• 06.04.2022, 13:46:23
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  • OTS0148

LR Zadra zu EAG-Investitionsförderungen: „Rückenwind für die Energieautonomie“

Neue Förderungen des Bundes für Photovoltaikanlagen unterstützen den PV-Boom in Vorarlberg nachhaltig

Utl.: Neue Förderungen des Bundes für Photovoltaikanlagen
unterstützen den PV-Boom in Vorarlberg nachhaltig =

Bregenz (OTS) - „Der Bund stellt 2022 weitere 240 Millionen Euro für
den Ausbau von Photovoltaikanlagen zur Verfügung“, freut sich
Vorarlbergs Energielandesrat Daniel Zadra. „Damit sparen wir jedes
Jahr rund 300.000 Tonnen CO2 ein. Dieses Förderprogramm aus dem
Klimaschutzministerium bläst kräftigen Rückenwind in unsere Pläne zur
Energieautonomie 2030.“

Denn schon 2021 war ein Rekordjahr für die Photovoltaik in
Vorarlberg. Es wurden insgesamt fast 30 Megawatt an
Photovoltaik-Leistung neu gebaut und damit dreimal mehr als im
Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Insgesamt wurden 1.383 Anlagen
mit einer Gesamtfläche von rund 30 Fußballfeldern installiert. „Am
Rekord-Ausbau 2021 haben Private, Gemeinden und Betriebe
gleichermaßen mitgearbeitet“, freut sich Landesrat Daniel Zadra. „Die
ausführenden Unternehmen haben ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll
unter Beweis gestellt. Mit den neuen Förderinstrumenten des Bundes
können wir den eingeschlagenen Weg entschlossen weitergehen.“

Funktionierender PV-Markt mit innovativen Unternehmen und flexiblen
Angeboten

Ausschlaggebend für den Rekord-Zubau waren hohe staatliche
Förderungen, günstige Einkaufspreise am PV-Markt und eine hohe
Verfügbarkeit von PV-Modulen und Arbeitskräften. Auch die vielfältige
Produktpalette und die hohe Serviceorientierung der ausführenden
Unternehmen waren wichtige Erfolgsfaktoren: Innovative
Dienstleistungen wie z.B. das Angebot von Sorglos-Paketen oder
Contracting-Lösungen machen den Einstieg in die Nutzung von
Photovoltaik so einfach wie nie zuvor.

Hohe Nachfrage in allen Segmenten

41 Prozent der 2021 neu errichteten Photovoltaik-Leistung entfällt
auf 37 Großprojekte (> 100 kW Anlagenleistung) auf Gewerbe- und
Industriedächern. Weitere 27 Prozent der Leistung verteilten sich auf
184 mittlere Anlagen im Bereich 20–100 kW. Davon umfasst sind
zahlreiche Projekte von Gemeinden, aber auch von Gewerbebetrieben und
Wohnbauträgern. 2021 wurden aber auch mehr als 1000 Anlagen bis 20 kW
installiert, was auf ein weiterhin großes Engagement der
HäuslebauerInnen hinweist.

Ausbaugeschwindigkeit erlaubt höheren Beitrag der Photovoltaik zur
Energieautonomie+ 2030

Im Jahr 2030 will Vorarlberg seinen Strombedarf bilanziell zu 100
Prozent aus erneuerbaren Energieträgern decken. In der
Energiestrategie des Landes „Energieautonomie+ 2030“ wurde
festgeschrieben, den jährlichen Zubau an Photovoltaik kontinuierlich
zu steigern und bis 2030 zu verdreifachen. „Das Jahr 2021 zeigt nun,
dass bereits heute eine Ausbaugeschwindigkeit erreichen können, die
wir ursprünglich erst für 2030 vorgesehen hatten“, erklärt Landesrat
Zadra. „Diese Erkenntnis erlaubt es uns, zusätzliche Wärmepumpen,
Industrieanwendungen und Elektroautos mit sauberem Strom aus
Vorarlberg zu betreiben und die Energieautonomie weiter zu
beschleunigen.“

Weiterhin große Potenziale auf Dachflächen

Analysen zeigen, dass in Vorarlberg rund 4000 Gewerbe- und
Industriedächer mit Flächen ab 400 Quadratmeter für Anlagen nutzbar
wären, wobei jeweils die Statik, der Dachzustand und die
Nutzungsanforderungen zu prüfen sind. Auch im Bereich der Wohngebäude
tun sich vielfältige Möglichkeiten auf. Die Fachhochschule Vorarlberg
hat ein technisches Angebotspotenzial für die Photovoltaikproduktion
auf Gebäuden in Vorarlberg in Höhe von rund 2000 Millionen
Kilowattstunden ermittelt. Zum Vergleich: Die heutige Produktion
beträgt rund 120 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. „Wir stehen also
gewissermaßen erst am Anfang unserer Ausbaumöglichkeiten, was die
Nutzung von Solarenergie betrifft“, betont Zadra.

Mit neuen Bundesförderungen Ausbaugeschwindigkeit hochhalten

Am 21. April erfolgt der Förderstart für die neue
Photovoltaik-Investitionsförderung im Rahmen des
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG). Für die Photovoltaik stehen im
Rahmen des EAG heuer 240 Mio. Euro bereit. „Die neuen Förderungen
sind ein hochwillkommenes Instrument, um die nun erreichte
Ausbaugeschwindigkeit bei der Photovoltaik in Vorarlberg
aufrechtzuerhalten“, erklärt Zadra. „Jede PV-Anlage auf einem
Hausdach ist ein Schritt in die Energieunabhängigkeit.“

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