- 29.04.2022, 09:00:32
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Grüne Wien/Pühringer zum Tag der Arbeitslosen: Es braucht eine sozial gerechte Arbeitsmarktreform
Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf“ liegt in der ersten Mai-Woche zur Unterschrift auf
Utl.: Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf“ liegt in der ersten
Mai-Woche zur Unterschrift auf =
Wien (OTS) - „Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig gut
ausgebaute und vor allem innovative arbeitsmarktpolitische
Instrumente sind. Durch sie konnten viele Menschen unterstützt und
auch die Wirtschaft stabilisiert werden. Die Krise hat aber auch
deutlich gemacht, dass unser System der Arbeitslosenunterstützung
noch Schwächen hat und das Arbeitslosengeld häufig nicht vor Armut
schützt. Zur noch immer schwelenden Corona-Pandemie kommt nun der
Krieg in der Ukraine hinzu. Und neben diesen Krisen ist auch der
Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschafts- und
Gesellschaftsordnung zu schaffen“, so die Parteivorsitzende der
Grünen Wien, Judith Pühringer.
Immer noch kommen in Wien sechs arbeitssuchende Menschen auf eine
offene Stelle und die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Menschen
bleibt hoch. Ein Grund für diese Schieflage: Oft fehlt es an den
notwendigen Qualifikationen.
Gute Arbeit braucht aber auch gute Bezahlung. Was es sicher nicht
braucht, sind Druck und Strafen für jene, die trotz intensiver
Bemühungen keine Arbeit mehr finden. In der ersten Mai-Woche liegt
das Volksbegehren „Arbeitslosengeld rauf“ zur Unterstützung auf.
„Jede Unterschrift ist eine wichtige Unterstützung in der aktuellen
Debatte um eine Arbeitsmarktreform und auch ein Votum für ein
Arbeitslosengeld, das vor Armut schützt“, so Pühringer.
Vieles konnte mit den Grünen in der Regierung schon erreicht werden:
Die Corona-Kurzarbeit bewahrte über 1 Million Menschen vor der
Arbeitslosigkeit. Mit dem Corona-Bonus von bis zu 900 EUR konnte
hunderttausenden Menschen geholfen werden, die durch Corona
arbeitslos geworden sind. Die Notstandshilfe wurde während der
Pandemie angehoben und das größte Qualifizierungs- und
Beschäftigungsförderungspaket aller Zeiten wurde auf den Weg
gebracht, inklusive Green Jobs.
„Aber noch viel mehr bleibt zu tun. Der Tag der Arbeitslosen soll uns
daran erinnern. Jetzt geht es darum, diese sinnvollen Maßnahmen
dauerhaft zu etablieren“, so Pühringer.
Die Grünen setzen sich daher für folgende Maßnahmen ein:
+ Eine armutsfeste Arbeitslosenunterstützung. Denn mit 55%
Nettoersatzrate ist das ALG in Österreich sehr niedrig. Viele von
Arbeitslosigkeit betroffene rutschen in die Armut ab.
+ Top-Qualifizierungsangebote: Fokus auf Green Jobs und
Zukunftsberufe. Denn häufig passen die Qualifikationen der derzeit
Arbeitslosen nicht zu den angebotenen offenen Stellen.
+ Ausbau des Bildungsbonus: Finanzielle Absicherung für Menschen in
Ausbildung. Ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld soll Weiterbildung für
noch mehr Menschen ermöglichen.
+ Die Beibehaltung von Zuverdienstmöglichkeiten. Durch geringfügige
Beschäftigung können sich BezieherInnen niederer
Arbeitslosenunterstützung ihr Einkommen aufbessern. Außerdem bleiben
sie mit einem Fuß in der Erwerbsarbeit, was den vollen Wiedereinstieg
ins Erwerbsleben erleichtert.
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