- 28.02.2022, 08:40:08
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Land NÖ fördert Stiftungsprofessur für Pflegewissenschaft an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
LH Mikl-Leitner/LR Teschl-Hofmeister: Wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Pflegesystems
Utl.: LH Mikl-Leitner/LR Teschl-Hofmeister: Wichtiger Beitrag zur
Verbesserung des Pflegesystems =
St. Pölten (OTS/NLK) - Das Thema Pflege ist in Anbetracht der
derzeitigen Lage und des Bedarfs an Pflegepersonal besonders aktuell.
Als nächsten Schwerpunkt der Initiativen des Landes Niederösterreich
im Bereich der Pflege wird eine Stiftungsprofessur für
Pflegewissenschaft an der Karl Landsteiner Privatuniversität für
Gesundheitswissenschaften finanziert. „Wir wollen in der Pflege die
richtigen Entscheidungen treffen. Dafür braucht es als Grundlage die
Wissenschaft und ihre Erkenntnisse. Sie trägt nämlich dazu bei, unser
Pflege- und Gesundheitssystem nachhaltig zu verbessern. Es freut mich
daher, dass wir an der Karl Landsteiner Uni eine eigene
Stiftungsprofessur für Pflegewissenschaften einrichten konnten“, so
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Ziel der Stiftungsprofessur ist die Durchführung
pflegewissenschaftlicher Forschung zu den Schwerpunkten „Person
Centred Health Care“ und „Dementia Care“. Durch Forschung, die an
zentralen Problem- und Fragestellungen der Gesundheits- und
Krankenpflege ansetzt, wird nicht nur wissenschaftliche Expertise
erzeugt, sondern auch direkt und indirekt ein Beitrag zur Entwicklung
und Verbesserung des Pflege- und Gesundheitssystems geleistet.
Erfreut über die gemeinsame Einrichtung dieser Professur zeigt sich
auch die für Pflege zuständige Landesrätin Christiane
Teschl-Hofmeister: „Die Pflege ist ein dynamischer Bereich, der stets
an neue Entwicklungen und an den neusten Forschungsstand angepasst
werden soll. Es freut mich, dass wir im Land Niederösterreich mit
Univ.-Prof. Hanna Mayer eine absolute Expertin für dieses so wichtige
Projekt gewinnen konnten. Wir haben bereits in der Vergangenheit im
Rahmen von Projekten gut zusammengearbeitet und ich weiß, dass wir
gemeinsam in Zukunft durch die Erkenntnisse der Forschungen in den
beiden Schwerpunkten die Pflege noch besser an die Ansprüche unserer
Zeit anpassen können.“
Univ.-Prof. Hanna Mayer leitet seit Dezember 2021 den Fachbereich
Pflegewissenschaft an der Karl Landsteiner Privatuniversität für
Gesundheitswissenschaften in Krems. Sie leitete lange Zeit das
Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Wien und war
maßgeblich für dessen Aufbau, Wahrnehmung und guter Reputation im In-
und Ausland verantwortlich. Sie betont, wie wichtig es ist, dass
pflegerisches Handeln auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen
muss: „Im 21. Jahrhundert muss es selbstverständlich sein, dass
pflegerisches Tun - egal ob im Krankenhaus, zu Hause oder im
Pflegeheim – evidenzbasiert ist. Nur dann kann die Qualität der
Versorgung des einzelnen Menschen sichergestellt werden. Fragen, zum
Beispiel danach, was es bedeutet mit einer bestimmten Erkrankung zu
leben oder ob und warum welche Maßnahme bei wem wirkt, sind dafür
essenziell. Antworten darauf können nur durch Forschung gefunden
werden. Wenn der gesellschaftliche Auftrag von Pflege ist, Leiden
vorzubeugen oder sie zu lindern, so ist es der Auftrag der
Pflegewissenschaft, das Wissen dazu zur Verfügung zu stellen.“
Das Land Niederösterreich fördert diese Stiftungsprofessur für eine
Laufzeit von sechs Jahren mit einer Gesamtfördersumme von bis zu 2,45
Millionen Euro. Der Fokus auf die Förderung von Stiftungsprofessuren
ist für das Land Niederösterreich wichtig: „Durch die Förderung von
Stiftungsprofessuren wollen wir die Forschung stärken und ausbauen
und die internationale Sichtbarkeit des Forschungsstandortes
erhöhen“, so Mikl-Leitner.
Die Förderung der Stiftungsprofessur für Pflegewissenschaft ist nur
eine von vielen Maßnahmen des Landes Niederösterreich im Bereich der
Pflege. Erst vor kurzem wurden die ersten Details zum blau-gelben
Pflegepaket präsentiert. Dieses Paket umfasst unter anderem eine
Prämie für jene Auszubildende, welche im Anschluss an ihre Ausbildung
in Niederösterreich tätig werden. Weiters wurde bekanntgegeben, dass
es ab dem September 2022 50 Studienanfängerplätze im Bereich
Gesundheits- und Krankenpflege in Mistelbach geben soll, um der
Abwanderung von engagierten und fortbildungswilligen Pflegekräften
entgegenwirken zu können.
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