• 24.03.2022, 13:20:56
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Frauenring: Sieben tote Frauen seit Jahresbeginn – Quo vadis Gewaltschutz?

Politische Gleichgültigkeit macht betroffen!

Wien (OTS) - 

„In den ersten 12 Wochen wurden bereits sieben Frauen ermordet. Auch der 7. Femizid am 23. März zeigt, wo das wahre Problem liegt. Nämlich in den patriarchalischen Strukturen, wo Männer noch immer glauben, das Recht zu haben über das Leben von Frauen zu entscheiden,“ argumentiert die Vorsitzende des Österreichischen Frauenringes, Klaudia Frieben.

"Jeder Frauenmord ist einer zu viel! Jede Frau hat das Recht auf den Schutz ihres Lebens. Dafür hat der Staat durch eine gute Frauen- und Sicherheitspolitik zu garantieren“, fordert Klaudia Frieben, "betroffen macht allerdings auch, dass Frauenmorde offenbar politisch gleichgültig geworden sind. Die Regierung muss dringend handeln".   

„Bei besonders gefährlichen Gewalttätern reichen die derzeitigen Maßnahmen nicht aus, daher braucht es wirksamere Maßnahmen, flächendeckende Gemeinwesenarbeit gegen Partnergewalt wie „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“ und multi-institutionelle Fallkonferenzen, um gewaltbetroffene Frauen vor Femiziden und schwerer Gewalt zu schützen“ so Maria Rösslhumer, Stellvertretende Vorsitzende des ÖFRs. Trennung und Scheidungsabsichten sind die höchsten Risikofaktoren für Frauen, so auch bei gestrigen Frauenmord.  

 „Wir fordern nicht nur die sofortige Einrichtung eines Krisenstabes, der sich mit Gewalt gegen Frauen beschäftigt, sondern auch die Einbindung der erfahrenen Expertinnen aus dem Gewaltschutz- und Opferschutzbereich, die sich sehr niederschwellig mit der Gewaltprävention beschäftigen,“ so Frieben, „hier wird seitens der Regierung nicht mehr auf diese Expertisen gehört! Die Maßnahmen aus den Mitteln des Gewaltschutzpaketes 2021 entsprechen nicht der #istanbulkonvention. Es fehlt nicht nur der ganzheitliche Ansatz, sondern auch die notwendigen Mitteln von € 228 Millionen jährlich und 3.000 Vollzeitarbeitsplätzen“. 

Rückfragen & Kontakt

Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
office@frauenring.at
Tel. 0664/6145800

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