- 02.04.2022, 15:20:05
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- OTS0038
ÖSTERREICH: Corona-Tests kosteten laut Rauch bisher mehr als 3 Milliarden Euro
Lockerungen im März laut Gesundheitsminister „zu früh und zu umfassend“ – Regierungs-Kommission muss bei Teuerung "gegensteuern"
Utl.: Lockerungen im März laut Gesundheitsminister „zu früh und zu
umfassend“ – Regierungs-Kommission muss bei Teuerung
"gegensteuern" =
Wien (OTS) -
Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) verteidigt im Interview
mit ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) die neue Lösung bei den
Corona-Tests: „Das war ein Kompromiss. Die Tests haben bislang weit
mehr als 3 Milliarden Euro gekostet. Es gab es zwei Lager: Die einen
sagen, Tests komplett weg – und auf der anderen Seite wollte man
Gratis-Tests unbegrenzt stehenlassen. Was wir jetzt haben ist ein
gutes ausgewogenes System: 5 PCR-Tests und 5 Anti-Gen-Tests gibt es
weiterhin gratis.“ Er verstehe die Kritik am neuen System und dem
Test-Wildwuchs in den Ländern, aber: „Blicken Sie mal über die
Grenzen: Wenn man den österreichischen Drang zum Nörgeln weglässt,
darf man feststellen: Wir haben nach wie vor eines der besten
Testregimes in Europa.“ Das neue Testregime „gilt jetzt bis auf
weiteres. Wenn wir in den Herbst hineinkommen und wir mit einer neuen
Welle zu rechnen haben - dann haben wir die Voraussetzung, dass wir
das System auch von dieser Basis wieder hochfahren können“.
Rauch nimmt auch Stellung zu den Lockerungen ab 5. März und sagt:
„Die waren zu früh und zu umfassend. Man muss aber dazu sagen dass
damals auch die Prognosezahlen etwas anders waren. Die Fallzahlen
waren am Ende höher und– es war deshalb notwendig, die Maskenpflicht
wieder einzuführen.“
Seine Rolle als Gesundheitsminister sieht Rauch so: „Meine Aufgabe
ist es. den Fokus auf den Gesundheitsschutz zu legen etwas anderes
kann man von einem Gesundheitsminister nicht erwarten. Die Wirtschaft
nimmt ungern restriktive Maßnahmen im Kauf, weil sie – und das ist
legitim – Umsatzeinbrüche fürchtet. Mein Job ist es, auf die
Gesundheit zu achten.“
Rauch sitzt als Sozialminister auch in der Kommission, die die
Teuerung beobachtet: „Zunächst geht es mir darum, dort hinzuschauen,
wo Menschen mit ohnehin geringen Einkommen von der Teuerung betroffen
sind – und auch entsprechend zu agieren. Und eines ist auch klar:
Wo der Markt versagt, muss die Politik eingreifen. Bei den
Energiepreisen stelle ich bei manchen Konzernen eine gewisse
Goldgräberstimmung fest. Da wird man überlegen müssen wie und wann
man konkret gegensteuert.“
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