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Ostern 2022: Unfallbilanz und Verkehrsüberwachung

Vier Verkehrstote am Osterwochenende, gleich viele wie im Vorjahr – knapp 52.000 Geschwindigkeitsübertretungen beanstandet – 317 Alko- und 66 Drogenlenker angezeigt

Wien (OTS) - Am Osterwochenende 2022 ereigneten sich in Österreich insgesamt 225 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das waren um 10 (4,7 %) mehr als im Vorjahr (215 Unfälle). Dabei wurden 272 Personen verletzt, um 30 (12,4 %) mehr als zu Ostern 2021 (242 Verletzte), und vier Person getötet, gleich viele wie im Vorjahr.

Zu einem tragischen Verkehrsunfall kam es am Ostersonntag im Bezirk Spittal/Drau in Kärnten, bei dem zwei Fußgänger ums Leben kamen. Ein 22-jähriger Pkw-Lenker kam in einer langgezogenen Kurve mit seinem Pkw nach links von der Fahrbahn ab, geriet auf den neben der Fahrbahn befindlichen Geh- und Radweg und prallte frontal gegen eine 34-jährige Fußgängerin und einen 38-jährigen Fußgänger. Ein beim Fahrzeuglenker durchgeführter Alkoholtest ergab eine Alkoholisierung.

Mit vier Verkehrstoten am Osterwochenende 2022 blieb die Opferzahl gegenüber den vergangenen beiden Jahren gleich. Die bisher geringste Zahl an Verkehrstoten an einem Osterwochenende seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Innenministerium (1968) konnte im Jahr 2013 mit einem Verkehrstoten verzeichnet werden. Zum Vergleich dazu mussten im bisher schlimmsten Jahr 39 Tote am Osterwochenende 1976 beklagt werden, noch im Jahr 2004 kamen 17 Menschen zu Ostern im Straßenverkehr ums Leben.

Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung durch die Polizei wurden zu Ostern 51.886 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet (2021: 29.173), ein Anstieg um 77,9 Prozent. Gegen 317 Fahrzeuglenker wurde wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet (2021: 202), eine Zunahme um 56,9 Prozent. Weitere 66 Drogenlenker mussten von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden, um drei Lenker oder 4,8 % mehr als im Vorjahr (63). 194 Lenkern (+ 19,0 %) wurde am Osterwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2021: 163). Nach den Corona-bedingten Beschränkungen in den beiden Vorjahren ist das Verkehrsaufkommen am vergangenem Osterwochenende wieder angestiegen, dies hat sich auch auf die Kontrollzahlen entsprechend ausgewirkt.

In der gesamten Karwoche, einschließlich Ostermontag, verunglückten zehn Menschen im Straßenverkehr tödlich: Drei Motorrad-Lenker, je zwei Pkw-Lenker, Fahrrad-Lenker und Fußgänger sowie ein Moped-Lenker.

Auf Landesstraßen B kamen in der Vorwoche vier Menschen ums Leben, jeweils drei auf einer Landesstraße L und auf einer Gemeindestraße. Vier Verkehrstote wurden in der Vorwoche in Oberösterreich, je zwei in Niederösterreich und in Kärnten sowie je einer in Tirol und der Steiermark beklagt.

Bei den neun tödlichen Verkehrsunfällen waren die vermutlichen Hauptunfallursachen in vier Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung, in je zwei Fällen mangelnder Sicherheitsabstand und Missachtung von Ge- und Verboten sowie eine nichtangepasste Geschwindigkeit. Vier der neun tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle.

Vom 1. Jänner bis 18. April 2022 gab es im österreichischen Straßennetz 99 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 62, im Jahr 2020 86 und 2019 90.

Eine genaue Aufschlüsselung der Oster-Bilanz (Karfreitag bis Ostermontag) für jedes Bundesland kann der PDF-Datei anbei entnommen werden.

Rückfragen & Kontakt:

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Pressesprecher des Ministeriums
+43 (0) 1-531-26-90 1561
patrick.maierhofer@bmi.gv.at
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Otmar Bruckner, BA MA
Verkehrsdienst/Strategische Unfallanalyse
Tel.: +43-0-59133-982503
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