Erneuerbaren-Ausbau schützt Klima, sichert und unterstützt die Wirtschaft

Erneuerbare Energie Österreich fordert Bundesministerin Köstinger auf Invest-Verordnung freizugeben

Wien (OTS) - Erneuerbare Energien sind der Grundpfeiler der Energiewende und des Klimaschutzes. Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) verwehrt sich, als Hauptgrund für die Bodenversiegelung in Österreich dargestellt zu werden. „Von Ministerin Köstinger hat sich die Branche erwartet, dass sie als Landwirtschaftsministerin und als ehemals für das Thema Energie zuständige Ministerin mit der Faktenlage vertraut ist“, bemerkt Christoph Wagner, Präsident des EEÖ und fordert die Bundesministerin auf, die Verordnung für die Investförderungen freizugeben. „Österreich muss endlich mit dem Ausbau der Erneuerbaren beginnen, um die Versorgungssicherheit zu garantieren und den Wirtschaftsstandort zu stärken.“

Der EEÖ, die Vertretung der Unternehmen für Österreichs Energiezukunft, zeigt sich angesichts der Aussagen von Bundesministerin Elisabeth Köstinger (BMLRT) im gestrigen Ö1 Morgenjournal höchst irritiert. „Wir waren fassungslos, dass Ministerin Köstinger tatsächlich das Problem der Bodenversieglung mit der Energiewende in Verbindung bringt und sinngemäß die Ausbauziele im Bereich Erneuerbarer Energien für eine Gefährdung der österreichischen Bodenschutzziele verantwortlich macht!“, so Christoph Wagner.

Für die Fundamentfläche einer Windkraftanlage werden lediglich ca. 400 m2 Boden versiegelt, und um die Ziele des EAG zu erreichen, brauchen wir ca. 1000 neue Windkraftanlagen. „Mit der aktuell an rund 8 Tagen versiegelten Fläche hätten wir die Fundamente für das gesamte Ziel bis 2030 abgedeckt!“, macht Wagner den geringen Flächenverbrauch der Windkraft deutlich, und selbst diese wird nach der Betriebszeit des Windrades wieder rückgebaut und steht dann wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung.

Der EEÖ ist auch höchst verwundert, dass die Ministerin mit ihrer Aussage auch den Photovoltaik-Ausbau diskreditiert. „Von den 11 TWh PV-Strom bis 2030 wird rund die Hälfte auf Gebäuden gewonnen. Die restlichen Anlagen werden auf bereits versiegelten oder minderwertigen Flächen, wie etwa Parkplätzen oder Deponien, Platz finden. Bei jenen, die auf Grünland entstehen werden, bleibt der Boden versickerungsoffen. Innovative Konzepte ermöglichen dort eine gleichzeitige landwirtschaftliche Nutzung und Biodiversitätsflächen. Eigentlich hätten wir uns von Ministerin Köstinger erwartet, dass ihr das als Landwirtschaftsministerin und als ehemals für das Thema Energie zuständige Ministerin bekannt ist!“, so Wagner, der hofft, dass dem BMLRT klar ist, dass auch bei der Wasserkraft kein erwähnenswerter Bodenverbrauch auftritt.

Besondere Brisanz erhielten die Aussagen von Ministerin Köstinger noch, als sie die Überlegung zur Sinnhaftigkeit von Erneuerbaren Energieprojekten und eine Abwägung von ökonomischen zu ökologischen Vorteilen forderte und gleichzeitig die Schaffung von Chalets und Infrastruktur für den Wintertourismus außer Streit stellte.

„Abgesehen vom marginalen Bodenverbrauch der Energiewende fällt uns eigentlich kein Vorhaben ein, bei dem sich sowohl ökologischer als auch ökonomischer Vorteil in so hohem Maße decken bzw. sogar verstärken. Die erneuerbare Energiegewinnung schützt nicht nur unser Klima und damit unsere Lebensgrundlage, sie sichert damit auch die weitere Nutzbarkeit der heimischen Böden für die Landwirtschaft und stellt unsere Energieversorgung durch regionale Stromproduktion sicher. Damit gewährleistet sie Versorgungssicherheit und stabile Preise und stärkt so unseren Wirtschaftsstandort“, zeigt sich Wagner enttäuscht, dass das offensichtlich im BMLRT noch nicht erkannt wird. Der EEÖ sieht nun auch hier eine mögliche Ursache, dass die überfällige Verordnung für Investitionszuschüsse auf Basis des EAG immer noch in der Koordinierung zwischen BMK und dem BMLRT hängt. „Es sind nun alle gut beraten, von derart unangebrachten Ablenkungsmanövern abzusehen und den Weg für die so wichtige Energiewende freizumachen und aktiv daran mitzuwirken!“, schließt Wagner.

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