Der ORF/MDR-Eventthriller zu Falcos Superhit: „Jeanny – Das 5. Mädchen“ mit Theresa Riess und Manuel Rubey am 30. Jänner

Außerdem zu Falcos 65. Geburtstag im ORF: Zwei Dokus und Dacapo für „Falco – Verdammt, wir leben noch!“

Wien (OTS) - Junge Mädchen verschwinden. Jeder verdächtigt jeden. Und dann: Die skandalöse Liebesgeschichte zwischen einem vermeintlich psychopathischen Stalker und dem Objekt seiner Begierde. Inspiriert von Motiven und dem mehrdeutigen Text des berühmten Falco-Songs, der Mitte der 1980er Jahre für Aufregung sorgte, gibt die Wienerin Theresa Riess „Jeanny – Das 5. Mädchen“, eine 19-jährige Schülerin, die sich in den mysteriösen Steuerberater Johannes (gespielt von Manuel Rubey) verliebt und, gefangen zwischen Liebe, Angst, Mitleid und Misstrauen, in größte Gefahr gerät. Mit diesem ORF/MDR-Eventthriller – zu sehen am Sonntag, dem 30. Jänner 2022, um 20.15 Uhr – gratuliert ORF 2 Johann Hölzel aka Kultstar Falco, der am 19. Februar 65 Jahre alt geworden wäre. Neben Theresa Riess und Manuel Rubey sind in weiteren Rollen u. a. auch Eva Herzig, Patricia Aulitzky, Steffen Schroeder, Laura Bilgeri, Johann Nikolussi, Zeynep Buyrac, Martin Brambach und Martin Feifel zu sehen. Regie bei diesem im Herbst 2020 in Niederösterreich (Mödling und Umgebung) gedrehten Spielfilm führte Andreas Kopriva nach einem Drehbuch von Andreas Karlström und Thorsten Wettcke.

Noch mehr Falco im ORF

Den Auftakt macht Manuel Rubey in dem vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Biopic „Falco – Verdammt wir leben noch!“ am Samstag, dem 29. Jänner, um 21.50 Uhr in ORF 1. Mit „Jeanny – wie alles begann. Falco – Forever Young“ zeigt ORF 2 am Sonntag, dem 30. Jänner, um 23.15 Uhr Patrick Hiblers Falco-Porträt aus dem Jahr 2017. Die mit neuen Infos und neuem Archivmaterial erweiterte Fassung zeichnet anlässlich des 65. Geburtstags das Leben des Ausnahmekünstlers nach. Es kommen Falco-Kenner/innen und -Wegbegleiter/innen wie André Heller, Niki Lauda, Markus Spiegel, Gottfried Helnwein, Barbara Stöckl, aber auch sein Vater Alois Hölzel, in einem seiner raren Interviews, zu Wort. Zudem sind zahlreiche, bereits verschollen geglaubte Highlights aus dem ORF-Archiv zu sehen.

Theresa Riess: „Laute Freudenschreie“

„Jeanny – Das 5. Mädchen“ ist Theresa Riess’ erste große Hauptrolle im Fernsehen. Riess über den Moment, als sie die Zusage für die Rolle erhalten hat: „Es war ein unglaubliches Gefühl! Der Anruf kam so überraschend, da erst wenige Tage seit dem Casting vergangen waren. Ich erinnere mich, dass ich laute Freudenschreie von mir gegeben habe und gerührt war und es nicht glauben konnte. Und dann habe ich mit klopfendem Herzen meine Familie und Freunde kontaktiert.“ Die Drehbuchautoren wurden von dem Falco-Hit „Jeanny“ zu diesem Film inspiriert. Der Song führte 1986 – zwölf Jahre vor Riess’ Geburt – die Charts an und war ein großer Skandal. Welche Verbindung sie zu Falcos Musik hatte, bevor Sie die Rolle übernommen hat? „Natürlich kannte ich den Song schon vorher! Es ist unmöglich, ihn nicht zu kennen. Im Radio läuft Falco noch immer auf und ab. Ich persönlich verbinde mit Falcos Musik Feierabende – es kommt mir vor, dass es immer zumindest einen Moment bei Feiern, zumindest in Österreich, gibt, in dem ein Song von Falco auf der Playlist abgespielt wird. Mir fällt da gleich das Lied ,Junge Römer‘ ein.“

