• 24.02.2022, 13:52:05
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FP-Königsberger: Pflegenotstand führt bald zu Systemkollaps

„Pflegeblockade“ durch die niederösterreichische ÖVP beenden

Utl.: „Pflegeblockade“ durch die niederösterreichische ÖVP beenden =

St. Pölten (OTS) - Bei der heutigen "Aktuellen Stunde" im
Niederösterreichischen Landtag wurde auf Antrag der Freiheitlichen
das Thema Pflege behandelt. „Die Situation in den Pflegeberufen ist
mittlerweile derart dramatisch, dass es bald zu einem Systemkollaps
kommen könnte“, warnte der freiheitliche Seniorensprecher LAbg. Erich
Königsberger aus Niederösterreich und forderte unverzüglich Maßnahmen
um die Lage zu verbessern.

Pflege und Betreuung seien unbestritten das Zukunftsthema Nummer
eins. Bis 2030 würden österreichweit siebzig- bis einhunderttausend
zusätzliche Pflegekräfte benötigt. In Niederösterreich würden es in
zehn Jahren - nur um das System aufrechterhalten zu können - rund
15.000 zusätzliche Betreuungskräfte sein. „Jene Menschen, die im
Pflegebereich arbeiten, stoßen jeden Tag an ihre Grenzen der
Belastbarkeit und das nicht erst seit Corona. Einerseits sind die
Pflegeheime maßlos überfüllt und die Wartelisten werden immer länger.
Andererseits stehen Hunderte Betten leer, weil das Personal an allen
Ecken und Enden fehlt. Die Zeit des Redens ist vorbei, es ist höchste
Zeit zu handeln“, so Königsberger.

„Die FPÖ schlägt seit Jahren Alarm. Seit Beginn der Legislaturperiode
im Jahr 2018 haben wir Freiheitliche 15 Anträge mit Sofortmaßnahmen
eingebracht, um die Pflege im Land auf Vordermann zu bringen. Unsere
FPÖ-Anträge sind immer an der schwarzen Betonmauer abgeprallt. Der
akute Pflegenotstand ist also selbstverschuldet und nur die logische
Konsequenz einer völlig falschen und jahrelang verfehlten
Pflegepolitik“, betonte Königsberger.

Für die FPÖ NÖ liege der Schlüssel für eine sichere, effiziente und
qualitativ hochwertige Pflege in der Ausbildung der Jugend. „Wir
müssen bereits im Jugendalter ansetzen und Ausbildungsmöglichkeiten
schaffen. Der Lehrberuf Pflege ist die einzigartige Chance, um junge
Menschen zeitgerecht für diese Berufung zu gewinnen und den Bedarf
für die Zukunft abzusichern“, fordert Königsberger ein
flächendeckendes Ausbildungsmodell für Niederösterreich, bei dem die
Pflegeausbildung für Schüler bereits ab dem 15. Lebensjahr möglich
sein soll. „Das erklärte Ziel ist es, die Pflegekräfte der Zukunft im
eigenen Land auszubilden und den Fachkräftemangel nachhaltig zu
beenden. Unsere Jungen sind die Pflegekräfte von morgen“, so
Königsberger.

Pflegepersonal aus Bolivien, Kolumbien oder Vietnam einzukaufen, wie
das Mikl-Leitner bei der ÖVP-Klausur propagierte sei jedenfalls der
falsche Weg. „Das kann es wirklich nicht sein. Wir brauchen die beste
Pflege von unseren Landsleuten für unsere Landsleute. Ich will, dass
wir in die Ausbildung unserer Jungen im Land investieren, anstatt das
Geld nach Südamerika zu überweisen“, so Königsberger.

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