- 29.04.2022, 14:12:05
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FAIRNESS FÜR PENDLER
Führungswechsel bei der Steirischen Pendlerinitiative: Franz Gosch übergibt nach 28 Jahren an Peter Amreich!

Utl.: Führungswechsel bei der Steirischen Pendlerinitiative: Franz
Gosch übergibt nach 28 Jahren an Peter Amreich! =
Graz (OTS) - Von den rund 534.906 in der Steiermark wohnhaften
Arbeitnehmern sind rund 350.000 Pendler. Exakt 61,4% der
unselbständig aktiv Erwerbstätigen pendeln aus ihrer Wohnortgemeinde
aus, um zur Arbeit zu gelangen. Damit sind die Steirer ein
Pendlervolk. Jeder dritte steirische Arbeitsplatz befindet sich in
Graz und hier sind die Hälfte der beschäftigten Arbeitnehmer Pendler.
Die meisten Pendler zählt Graz-Umgebung mit rund 57.000 Auspendlern.
„Der Weg zur Arbeit ist teuer, zeitraubend und durch erhöhte
Stressbelastung auch schlecht für die Gesundheit“, so Franz Gosch,
Obmann der Pendlerinitiative. Die Steirische Pendlerinitiative ist
daher durch ständige Aktionen und Interventionen bemüht, die
unangenehmen Erscheinungen des Berufspendelns für die Menschen zu
entschärfen.
Die Pendlerinitiative wurde 1994 gegründet und ist nunmehr in ganz
Österreich aktiv. Der Gründer der Pendlerinitiative, Franz Gosch
(64), übergibt die Funktion des Landesobmannes der Pendlerinitiative
nunmehr an Ing. Peter Amreich (54), Betriebsratsvorsitzender der A1
Telekom Steiermark und selbst Wochenpendler.
Franz Gosch blickt auf eine erfolgreiche Pendlerinitiative zurück,
welche maßgeblich bei der Eröffnung des gesamtsteirischen
Verkehrsverbundes bei der Verdichtung und Vertaktung des Bahnverkehrs
in der Steiermark sowie beim Ausbau der Park & Ride Anlagen beteiligt
war. Darüber hinaus hat sich die Pendlerinitiative sowohl landes- wie
auch bundesweit für eine stetige Verbesserung für Pendler eingesetzt,
welche sich kürzlich wieder mit einer Erhöhung der Pendlerpauschale
um +50 % sowie einer Vervierfachung des Pendlereuros verdeutlicht
hat. Auch das Klimaticket, eine Forderung der Pendlerinitiative,
konnte kürzlich umgesetzt werden und bringt eine deutliche Entlastung
für jene, die auf dem Weg zur Arbeit auf ein leistungsfähiges
Verkehrsmittel zurückgreifen können.
Der neue Pendlerobmann Peter Amreich sieht als die wesentlichste
Aufgabe in seiner neuen Funktion, entschieden Maßnahmen für die
Kostenentlastung der Pendler einzufordern. Ebenso ist es für Amreich
unumgänglich, nach der erfolgreichen Einführung des Klimatickets in
der Steiermark, auch eine weitere Verbesserung der Infrastruktur zu
erreichen. Neben Kapazitätserweiterungen im Schienenverkehr ist es
dringend notwendig, auch das Angebot von Busverbindungen zu
verstärken, auch die Anbindung ländlicher Regionen mittels Micro
ÖV-Verbindungen sind ein Anliegen der Pendlerinitiative.
Einer der Obmann-Stellvertreter der Pendlerinitiative ist Walter
Semlitsch (43), Verkehrsexperte und auch Kammerrat der Arbeiterkammer
Steiermark. Sein dringlichstes Anliegen ist der Ausbau der A9 von
Graz West nach Wildon. Walter Semlitsch: „Der dreispurige Ausbau der
A9 in diesem Bereich ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme, der
sowohl für die Wirtschaft wie auch für die Pendler in der Region
unverzichtbar ist."
Pendlerförderung NEU - nach tatsächlichem Aufwand
Neben dem Meilenstein des Klimatickets und der nunmehr erfolgten
deutlichen Erhöhung der Pendlerförderung ab 1. Mai 2022 denkt die
Pendlerinitiative mittelfristig an eine Pendlerförderung NEU. Alle
Arbeitnehmer sollen künftig die Gesamtkosten fürs Pendeln wie
Selbstständige als betriebsbedingte Ausgaben steuerlich geltend
machen können. Damit soll der tatsächliche Aufwand berücksichtigt
werden, wobei für den Weg zur Arbeit für jene, die auf ein passendes
öffentliches Verkehrsmittel zurückgreifen können, der Preis für die
öffentliche Beförderung herangezogen wird. Für jene, die auf das
eigene Fahrzeug angewiesen sind, wird das amtliche Kilometergeld als
Basis für die Kosten herangezogen. Kleinverdiener (nicht
steuerpflichtig) sollen mittels einer „Mobilitätspauschale“ in Form
einer Negativsteuer unterstützt werden.
MITFAHRBOERSE.ST eiermark hilft Kosten zu senken
Ein schneller Weg, um Kosten zu senken, bietet sich für Pendler,
indem sie Fahrgemeinschaften gründen. Das Schlagwort, so die
Pendlerinitiative, heißt: „Kosten senken und die Umwelt schonen“, das
ist eine Möglichkeit, die allen Vorteile bringt! „Deshalb empfiehlt
die Steirische Pendlerinitiative die Bildung von Fahrgemeinschaften.
Diese sollen neben dem Verkehr und der Umwelt auch die Geldbörse der
Pendler entlasten“, so Peter Amreich, der neue Obmann der
Pendlerinitiative Steiermark.
Die Pendlerinitiative hat dafür bereits 2006 eine Mitfahrbörse
errichtet. Durch das Angebot der Homepage www.mitfahrboerse.st können
erhebliche Kosten eingespart werden. Die Mitfahrbörse wurde
modernisiert und bietet derzeit etwa 500 Mitfahrgelegenheiten an.
Im Übrigen ist die Pendlerinitiative die Anlaufstelle für
Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Beschwerden. Diese werden unter
der Pendlerhotline: 0664/416 413 0 entgegengenommen und an die
zuständigen Behörden, Institutionen und Verkehrsunternehmen
weitergeleitet.
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