- 04.03.2022, 16:24:18
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ÖJC verurteilt Zensur und Blockade ausländischer Medien in Russland
Putin tritt Pressefreiheit mit Füßen – extrem hohe Strafen für angebliche Fake-News
Utl.: Putin tritt Pressefreiheit mit Füßen – extrem hohe Strafen für
angebliche Fake-News =
Wien (OTS) - Als „ungeheuerlichen Anschlag auf die Presse- und
Medienfreiheit“ verurteilt der Präsident des Österreichischen
Journalist*innen Clubs, Oswald Klotz, das am Freitag von der
russischen Duma beschlossene „Knebelgesetz“, durch das eine freie,
unabhängige Berichterstattung aus Russland künftig unmöglich wird.
Die noch ausstehende Zustimmung des Föderationsrates, der zweiten
Parlamentskammer, ist nach Ansicht von Kremlkennern wohl nur eine
Frage der Zeit.
Ausländische Medien und der Zugang zu deren Websites wurden bereits
serienweise gesperrt bzw. abgedreht. Darunter BBC, Deutsche Welle,
Voice of America, die Internetzeitung Meduza und natürlich auch der
US-Propagandasender RadioFreeEuropa/RadioLiberty.
Die Folgen dieser Vorgangsweise für Auslandskorrespondenten sind noch
nicht völlig absehbar. Der ORF-Korrespondent in Moskau, Paul Krisai,
meinte, Journalisten würden „zu Mikrofonständern degradiert“.
Fake-News sei demnach alles, was nicht wortwörtlich von staatlichen
Medien übernommen werde. „Nicht erst ab heute wird in Russland die
Pressefreiheit mit Füßen getreten, aber das neue Zensurgesetz ist
ungeheuerlich, die österreichische Bundesregierung sollte
unverzüglich diplomatische Maßnahmen wegreifen“, so ÖJC-Präsident
Klotz.
Auf Grund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine hat der ÖJC
gleich zu Beginn der Kampfhandlungen sämtliche Kontakte zu russischen
regierungsnahen Journalistenorganisationen aus Eis gelegt.
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