- 05.03.2022, 09:25:23
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EU-Kindergarantie ist wichtiger Baustein zur Reduzierung von Armut und sozialer Ausgrenzung von Kindern
EU-Minister:innenkonferenz zur Europäischen Garantie für Kinder heute in Paris
Bei der heutigen Konferenz auf Einladung des französischen Ratsvorsitzes werden Modelle zur Umsetzung der Europäischen Garantie für Kinder besprochen. Die Bekämpfung von Kinderarmut ist ein zentrales Anliegen der österreichischen Bundesregierung. Die Bundesregierung bekennt sich daher auch zu den Zielen der kürzlich verabschiedeten Empfehlung für eine Europäische Kindergarantie. Zur Umsetzung wird aktuell ein Nationaler Aktionsplan erarbeitet. Die heutige Konferenz in Paris bietet einen Plattform für einen länderübergreifenden Austausch und die Möglichkeit von den europäischen Partner:innen zu lernen.****
Die EU-Kindergarantie hat zum Ziel sicherzustellen, dass alle Kinder und Jugendlichen Zugang zu wichtigen Dienstleistungen haben. Dazu gehören hochwertige frühkindliche Betreuung, Bildung und schulbezogene Aktivitäten, mindestens eine gesunde Mahlzeit pro Schultag, Wohnortnahe, hochwertige Gesundheitsversorgung, gesunde Ernährung und angemessener Wohnraum. Der Blick auf die Zahlen macht deutlich, wie wichtig die erfolgreiche Umsetzung der Kindergarantie ist. Noch immer sind fast 300.000 Kinder in Österreich von Armut betroffen. Laut einer aktuellen Studie der OECD weist Österreich zudem eine geringe soziale Mobilität auf, Armut und soziale Ausgrenzung werden in Österreich nach wie vor stark vererbt. Dieser Zyklus muss durchbrochen werden.
Neben der Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der EU-Kindergarantie, setzt Österreich bereits wichtige Maßnahmen in diesem Bereich. Ein wichtiger Beitrag, um Chancen auf gute Lebensbedingungen von Anfang an zu ermöglichen, ist etwa das Programm „Frühe Hilfen“. Sie zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Familien und Kindern frühzeitig zu verbessern. Insbesondere in belasteten Situationen – sei es finanzieller, sozialer oder gesundheitlicher Natur – brauchen Frauen und Familien in der Schwangerschaft oder der ersten Lebensphase mit einem Kind oft Unterstützung. Ein wesentliches Element dazu sind regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke, die betroffene Familien aktiv erreichen und über längere Zeit niederschwellig begleiten. Aktuell stehen mehr als der Hälfte der Bevölkerung in Österreich Frühe Hilfen-Angebote zur Verfügung. Ziel ist ein flächendeckender und bedarfsgerechter Ausbau.
Die nachhaltige Verankerung und Finanzierung der Frühen Hilfen ist in Vorbereitung. Die flächendeckende und bedarfsgerechte Bereitstellung ist eine zentrale Maßnahme im Nationalen Aktionsplan Österreichs zur Europäischen Garantie für Kinder. Deren Umsetzung war Thema bei der heutigen EU-Sozialminister:innen Konferenz in Paris, bei der Österreich durch Generalsekretärin Ines Stilling vertreten war.
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