• 14.02.2022, 13:12:16
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Disoski/Grüne zum Equal Pay Day: Mit erhöhter Lohntransparenz gegen Gender Pay Gap

Bundesfrauenvorsitzende der Grünen für Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr

Wien (OTS) - 

Im Vorfeld zum morgigen Equal Pay Day fordert die Bundesfrauenvorsitzende der Grünen, Meri Disoski, einmal mehr verbesserte gesetzliche Regelungen für mehr Lohntransparenz: „Der geschlechtsspezifische Einkommensunterschied bedeutet nichts anderes, als dass Frauen 46 Tage im Jahr umsonst arbeiten. Diese geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung führt Frauen in Kombination mit der ungleichen Verteilung unbezahlter Arbeit nicht selten direkt in die Altersarmut. Um gegen diese Entwicklung anzukämpfen, können wir auf bereits erprobte Maßnahmen zurückgreifen. Internationale Beispiele zeigen, dass höhere Lohntransparenz zu mehr Lohngerechtigkeit führt. Das will ich endlich auch für Österreich“, sagt Disoski. Die derzeit geltenden Regeln zur Lohntransparenz bezeichnet sie als „völlig unzureichend“.

Konkret spricht sich die Frauenvorsitzende der Grünen einmal mehr für verpflichtende Einkommensberichte für Unternehmen ab 35 Mitarbeiter:innen aus, in denen einzelne Gehaltsbestandteile angeführt werden. Über Betriebsrät:innen sollen diese Berichte Mitarbeiter:innen zugänglich gemacht werden. „Wo ungleiche Bezahlung nachgewiesen wird, sollen meinen Vorstellungen nach Arbeitgeber:innen in der Pflicht sein, Maßnahmen zur Beendigung von geschlechtsbedingter Lohndiskriminierung zu setzen. Das ist eine Frage der Fairness gegenüber Frauen“, sagt Disoski.

Flankierend braucht es laut Disoski noch weitere Maßnahmen auf struktureller Ebene: „Kinderbetreuung ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Frauen das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit frei entscheiden können und nicht aus der Teilzeitfalle direkt in die Altersarmut rutschen. Der Rechtsanspruch auf eine ganztägige Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr hat deshalb für mich als Bundesfrauenvorsitzende der Grünen höchste Priorität.“ 

Darüber hinaus spricht sich Disoski einmal mehr für zeitgemäße Elternkarenz- und Elternteilzeit-Modelle aus: „Im Jahr 2022 sollte es selbstverständlich sein, dass Sorge-Arbeit partnerschaftlich geteilt wird. Mit modernen Elternkarenz- und Elternteilzeit-Modellen können wir den rechtlichen Rahmen dafür schaffen. All diese Vorschläge haben wir Grüne unserem Koalitionspartner gemacht. Ich hoffe sehr, dass die ÖVP ihre bisherigen Vorbehalte rasch überwinden kann.“

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