• 21.04.2022, 13:50:41
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  • OTS0157

Energie-Stammtische starten im Mostviertel

LH-Stellvertreter Pernkopf: Über 300 Gemeindevertreter tauschten sich über Energie- und Klimathemen aus

Utl.: LH-Stellvertreter Pernkopf: Über 300 Gemeindevertreter
tauschten sich über Energie- und Klimathemen aus =

St. Pölten (OTS) - LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf lädt
Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter zu regionalen
Energie-Stammtischen ein. Beim Auftakt in Purgstall haben sich
kürzlich über 300 Gemeindevertreter aus allen Gemeinden aus dem
Mostviertel versammelt, um über Themen wie
Energieversorgungssicherheit, Black-Out, E-Mobilität,
Regenwasserstrategie und Klimaziele zu diskutieren. Stephan Pernkopf
und Herbert Greisberger, Geschäftsführer der eNu, haben sich beim
Stammtisch mit den Gemeindevertretern aus dem Mostviertel
ausgetauscht.

Pernkopf meint über die Bedeutung der regionalen Stammtische und den
gelungenen Start: „Unsere Gemeinden sind wichtige Partner beim Thema
Klimaschutz, denn mit ihren Initiativen vor Ort tragen sie täglich
dazu bei, die Klimaziele des Landes zu erreichen. Dabei ist der
Austausch besonders wichtig, nicht nur zwischen Gemeinden und dem
Land Niederösterreich, sondern auch untereinander. Deshalb wurden
auch heuer wieder besonders interessante Energie-Projekte
vorgestellt.“

Die steigenden Energiepreise der letzten Wochen wurden im Rahmen der
Energieversorgungssicherheit thematisiert. „Der schreckliche Krieg in
der Ukraine betrifft alle unsere Lebensbereiche, vom Heizen im
Privathaushalt bis hin zu steigenden Produktionskosten in der
Industrie und der Landwirtschaft“, bestätigt Pernkopf und ergänzt:
„Diese Krisensituation ist vergleichbar mit der Klimakrise, denn wir
werden als kleine Region diese Krisen nicht allein stoppen können,
aber wir können wichtige Impulse setzen und das tun wir auch.“ So
wurden erst vor wenigen Tagen 12.500 Säcke mit Erdäpfeln in die
Ukraine geschickt oder ein Beschleunigungspaket für erneuerbare
Energien in Niederösterreich beschlossen. Mit dem
Energiewende-Beschleunigungspaket soll der Ausbau von erneuerbaren
Energien durch konkrete Investitionen rasch vorangetrieben und die
Bürokratie durch Deregulierung reduziert werden.

Bei den Klimazielen konnten einige Gemeinden bereits eine positive
Zwischenbilanz ziehen. So wurde beispielsweise in der Gemeinde
Kirnberg die Straßenbeleuchtung bereits auf 100 Prozent
energieeffiziente LEDs umgestellt. Die Energie- und Umweltagentur des
Landes unterstützt die Gemeinden bei der Erreichung ihrer Ziele: „Bis
2030 haben sich die niederösterreichischen Gemeinden sechs Klimaziele
von der Photovoltaik bis hin zur Biodiversität gesetzt. Mit unserem
Klimakompass sieht jede einzelne Gemeinde, wo sie gerade bei den
einzelnen Klimazielen steht. Das ist eine gute Voraussetzung, um
anschließend mit konkreten Angeboten wie zum Beispiel ‚Raus aus dem
Öl‘ unterstützen zu können“, so Herbert Greisberger.

Bei insgesamt fünf Terminen in jeder Hauptregion stellen die
Gemeinden ihre Projekte vor. So gab es einen Beitrag aus Wiener
Neustadt zur Black-Out Vorsorge, wo die Bezirksstelle des Roten
Kreuzes sich mit einer PV-Anlage und Stromspeicher versorgen kann.
Bei einem weiteren Beitrag wurde das nachhaltige Beschaffungsservice
vorgestellt, bei dem die Gemeinden e-Fahrzeuge oder digitale
Klassentafeln zu guten Konditionen und nachhaltig beschaffen können.
Auch die Aktion „Gelbes Band“ von der Initiative „Wir-für Bienen“
wurde vorgestellt: Dabei soll das sogenannte gelbe Band Bäume, deren
Früchte von beliebigen Personen geerntet werden dürfen, markieren und
somit der Verschwendung entgegensetzen. Und auch zur
Regenwasserstrategie konnte der Bürgermeister der Gemeinde Hürm in
einem Beitrag aufzeigen, wie man sich auf Starkregenereignisse
vorbereiten kann.

Nähere Informationen: Energie- und Umweltagentur NÖ, Simon Slowik,
Pressereferent, Telefon 0676/83 688 569, [email protected],
www.enu.at.

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