- 03.02.2022, 10:52:44
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Wissenschaftsminister Polaschek verleiht Käthe Leichter Förderpreis an Anita Thaler
Wien (OTS) - Der vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Forschung gestiftete Käthe Leichter Förderpreis für Frauenforschung,
Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt 2021 wird
von Bundesminister Martin Polaschek an die Erziehungs- und
Bildungswissenschafterin Anita THALER verliehen.
Der Käthe Leichter Preis wird für hervorragende Leistungen um die
Frauen- und Geschlechterforschung im Bereich der Sozial-, Geistes-und
Kulturwissenschaften wie auch um die Frauenbewegung und die
Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit verliehen. Die Nominierung
sowie die Auswahl der Preisträgerinnen erfolgen durch eine
unabhängige Jury.
Thaler wird für ihre Verdienste im Bereich der internationalen,
feministischen Technik- und Wissenschaftsforschung ausgezeichnet,
sowie für ihre hohe Kompetenz, mit Blick auf die gesamte
Bildungskette dieses Wissen in die Praxis zu transferieren und für
die Weiterentwicklung von Bildungs- und Forschungseinrichtungen
aufzubereiten.
Anita THALER ist als Erziehungs- und Bildungswissenschafterin und
zertifizierte Arbeitspsychologin Projektleiterin am
Interdisziplinären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur
(IFZ) in Graz. Sie leitet dort seit 2008 den Forschungsbereich
Gender, Science and Technology und ist dort auch Ombudsperson für
Gleichstellung. Sie war maßgeblich an der Entwicklung und
Implementierung eines Gleichstellungsplans im IFZ Organisation
beteiligt.
Die Erforschung der Bedeutung von Geschlecht im Bereich der
Technikgestaltung, der Technikvermittlung und im Bereich der
technischen Ausbildungen verfolgt Thaler seit fast 20 Jahren. Ihre an
der Universität Graz mit Auszeichnung abgeschlossene Dissertation war
2007 auch mit dem Gabriele Possaner-Preis ausgezeichnet worden. 2010
erhielt sie den österreichischen Berufsbildungsforschungspreis für
ihre Begleitstudie zum ersten „HTL-Kolleg für Frauen“.
Aktuell ganz besonders hervorzuheben sind ihre Verdienste im Rahmen
der europäischen Forschungskooperationen durch die Leitung von
Arbeitspaketen z.B. im Rahmen des HORIZON-Programms. Ein weiterer
Fokus liegt auf den Bereichen der Industrieforschung und der
Medizintechnologie, wo Thaler einen Beitrag dazu leistet, dass
Technologien geschlechtergerechter und damit qualitätsvoller
konzipiert werden.
Von hoher Praxisrelevanz sind auch ihre partizipativen
Forschungsprojekte mit Schülerinnen und Schülern (z.B. im Rahmen des
Sparkling-Science-Programms des BMBWF). Ihre in diesem Rahmen
entwickelte Vehikel-Theorie zeigt auf, dass alle Schüler und v.a.
auch die Schülerinnen durch verstärkte interdisziplinäre Zugänge für
Technik und Wissenschaft zu gewinnen und zu begeistern sind, wenn an
ihren jeweiligen Interessen angeknüpft wird.
„Anita Thaler generiert durch ihre umfassenden Arbeiten im
interdisziplinären Bereich zwischen Technologie und
Geschlechterforschung nicht nur neues Wissen, sondern bereitet dieses
auch für die praktische Nutzung auf. Mit ihrer Arbeit leistet sie
damit einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für
Gleichstellungsthemen in der Gesellschaft und zur Weiterentwicklung
dieses wichtigen Querschnittsthemas an Bildungs- und
Forschungseinrichtungen. Ich bedanke mich bei Anita Thaler und freue
mich, diesen Preis übergeben zu dürfen“, so Bildungs-, Wissenschafts-
und Forschungsminister Martin Polaschek.
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