• 06.04.2022, 07:00:02
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Industrie: 6. April ist der „Tag der Steuerleistung“

IV-GS Neumayer: Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen leisten überproportionalen Beitrag – Steuersystem wirkt massiv umverteilend – Entlastung statt Neiddebatten

Utl.: IV-GS Neumayer: Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen
leisten überproportionalen Beitrag – Steuersystem wirkt massiv
umverteilend – Entlastung statt Neiddebatten =

Wien (OTS) - Der „Tag der Steuerleistung“ fällt auf den 6. April: Bis
zu diesem Tag hat das einkommensstärkste Fünftel der
Einkommensbezieherinnen und -bezieher von Jahresbeginn weg genauso
viel Einkommensteuer bezahlt wie der Durchschnitt im gesamten Jahr.
Das geht aus aktuellen Berechnungen der Industriellenvereinigung (IV)
hervor. „Mit dem heutigen Tag sollen all jene Menschen gewürdigt
werden, die einen wesentlichen Teil zur Finanzierung unseres
Gemeinwohls beitragen“, bekräftigte IV-Generalsekretär Christoph
Neumayer.

Damit soll aber auch Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass eine
relativ kleine Gruppe von Menschen den Großteil der Steuerlast
schultert und entscheidend zur Finanzierung des Staates beiträgt.
Menschen mit einem Bruttomonatsgehalt von mehr als 3.400 Euro zählen
zu den oberen 20 Prozent und tragen 77 Prozent des Gesamtaufkommens
der Einkommensteuer. Ohne dem einkommensstärksten Fünftel der
Bevölkerung würden dem Staat bereits ab April defacto die Einnahmen
aus der Einkommensteuer ausgehen.

„Wir reden hier etwa von einer Fachkraft in der Industrie, einem
AHS-Lehrer oder einer Allgemeinmedizinerin. Der heutige Tag sollte
daher ein Mahnmal für die Politik sein, mit den hart erarbeiteten
Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger sorgsam umzugehen“, so
Neumayer.

Gleichzeitig verdeutliche die Statistik, wie stark umverteilend das
Steuersystem in Österreich funktioniert: Betrachtet man die Einkommen
inklusive Transferzahlungen des Staates, beziehen die unteren 55
Prozent der Steuerzahlerinnen und -zahler sogar rund viermal so viel
aus dem Steuertopf wie sie einzahlen.

„Es geht nicht darum, verschiedene Einkommensgruppen gegeneinander
auszuspielen. Vielmehr muss uns allen die Realität unseres
progressiven Einkommensteuersystem bewusst sein“, Neumayer. Ständig
wiederkehrende Neiddebatten oder der Ruf nach weiterer Umverteilung
seien „eine klare Themenverfehlung“ und würden an der nachhaltigen
Finanzierbarkeit unseres Sozialstaates sägen. Viel wichtiger wäre
hingegen eine sachliche Diskussion darüber, wie der Staat seine
immensen Steuereinnahmen möglichst treffsicher und wirkungsorientiert
einsetzen kann. „Gerade in der aktuellen Situation sollten Mittel –
die durch Menschen und Unternehmen hart erwirtschaftet werden – nicht
mit der Gießkanne verteilt werden“, betonte der IV-Generalsekretär.

Statt ständig wiederkehrender Diskussionen über zusätzliche Steuern
und Belastungen für das Höchststeuerland Österreich spricht sich die
Industrie für eine weitere Entlastung des Faktors Arbeit aus. „Genau
hier müssen wir den Hebel ansetzen, um Beschäftigung weiter
aufzubauen, damit die Einkommensteuerlast nicht nur auf den Schultern
einiger Weniger ruht“, so Neumayer, der abschließend betonte: „Ziel
muss sein, Österreich bei der Steuer- und Abgabenquote weg von einem
Hochbelastungsstandort in Richtung Mittelfeld zu bringen.“

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