Österreichisches Weltraum Forum (ÖWF): „Ministerium soll ESA-Forschungseinrichtung unterstützen, nicht verzögern!“

Richtigstellung zur parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bundesministerin Gewessler

Hier wird eine Forschungseinrichtung verzögert, die für den F&E-Standort Österreich in den nächsten Jahren große Chancen eröffnet, bei internationalen Projekten mit dabei zu sein. Noch dazu, wo die Kosten für das ESALab durch das ÖWF selbst und seine Kooperationspartner gedeckt werden würden. Es wurde nicht um Finanzierung seitens des Klimaministeriums angesucht. Österreich droht den Anschluss zu verlieren an den rasch wachsenden privaten Weltraum-Technologie Sektor.
ÖWF-Vorstand Willibald Stumptner

Innsbruck/Wien (OTS) - Die European Space Agency (ESA) bietet Mitgliedsländern mit der "ESALab"-Initiative die Option, zu Weltraumthemen zu forschen, welche für zukünftige ESA-Projekte relevant sind. Auch in Österreich könnte es bereits ein ESALab geben. „Nachdem das Österreichische Weltraum Forum vor allem im Bereich Mars-Simulationen seit Jahren erfolgreich tätig ist und international einen hervorragenden Ruf u.a. bei Raumfahrt-Agenturen genießt, gab es dazu Sondierungsgespräche zwischen der ESA und dem ÖWF, die aber nach der Einbindung des für Raumfahrt zuständigen Klimaministeriums ins Stocken kamen“, so ÖWF-Vorstand Willibald Stumptner.

Mit Erstaunen hat das ÖWF zur Kenntnis genommen, dass die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zur Errichtung eines ESALabs am 22. Dezember 2021 durch Klimaministerin Leonore Gewessler keine klaren Signale für eine Unterstützung dieses zivilgesellschaftlichen F&E Engagements erkennen lässt. Mehr noch: In der Anfragebeantwortung entsteht der Eindruck, dass das ÖWF die notwendigen Informationen zu einem Kooperationsabkommen nicht bereitgestellt hätte. Dies weist das ÖWF als nicht richtig zurück, da die gelieferten Unterlagen die ESA Kriterien vollinhaltlich erfüllen. Darüber hinaus gestellte Anforderungen kommen nur von nationaler Seite und gehen über das von der ESA geforderte Maß deutlich hinaus, obwohl das Klimaministerium hier kein Vertragspartner ist. „Es ist erstaunlich, in welchem Ausmaß es vom Ministerium zusätzliche Forderungen betreffs der Errichtung eines ESALabs’ gibt, die in keinem anderen europäischen Mitgliedstaat der ESA so üblich und schwer nachvollziehbar sind.“

ÖWF-Vorstand Willibald Stumptner: „Hier wird eine Forschungseinrichtung verzögert, die für den F&E-Standort Österreich in den nächsten Jahren große Chancen eröffnet, bei internationalen Projekten mit dabei zu sein. Noch dazu, wo die Kosten für das ESALab durch das ÖWF selbst und seine Kooperationspartner gedeckt werden würden. Es wurde nicht um Finanzierung seitens des Klimaministeriums angesucht. Österreich droht den Anschluss zu verlieren an den rasch wachsenden privaten Weltraum-Technologie Sektor.

Mit diesen Verzögerungen werde, so Stumptner, österreichischen Unternehmen, aber vor allem auch jungen Menschen der Zugang zu einer zukunftsträchtigen Branche erschwert. Diese befindet sich gerade in einem massiven Umbruch und macht einen gewaltigen Sprung vorwärts. Österreich sollte rasch und ganz vorne mit dabei sein. Das ÖWF ist bereit, dafür seinen Beitrag zu leisten.

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Direktor Österreichisches Weltraum Forum
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