- 08.04.2022, 15:47:11
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Schallaburg-Ausstellung „Reiternomaden in Europa“ offiziell eröffnet
LH Mikl-Leitner: „Kultur schafft es, Brücken zu bauen, und steht für Werte wie Toleranz, Weltoffenheit, Friede und Freiheit“
Utl.: LH Mikl-Leitner: „Kultur schafft es, Brücken zu bauen, und
steht für Werte wie Toleranz, Weltoffenheit, Friede und
Freiheit“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Wer waren die Völker, die das Karpatenbecken,
den Unteren Donauraum, aber auch den Osten des heutigen Österreichs
über viele Jahrhunderte hinweg geprägt haben? Was bewog sie dazu,
aufzubrechen und nach Westen zu wandern? Diese und viele weitere
Fragen beantwortet die Schallaburg mit ihrer Ausstellung
„Reiternomaden in Europa – Hunnen, Awaren, Bulgaren, Ungarn“, die ab
dem morgigen Samstag zu sehen ist. Heute, Freitag, wurde durch
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die offizielle Eröffnung
vorgenommen. Mit dabei beim Festakt waren u. a. auch Diözesanbischof
Alois Schwarz, der Abt des Stiftes Melk Georg Wilfinger, der
Superintendent-Stellvertreter der Evangelischen Kirche in
Niederösterreich Markus Lintner und der Bürgermeister der
Landeshauptstadt St. Pölten Matthias Stadler.
In einer Zeit, die ganz unter dem Eindruck der schrecklichen
Ereignisse in der Ukraine stehe, aber auch von einer großen Welle der
Hilfsbereitschaft in Europa, Österreich und Niederösterreich geprägt
sei, habe die Kultur eine ganz besondere Bedeutung, zeigte sich die
Landeshauptfrau im Zuge der Eröffnung überzeugt: „Denn die Kultur
schafft es, Brücken zu bauen, und die Kultur steht für Werte wie
Toleranz, Weltoffenheit, Friede und Freiheit“.
„Die Schallaburg ist für uns ein ganz zentraler Leuchtturm“, betonte
Mikl-Leitner weiters: „Sie hat eine ganz große Bedeutung in und für
Niederösterreich und weit darüber hinaus.“ So habe dieses
Ausstellungszentrum nicht nur eine historische Rolle als eines der
bedeutendsten Renaissance-Schlösser, sondern vor allem auch eine
kulturelle: „Weil wir hier Kultur und Geschichte vermitteln, mit
spannenden Themen und mit einer sensationellen Vermittlungsarbeit für
alle Menschen von 0 bis 99.“
Für die Kuratoren der Ausstellung kam im Zuge der Eröffnung Dominik
Heher zu Wort. Er hat gemeinsam mit Falko Daim die diesjährige Schau
auf der Schallaburg gestaltet. Hinter dieser Ausstellung stehe „der
Gedanke, Europa in einem globalen Kontext zu denken“, informiert er:
„Die Grundidee ist, der grundsätzlich bekannten europäischen
Geschichte neue Faktoren hinzuzufügen.“ So seien etwa Migration und
kultureller Austausch immer schon eine Konstante der europäischen
Geschichte gewesen, betonte Heher.
Die Reiternomaden, oftmals als Krieger und Eroberer wahrgenommen,
werden in der diesjährigen Ausstellung auf der Schallaburg unter
einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet, und so eröffnet sich
eine neue Sicht auf ihre Lebensweisen. Neue wissenschaftliche
Erkenntnisse lösen Stereotype ab und bieten erstmals eine
vergleichende Betrachtung dieser Kultur. Der geographische Raum
Niederösterreichs ist dabei im weiteren Sinne ein Knotenpunkt für die
Erforschung der frühmittelalterlichen Reiternomaden und eine Zone des
friedlichen Austausches. Veranschaulicht wird dies mit einzigartigen
Funden und eindrucksvolle Illustrationen von Martin Stark.
Auch den „Escape Room“ auf der Schallaburg gibt es wieder. Nach dem
Erfolg des letzten Jahres kann man auch heuer wieder ein spannendes
historisches Rätsel lösen. Diesmal steht dabei die Schallaburg selbst
im Mittelpunkt. In fünf Räumen kann man tief in eine Zeit zwischen
Reformation und Gegenreformation, Familiengeheimnissen und dem Umbau
auf der Schallaburg eintauchen.
Schallaburg-Geschäftsführer Peter Fritz, der den Festakt zur
Ausstellungseröffnung moderierte, abschließend: „Ein Tag auf der
Schallaburg ist Kulturwellness pur – das Zusammenspiel von
Ausstellung, Burg und unserem wunderschönen Renaissance-Garten dient
als Inspirationsquelle. Und mit unserem Escape-Room sorgen wir
zusätzlich für einen Nervenkitzel.“
Die Ausstellung „Reiternomaden in Europa – Hunnen, Awaren, Bulgaren,
Ungarn“ ist von 9. April bis 6. November 2022 zu sehen.
Nähere Informationen: Klaus Kerstinger, Pressesprecher Schallaburg,
E-Mail: [email protected]; Mobil: 0664/604 99-652.
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