• 19.04.2022, 14:18:05
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Habsburgs starke Frauen – eine Spurensuche in Niederösterreich

"Österreich Bild" am Sonntag, 24. April 2022, 18.25 Uhr, ORF 2

Utl.: "Österreich Bild" am Sonntag, 24. April 2022, 18.25 Uhr, ORF 2 =

St. Pölten (OTS) - Die Geschichte Habsburgs liest sich heute wie eine
Geschichte der Männer. Doch sie erweist sich viel weiblicher, als es
der weitverbreiteten Wahrnehmung entspricht. Ein „Österreich Bild“
aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Veronika Regl,
Regie: Pamela Milkowski, Susanne Pleisnitzer, Kamera: Stefan
Haselgruber, Bernhard Popovic, Matthias Meissl) erzählt von drei
Frauen, die aus dem Hintergrund die Fäden zogen. Diese Frauen
beschränkten sich nicht darauf, die Machtreflexe der Männer zu
kopieren. Sie entwickelten zur Durchsetzung ihrer Ziele eigene Wege.
Alle drei Frauen haben eines gemeinsam: entscheidende Stationen ihres
Lebens und Wirkens sind in Niederösterreich zu finden.

Wie bei Zita von Bourbon-Parma, die letzte Kaiserin von Österreich.
Eine politische Frau, die immer wieder versuchte im Hintergrund die
Fäden zu ziehen. Etwa bei der Sixtus-Affäre: Geheime Verhandlungen
des österreichischen Kaiserhauses mit Frankreich sollten den Frieden
für die Donaumonarchie bringen. Zita war hier aufgrund ihrer
italienisch-französischen Herkunft maßgeblich involviert. Ihre
prägenden Schauplätze in Niederösterreich erinnern sowohl an
festliche Momente wie die Hochzeit in Schloss Schwarzau, aber auch an
dramatischere Zeiten, als sie mit ihrer Familie nach der
Verzichtserklärung 1918 in Schloss Eckartsau Zuflucht fand. Zita sah
die Kaiserkrone mit ihren unverrückbaren Wertvorstellungen als
„gottgegeben“. Ein Abdanken kam deshalb zeit ihres Lebens nicht in
Frage. Sie war hart, aber auch herzlich, auf ihr Bestreben wurde das
erste Ministerium für Volksgesundheit gegründet.

Ebenso zielstrebig und herzlich: Maria Theresia von Neapel-Sizilien.
Die erste Kaiserin von Österreich war das Herz der Familie und eine
gesellige, fröhliche Frau. Die Enkelin von Maria Theresia stand ganz
klar für eine anti-napoleonische Agenda. Galt ihr Mann als
entscheidungsschwach, konnte man das von Maria Theresia nicht
behaupten. Zeugen berichteten von einigen politischen Debatten im
Park von Schloss Laxenburg, ihrem Wohnsitz. Gemeinsam mit ihrem
Ehemann ließ sie diesen tatkräftig umbauen und vergrößern.

Die einzige Tochter von Kronprinz Rudolf, Elisabeth, wurde viele
Jahre später dort geboren. Elisabeth lebte einige Zeit in Schloss
Schönau. Dieser Ort, mitten im Herz der Rüstungsindustrie des ersten
Weltkrieges, prägte sie maßgeblich. Sie öffnete die Türen für die
Kinderfreunde und versorgte die Ortsbewohnerinnen und -bewohner mit
Obst und Gemüse aus ihrem Garten. Die Lieblingsenkelin von Kaiser
Franz Joseph wurde engagiertes Mitglied der Sozialdemokratie, was ihr
den Beinamen „rote Erzherzogin“ einbrachte.

Präsentator Friedrich von Thun begibt sich bei dieser Doku aus dem
ORF Landesstudio Niederösterreich auf Spurensuche und besucht die
niederösterreichischen Schauplätze von Habsburgs heimlichen
Herrscherinnen.

Redaktion: Mag. Sabine Daxberger-Edenhofer

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