• 28.04.2022, 13:47:29
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Ausbildung „Operationstechnische Assistenz“ startet im Herbst

LHStv. Pernkopf und LR Teschl-Hofmeister präsentieren neues Berufsbild

Utl.: LHStv. Pernkopf und LR Teschl-Hofmeister präsentieren neues
Berufsbild =

St. Pölten (OTS/NLK) - „Nachdem vor allem das Gesundheitswesen in
Zeiten der Pandemie sehr gefordert war und ist, verfolgen wir in
Niederösterreich das Ziel, für die Zukunft bestmöglich gerüstet zu
sein. Deshalb haben wird das ‚blau-gelbe Pflegepaket‘ geschnürt, mit
dem NÖ LGA-KarriereCenter ein zeitgemäßes Bewerbungsportal
geschaffen, interessieren auf Jobmessen und Karriereveranstaltungen
für den Arztberuf und unterstützen mit ‚NÖ studiert Medizin‘ vor dem
Studiums-Aufnahmetest“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf am
heutigen Donnerstag im Universitätsklinikum St. Pölten, wo er
gemeinsam mit Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Susanne
Gröschel von der NÖ Landesgesundheitsagentur und Elisabeth Klang, der
Pflegedirektorin des LK Horn, das für den Gesundheitsbereich neue
Berufsbild „Operationstechnische Assistenz“ (OTA) vorstellte.

In Bezug auf die Medizinstudienplätze erneuerte Pernkopf seine
Forderung auf eine massive Aufstockung – „dass 90 Prozent nicht
genommen werden, ist nicht zu verantworten“ – und sprach davon, dass
in den letzten Jahren durchschnittlich 450 Ärzte und Ärztinnen pro
Jahr neu aufgenommen worden seien. Zudem fingen aktuell jährlich rund
1.000 junge Menschen die Ausbildung in den NÖ Gesundheits- und
Krankenpflegeschulen an. Das entspreche zwar einer Verzwei- bis
–dreifachung, in Zukunft werde das aber noch mehr werden müssen.

„Das neue Berufsbild ‚Operationstechnische Assistenz‘, dessen
rechtliche Grundlage am 1. Juli in Kraft tritt und dessen erste
Ausbildung bereits im Herbst in Horn startet, soll Menschen
ansprechen, die sich zwar für einen medizinischen Beruf
interessieren, aber nicht zwingend in die klassische Pflege gehen
wollen. Zum Einsatz kommen sie künftig in allen Kliniken im
OP-Bereich, der Notfallambulanz, dem Schockraum, der Endoskopie etc.
Sie werden dort die Patientinnen und Patienten vor und nach ihren
Operationen betreuen, den Ärztinnen und Ärzten bei den Operationen
assistieren und die Operationen für die weitere Behandlung
dokumentieren“, betonte der LH-Stellvertreter und verwies auf die um
sich greifende Spezialisierung, die auch eine OP-Assistenz
erforderlich mache. „Damit entlasten wir auch das bestehende
Personal, in der Regel Gesundheits- und Krankenpfleger, im OP“, so
Pernkopf abschließend.

Landesrätin Teschl-Hofmeister unterstrich ebenfalls die Entlastung
der Gesundheits- und Pflegekräfte: „Mit der OTA signalisieren wir den
jetzt schon im Beruf Stehenden, dass Unterstützung kommt, erleichtern
jenen, die sich für diesen Beruf interessieren, die Entscheidung und
bringen die Ausbildung zu den Menschen. Nach der Dislozierung des
Bachelor-Studiums an der IMC FH Krems nach Mistelbach ist die
OTA-Ausbildung in Horn ein zweiter Regionalisierungsschritt. Wir
sprechen damit auch eine neue Zielgruppe an, muss man dafür doch
weder die Matura noch eine pflegerische Grundausbildung haben“.
Ungeachtet des „blau-gelben Pflegepakets“ und der OTA-Ausbildung
brauche man dennoch eine Finanzierung des Gesamtsystems, hier müssten
endlich Ergebnisse auf den Tisch, meinte die Soziallandesrätin.

Susanne Gröschel präzisierte, dass die dreijährige Ausbildung am 20.
Oktober in Horn mit 24 Plätzen starten werde und 2023 flächendeckend
auf ganz Niederösterreich ausgerollt werden solle; mit 3.000 zu 1.600
Stunden dominiere die praktische gegenüber der theoretischen
Ausbildung. Bewerbungen dazu würden ab sofort am Standort Horn
entgegengenommen, Unterlagen dazu gebe es auf der Homepage der
Landesgesundheitsagentur www.landesgesundheitsagentur.at.

Elisabeth Klang hob hervor, dass mit diesem neuen Berufsbild den
Herausforderungen einer gewandelten Situation bei der Pflege und des
Fortschritts bei Medizin und Technik begegnet werden könne. Mit
seiner schon lange praktizierten klinikübergreifenden und
interdisziplinären Zusammenarbeit verfüge das Waldviertel über das
nötige Rüstzeug für die Pilotphase.

Nähere Informationen beim Büro LHStv. Pernkopf unter
02742/9005-12705, Jürgen Maier, und e-mail [email protected] bzw.
bei der NÖ Landesgesundheitsagentur unter 02742/9009-10068, Stefanie
Haslauer-Zischkin, und e-mail [email protected].

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

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