Manuel Rubey: „Ich verbinde viel mit Falcos Musik“

„Ich spiele nie wieder Falco“, ließ Manuel Rubey nach seiner Titelrolle im Biopic „Verdammt, wir leben noch!“ (2008) wissen. Für „Jeanny – Das 5. Mädchen“ stand Manuel Rubey in einem von einem Falco-Hit inspirierten Film als undurchschaubarer Steuerberater Johannes vor der Kamera. Was Rubey mit Falcos Musik und insbesondere dem Song „Jeanny“ verbindet? „Ich verbinde viel mit Falcos Musik, weil ich mich lange Zeit sehr intensiv mit ihr beschäftigt habe. Sie ist mir daher sehr nah und vertraut. Mit ,Jeanny‘ verbinde ich die Geschichte, die mir die Bolland-Brüder dazu erzählt haben: Die beiden hatten den Song in einer Dreiviertelstunde geschrieben, als Reaktion auf die Nachricht, dass ein Mädchenmörder, der in Holland sein Unwesen getrieben hatte, endlich gefasst worden war. Sie hatten den Text in der dritten Person geschrieben. Der geniale Zug von Falco war, dass er sagte: Ich singe es in der Ich-Form.“ Und weiter über die Rolle: „Mich hat gereizt, dass ein offenbar in der Kindheit schwer verstörter und missbrauchter Charakter im Erwachsenenleben versucht, mit Akkuratesse und Pedanterie den Schmerz und den Wahn unter Verschluss zu halten, und alles daransetzt, ein bürgerliches Leben zu führen.“

Mehr zum Inhalt

In einer beschaulichen Kleinstadt in der Nähe von Wien verschwinden seit Jahren in immer kürzer werdenden Abständen Mädchen zwischen 18 und 20 Jahren spurlos. Die Bevölkerung ist beunruhigt, wirft der Polizei Inkompetenz vor. Weil Kommissar Degner nicht weiterkommt, formiert sich eine Bürgerinitiative zum Schutz der Jugendlichen.

Als die 19-jährige Schülerin Jeanny (Theresa Riess), die noch auf der Suche nach ihrem Platz in ihrer Familie und der Gesellschaft ist, auf den geheimnisvollen, aber charmanten Steuerberater Johannes (Manuel Rubey) trifft, hat diese Begegnung zunächst etwas Bedrohliches. Aber Johannes sieht so viel mehr in Jeanny als nur ein unschuldiges Mädchen. Und er gibt Jeanny, die in jungen Jahren schon ihren Vater verloren hat, Halt und Anerkennung. Er hilft ihr, die Matura zu bestehen, er weckt ihr Selbstbewusstsein und gibt ihr die Wertschätzung, die sie vermisst. Zwischen den beiden wächst eine ungewöhnliche Liebe, die zunächst vor allen geheim gehalten wird.

Doch als Jeanny entdeckt, dass Johannes sie ausspioniert, dass er sie heimlich fotografiert hat und dass er nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat, wächst das Misstrauen in ihr. Sie findet heraus, dass es ein dunkles Geheimnis in Johannes’ Vergangenheit gibt, und verstrickt sich in einem Konflikt zwischen Mitleid, Liebe und Misstrauen.

Als Jeannys beste Freundin Luzia (Laura Bilgeri) verschwindet, fällt der Verdacht auf Johannes. Das Klima des Misstrauens und der Angst spitzt sich zu, die aufgebrachten und verängstigten Bürgerinnen und Bürger wollen einen Schuldigen und alles spricht gegen Johannes. Jeanny ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Angst um ihre beste Freundin und ihrer Sorge, dass ein Unschuldiger, ihre große Liebe, zum Sündenbock gemacht wird. Ihr Wunsch das Richtige zu tun, bringt sie dabei selbst in größte Gefahr …

„Jeanny – Das 5. Mädchen“ ist eine Koproduktion von ORF und MDR, der Rowboat Film- und Fernsehproduktion in Koproduktion mit der Graf Filmproduktion, gefördert von Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich.

Auf Flimmit (flimmit.at) kann „Jeanny – Das 5. Mädchen“ seit 23. Jänner gestreamt werden.

Auf der ORF-TVthek werden der Eventthriller „Jeanny – Das 5. Mädchen“ österreichweit sowie die Dokumentationen „Jeanny – Wie alles begann. Falco – Forever Young“ und „Wiener Zeitgeist – Aufbruch in die 80er“ weltweit als Live-Stream bereitgestellt und nach der TV-Ausstrahlung für sieben Tage als Video-on-Demand verfügbar sein. Auch die Sendungen der beiden ORF III-Themenabende werden, sofern entsprechende Online-Lizenzrechte vorliegen, auf der ORF-TVthek bereitgestellt.

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