• 11.02.2022, 11:05:26
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Polaschek: „Erfolgreiche Frauenförderung in Wissenschaft und Forschung muss die gesamte Bildungskette umfassen.“

BMBWF setzt gezielt Schwerpunkt in der MINT-Förderung für Frauen

Utl.: BMBWF setzt gezielt Schwerpunkt in der MINT-Förderung für
Frauen =

Wien (OTS) - Es ist heuer genau 125 Jahre her, als 1897 mit der
Medizinerin Gabriele Possanner von Ehrenthal die erste Frau an einer
österreichischen Universität, der Universität Wien, promoviert hat.
Mittlerweile liegt der Frauenanteil bei den Doktoratssabschlüssen in
Österreich bei 40,1 Prozent. Für Wissenschaftsminister Martin
Polaschek hat das nicht zuletzt mit der gezielten Frauenförderung im
gesamten Wissenschafts- und Forschungsbereich zu tun, wie er
angesichts des heutigen „Internationalen Tages der Frauen und Mädchen
in der Wissenschaft“ am 11. Februar hervorhebt. „Wir sind auf einem
richtigen Weg, aber längst nicht am Ziel. Um als Wissenschafts- und
Forschungsnation erfolgreich zu sein, braucht Österreich kluge Köpfe
und junge Talente. Deshalb müssen wir weiterhin alles dafür tun, um
junge Frauen und Mädchen für Wissenschaft und Forschung zu gewinnen
und sie auf ihrem Bildungs- und Karriereweg bestmöglich
unterstützen“, so Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsminister
Martin Polaschek.

„Forschung, Innovation und Wissenschaft braucht Frauen. Nur so können
wir sicherstellen, dass wir Österreichs Potenzial voll ausschöpfen.
Gleichzeitig ist die Förderung von Frauen in forschungsintensiven
Branchen und den MINT-Fächern ein wichtiger Motor für die
Gleichstellung, denn es sind genau diese Branchen, die großes
Zukunftspotenzial haben. Daher müssen wir Mädchen und Frauen für
naturwissenschaftliche und technische Fächer begeistern! Mit
gezielten Projekten wie dem Girls Day im Bundeskanzleramt oder der
MINT Girls Challenge will ich das vorantreiben“, so Frauenministerin
Susanne Raab.

Für Bundesminister Polaschek hat dabei vor allem die Frauenförderung
im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften,
Technik) Priorität, in dem der Frauenanteil bis heute traditionell
besonders niedrig ist. Gerade einmal 38,1 Prozent der ordentlichen
MINT-Studien an Universitäten werden von Frauen gewählt, über alle
Studienfächer hinweg beträgt ihr Anteil 53,9 Prozent. 37,9 Prozent
der Studienabschlüsse in MINT-Fächern an Universitäten entfallen auf
Frauen, während ihr Anteil bei den Studienabschlüssen insgesamt bei
55,8 Prozent liegt.

Gleichstellung ist zentraler Schwerpunkt an Universitäten und
Hochschulen

Deshalb hat sich die Bundesregierung genau in diesem Zusammenhang
viel vorgenommen. Bis 2030 soll es gelingen, die MINT-Graduierten
über alle Hochschulsektoren hinweg um 20 Prozent zu steigern und im
Speziellen in den technischen Fächern den Frauenanteil um 5 Prozent
zu erhöhen. So sieht es die aktuelle Strategie für Forschung,
Technologie und Innovation (FTI-Strategie) unter anderem vor. Um das
zu erreichen, sind die Hochschulen und gerade die Universitäten
gefordert. Deshalb sind die MINT-Förderung und die MINT-Förderung
speziell für Frauen zentrale Schwerpunkte in den aktuellen
Leistungsvereinbarungen der Universitäten 2022 bis 2024, die
Studieninteressierte ebenso umfasst, wie Studierende, Lehrende,
Forschende oder das nichtwissenschaftliche Personal. Sie sehen etwa
unter anderem vor, dass ein Drittel der zusätzlich finanzierten 60
Professuren und äquivalenten Stellen neuerlich im MINT-Bereich
geschaffen werden und dass Besetzungen ganz generell
geschlechtergerecht erfolgen soll. Bereits in der Vorgängerperiode
2019 bis 2021 wurde darauf ein Augenmerk gelegt.

Ähnliches gilt für die Fachhochschulen, die sich mitten in einer
Ausbauoffensive befinden. Bis 2024 werden laut dem aktuellen
FH-Entwicklungsplan insgesamt über 3.700 Studienplätze in den
Bereichen MINT und Digitalisierung geschaffen. Die entsprechenden
Ausschreibungen sind bereits erfolgt. Die Vergabe neuer Studienplätze
wurde unter anderem an die Vorlage schlüssiger Konzepte zur Gewinnung
junger Frauen und Mädchen geknüpft.

Erfolgreiche MINT-Förderung für Frauen zielt langfristig auf
einen Kulturwandel ab

Das ist ganz generell ein zentrales Ziel des Bundesministeriums für
Bildung, Wissenschaft und Forschung, das deshalb zahlreiche
Initiativen zur MINT-Förderungen betreibt und unterstützt. Sie
umfassen bei weitem nicht nur den Wissenschafts- und
Forschungsbereich. Das hat auch einen guten Grund. „Mehr Frauen für
den MINT-Bereich zu begeistern und an Bord zu holen, muss daher die
gesamte Bildungskette umfassen, vom Kindergarten bis zum
Hochschulstudium, bis hin zur Erwachsenenbildung. Daher habe ich
veranlasst, dieses Ziel gesamthaft anzugehen, im Bildungsbereich
ebenso wie im Wissenschafts- und Forschungsbereich. Ziel ist, nicht
nur kurzfristig spürbare Verbesserungen bei der
Geschlechtergerechtigkeit herbeizuführen, sondern langfristig einen
Beitrag zu einem echten Kulturwandel zu leisten und
Geschlechterparität zu schaffen“, sagt Wissenschaftsminister
Polaschek.

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