- 26.02.2022, 16:38:37
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Netzl/Heinzl: Sobotka ist nach fragwürdigen historischen Vergleichen untragbar
Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer fordert Rücktritt
Utl.: Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer fordert Rücktritt =
St. Pölten (OTS) - „Sobotka ist nach mehr als fragwürdigen und
unerträglichen historischen Vergleichen inakzeptabel als
Parlamentspräsident, in der zweithöchsten Funktion der Republik
Österreich“, kommentieren der Bundes-Vorsitzende des Bundes
sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Dr. Gerald Netzl und der
Landes-Vorsitzende Anton Heinzl, die Geschichtsvergleiche Sobotkas im
Club 3-Gespräch.
Sobotka setze die Lage der Ukraine mit Österreich 1945 gleich – also
den Angriffskrieg Russlands mit der Befreiung Österreichs vom
NS-Regime. Die Forderung, er solle den Vorsitz im U-Ausschuss
abgeben, setzte er mit der Ausschaltung des Parlaments 1933 gleich.
„Das ist eine Schande, eine Aussage, die fassungslos macht. Er muss
sich bei allen Österreicher*innen für diese Verletzung des Ansehens
Österreichs entschuldigen und zurücktreten. Er ist in seinem Amt
untragbar“, erklärt Netzl.
„Die Äußerungen Sobotkas zeichnen ein erschütterndes, dramatisches
Bild vom Geschichtsverständnis der Volkspartei“, zeigt sich Heinzl
erschüttert: „Es ist einfach unfassbar, dass die Ausschaltung des
Parlaments 1933 mit der Forderung, den Vorsitz im U-Ausschuss wegen
Befangenheit zurückzulegen, gleichgesetzt wird und
Kriegsflüchtlingen, die um ihr Leben laufen, die entsprechende Hilfe
mit abenteuerlichen Vergleichen im Zusammenhang mit dem Jahr 1945
abgesprochen wird. Hier werden historische Fakten völlig ignoriert
und bewusst beiseitegeschoben.“
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