrem II. und der syrisch-katholische Patriarch Ignatius
Yousef III. Younan hatten - in Begleitung u.a. auch des damaligen
EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit, Jan Figel - die
Situation der Christen im Irak thematisiert. Das im
Regierungsprogramm formulierte Bekenntnis zum Einsatz gegen die
Verfolgung religiöser Minderheiten führte schließlich zum Beschluss
der Finanzhilfe von einer Million Euro im Ministerrat.

Bereits 2017 hatten zudem verschiedene katholische Organisationen und
Verbände die "Aktion Heimkehr" gestartet und seither mehr als 720.000
Euro an Spenden aufgebracht. Die Gelder dienen der Akuthilfe sowie
dem Wiederaufbau von Infrastruktur und der Unterstützung
kriegstraumatisierter Jugendlicher. Beteiligt an der "Aktion
Heimkehr" sind die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV),
die Initiative Christlicher Orient (ICO), Kirche in Not sowie die
Kardinal König Stiftung und die Diözese Linz.

((ende)) HKL
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