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Arbeitsmarktreform: Fokus muss auf Langzeitbeschäftigungslosigkeit liegen

Die Hälfte der österreichischen Langzeitbeschäftigungslosen lebt in Wien. Für sie fordert arbeit plus Wien anlässlich der Enquete zur Arbeitslosenversicherung Neu mehr Unterstützung.

  • Die Arbeitsmarktreform darf für Langzeitbeschäftigungslose nicht zur Armutsfalle werden
    Swantje Meyer-Lange, Vorsitzende arbeit plus Wien
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  • Deshalb darf es weder zeitliche noch betragsmäßige Kürzungen bei länger dauernder Arbeitslosigkeit geben.
    Swantje Meyer-Lange, Vorsitzende arbeit plus Wien
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  • Diese erfolgreichen Instrumente müssen weiter ausgebaut, vermehrt genutzt und adaptiert werden
    Swantje Meyer-Lange, Vorsitzende arbeit plus Wien
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  • Man sollte abgehen vom uneingeschränkten Fokus auf rasche Vermittlung und auch längerfristige Unterstützungsansätze ermöglichen: zum Beispiel durch eine stufenweise Reintegration in den Arbeitsmarkt – abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse der Leute, die als besonders arbeitsmarktfern gelten
    Christoph Parak, Geschäftsführer arbeit plus Wien
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  • Es ist besser, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren
    Christoph Parak, GF arbeit plus Wien
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  • Für eine erfolgreiche Arbeitsmarktreform braucht es eine stärkere Verzahnung der Systeme der sozialen Sicherung wie dem Arbeitsmarktservice, der Pensionsversicherungsanstalt, der Österreichischen Gesundheitskasse und dem Sozialministeriumservice mit dem Ziel eines inklusiven Arbeitsmarkts.“
    Christoph Parak, GF arbeit plus Wien
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Wien (OTS) - Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv, aber nicht alle Gruppen profitieren gleichermaßen vom Aufschwung: In Wien ist immer noch jede*r zweite Arbeitslose länger als ein Jahr ohne Job. Das bedeutet für viele eine enorme finanzielle Belastung. „Die Arbeitsmarktreform darf für Langzeitbeschäftigungslose nicht zur Armutsfalle werden“, fordert Swantje Meyer-Lange, Vorsitzende von arbeit plus. Dachverband - Soziale Unternehmen Wien. „Deshalb darf es weder zeitliche noch betragsmäßige Kürzungen bei länger dauernder Arbeitslosigkeit geben.“ Vielmehr sollte die Arbeitsmarktreform darauf abzielen, die Lebensumstände der (Langzeit-) Beschäftigungslosen zu verbessern.

Besonders wichtig ist eine gezielte und zukunftsorientierte Unterstützung auf dem Weg (zurück) in den Job. Unterstützung, für die es bestens erprobte Instrumente gibt, wie die befristete Beschäftigung, Qualifizierung und Beratung in Unternehmen des sogenannten zweiten Arbeitsmarkts. „Diese erfolgreichen Instrumente müssen weiter ausgebaut, vermehrt genutzt und adaptiert werden“, so Meyer-Lange. Oftmals stoßen die Unterstützungsmöglichkeiten derzeit an ihre Grenzen, wenn Betroffene aufgrund von unterschiedlichsten Vermittlungshemmnissen für die Arbeitsmarktintegration mehr als die üblicherweise veranschlagten sechs Monate Betreuung oder Beschäftigung in einem sozialen Unternehmen benötigen. „Man sollte abgehen vom uneingeschränkten Fokus auf rasche Vermittlung und auch längerfristige Unterstützungsansätze ermöglichen: zum Beispiel durch eine stufenweise Reintegration in den Arbeitsmarkt – abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse der Leute, die als besonders arbeitsmarktfern gelten“, schlägt Christoph Parak, Geschäftsführer von arbeit plus Wien, vor. Besonders wichtig ist es auch, die Möglichkeiten zu (Teil-)Qualifizierungen, Berufsausbildungen und Umschulungen auszubauen und mit einer existenzsichernden finanziellen Unterstützung zu begleiten.

Für jene, die nicht (mehr) in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden können, müssen längere oder sogar dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden, die eine Teilhabe am Arbeitsmarkt und gerechte Entlohnung bieten und innovativ gesellschaftliche Bedarfe abdecken. Auch hier gilt: „Es ist besser, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, so Parak. „Für eine erfolgreiche Arbeitsmarktreform braucht es eine stärkere Verzahnung der Systeme der sozialen Sicherung wie dem Arbeitsmarktservice, der Pensionsversicherungsanstalt, der Österreichischen Gesundheitskasse und dem Sozialministeriumservice mit dem Ziel eines inklusiven Arbeitsmarkts.“

arbeit plus. Dachverband – Soziale Unternehmen Wien
Der Dachverband vertritt seit 2001 Wiener Organisationen, die langzeitbeschäftigungslose Menschen beraten, qualifizieren und beschäftigen. Über 30.000 nutzen diese Angebote jährlich. Die Interessenvertretung repräsentiert knapp 60 Betriebe und Beratungseinrichtungen, hinter denen 30 Trägerorganisationen stehen.

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt: Mag.a Eva Schober, Öffentlichkeitsarbeit & PR
Taborstraße 24/18, 1020 Wien;
www.arbeitplus-wien.at
Tel. 01-720 38 80-15; 0664 811 92 02;
Mail: e.schober@arbeitplus-wien.at

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