- 19.04.2022, 17:55:12
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Kirche geht mit Initiative "Denk dich neu" auf Jugend zu
Jugendbischof Turnovszky bei Kampagnenstart: Erste große Aktion der Katholischen Kirche in Österreich seit der Ausbruch der Pandemie gilt jungen Erwachsenen - Unkonventionelle Orte der Begegnung wie "Walk-on-Water-Challenge", "Escape Room" im Dom oder Life-Chat zu Lebensfragen
Utl.: Jugendbischof Turnovszky bei Kampagnenstart: Erste große
Aktion der Katholischen Kirche in Österreich seit der Ausbruch
der Pandemie gilt jungen Erwachsenen - Unkonventionelle Orte
der Begegnung wie "Walk-on-Water-Challenge", "Escape Room" im
Dom oder Life-Chat zu Lebensfragen =
Wien (KAP) - Die erste große Aktion der Katholischen Kirche in
Österreich seit der Ausbruch der Pandemie gilt jungen Erwachsenen:
Jugendbischof Stephan Turnovszky, die Salzburger
Seelsorgeamtsleiterin Lucia Greiner und Ela Klein von der
Katholischen Jugend Oberösterreich gaben am Dienstag nach Ostern mit
einer Pressekonferenz in Wien den Startschuss zur Initiative "Denk
dich neu". Ihr Ziel sei es, für junge Menschen im Alter von 18 bis
ca. 25 Jahren niedrigschwellige Orte der Begegnung anzubieten und
dabei auch und überraschende, unkonventionelle Wege zu gehen, so der
Tenor. Die mit Dienstag gestartete Kampagne ist auf drei Jahre
anberaumt.
Vorgesehen sind u.a. eine "Walk-on-Water-Challenge", bei der sich
Teilnehmende mit selbst gebastelten Mitteln möglichst lange über
Wasser halten sollen, ein "Escape Room" im Linzer Mariendom sowie
Festivalseelsorge etwa beim "Nova Rock" im Juni, beim "Woodstock der
Blasmusik" Anfang Juli oder beim "FM Frequency" im August. Begleitet
wird die Kampagne von multimedial verbreiteten Werbesujets, der
Website www.denkdichneu.at und einem Instagram-Kanal.
Jenseits von "Wohlfühlpastoral"
Turnovszky, Weihbischof in der Erzdiözese Wien, begründete das
bewusste Akzent Zugehen auf eine tendenziell kirchendistanzierte oder
-indifferente Bevölkerungsgruppe damit, dass junge Leute während der
Pandemie besonders unter Einschränkungen zu leiden gehabt hätten;
zudem zeigten sich in der Jugend gesamtgesellschaftliche
Entwicklungen, auf die eine lebensnahe Kirche zu hören habe. Und der
dritte Grund für "Denk dich neu" sei der je neue Auftrag an die
Kirche, ihrer Mission treu zu bleiben, die Frohbotschaft in die sich
ändernde Zeit zu tragen und dabei statt "Wohlfühlpastoral" zu
betreiben auch Risiken einzugehen, so Turnovszky.
Kirche wolle "nicht etwas von den jungen Leuten, sondern etwas für
sie" tun - und dabei von ihnen lernen. Dabei sei den Organisatoren
durchaus klar, dass es nicht "die" Jugend gebe, die Angebote daher
milieuspezifisch sein müssten, hielt der Bischof fest. Turnovszky
stellte auch einen Zusammenhang mit dem von Papst Franziskus
ausgerufenen synodalen Prozess der Weltkirche her: "Überlappungen"
gebe es beim Anspruch, als Kirche "an die Ränder zu gehen" und sich
stärker als bisher für neue Zielgruppen zu öffnen.
Kirchlich breit getragen
Auf die Breite von "Denk dich neu" machte Seelsorgeamtsleiterin Lucia
Greiner aufmerksam: Alle zehn österreichischen Diözesen seien mit
vielen Einrichtungen und Organisationen daran beteiligt. Involviert
sind Vertreterinnen und Vertreter der Katholischen Jugend, von
Finanzkammern, Ordensgemeinschaften, Young Caritas oder kirchlichem
Schulamt; Bernhard Teißl-Mederer fungiert als,
Österreich-Projektkoordinator.
Die mit Beginn der "Denk dich neu"-Kampagne lancierten vier Sujets
wurden mit der Agentur "Zeughaus" erarbeitet und werden ab April 2022
in der medialen Kommunikation österreichweit eingesetzt. Durch die
jeweils gedoppelten Models mit zwei gegenübergestellten Fragen seien
sie "nicht eindeutig, sondern vielschichtig und fordernd", hieß es.
Ziel sei es, eine Diskussion zu provozieren und Gespräche zu
initiieren, die in eine Auseinandersetzung mit Werten führen.
Mehr: https://www.kathpress.at/goto/meldung/2135566
((ende)) RME/PWU
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