- 23.02.2022, 12:13:54
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Greenpeace: Abkehr von fossilem Gas ist Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise
Umweltschutzorganisation fordert Ausstieg aus klimaschädlichem, fossilem Gas - Österreich muss langfristig Importabhängigkeit beenden und in erneuerbare Energien investieren
Utl.: Umweltschutzorganisation fordert Ausstieg aus
klimaschädlichem, fossilem Gas - Österreich muss langfristig
Importabhängigkeit beenden und in erneuerbare Energien
investieren =
Wien (OTS) - Anlässlich der aktuellen Debatte um die gestiegenen
Gaspreise und mögliche Gaslieferengpässe fordert die
Umweltschutzorganisation Greenpeace eine langfristige Abkehr vom
Klimakiller Gas. Nicht nur bringt der Energieträger Europa in eine
gefährliche Abhängigkeit, er befeuert auch zusätzlich die Klimakrise.
Allein in Österreich werden 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen
durch Gas verursacht. Auch aktuell debattierte Alternativen wie
Flüssiggas sind langfristig keine Option, da sie ebenfalls
klimaschädlich sind und große Infrastrukturinvestitionen erfordern.
Damit die Vision von einem klimaneutralen Österreich bis 2040
Realität werden kann, muss der Ausstieg aus fossilem Gas jetzt
ernsthaft angegangen werden. Greenpeace fordert deshalb den Stopp von
Investitionen in klimaschädliche Gasinfrastruktur und den
stufenweisen Ausstieg aus Gas in Haushalten und Industrie, sowie den
Umstieg auf erneuerbare Energien.
“Fossiles Gas hat in unserem Energiemix nichts mehr verloren. Neben
Kohle und Öl befeuert Gas maßgeblich die Klimakrise, erhitzt unseren
Planeten und zerstört damit die Lebensgrundlage für zukünftige
Generationen”, mahnt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei
Greenpeace in Österreich. Einerseits entstehen bei der Verbrennung
von Gas enorme Mengen an CO2-Emissionen. Andererseits wirkt das im
Gas enthaltene Methan höchst klimaschädlich. Methan alleine ist für
30% der bisherigen globalen Erhitzung verantwortlich. Wegen Lecks bei
der weltweiten Verarbeitung und dem Transport von fossilen Energien
wurde 2021 so viel Methan freigesetzt, wie in Europas Gaskraftwerken
zur Stromerzeugung verwendet wurde - das zeigt ein heute
veröffentlichter Bericht der Internationalen Energieagentur IEA.
“Um die europäische Abhängigkeit von Gas zu beenden und gleichzeitig
die Klimakrise zu bekämpfen, müssen im ersten Schritt alle weiteren
Investitionen in fossile Infrastruktur gestoppt werden”, erklärt
Duregger. Auf EU-Ebene wird im Rahmen der Taxonomie gerade
verhandelt, ob fossile Gaskraftwerke als grün eingestuft werden
sollen, um damit umfassende Finanzierung zu erhalten. Dafür braucht
es jetzt eine klare Absage durch das EU-Parlament. Aber auch in
Österreich benötigt es ein klares Signal, dass Gas keine Zukunft hat.
Die Pläne im Regierungsprogramm steuern einen Ausstieg aus Kohle, Öl
und Gas an, der ordnungspolitische Rahmen fehlt aber noch. Greenpeace
fordert, das Erneuerbare Wärme-Gesetz rasch umzusetzen und eine
Wärmestrategie zu fixieren, damit der Phase-Out von Gasheizungen
besiegelt wird.
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