• 30.12.2021, 12:04:26
  • /
  • OTS0057

ORF-„matinee“: „Gugelhupf-Geschichten“, „Marcel Prawy – Die wahre Freude erleben“, „Orte der Kindheit – Piotr Beczala“

Am 2. Jänner ab 9.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 2. Jänner ab 9.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Die „matinee“ am ersten Sonntag des neuen Jahres, am 2.
Jänner 2022 um 9.05 Uhr in ORF 2, würdigt zwei Publikumslieblinge der
Opernwelt: Nach einem kulturkulinarischen Auftakt mit der
Dokumentation „Gugelhupf-Geschichten“ erinnert der von Teresa Vogl
präsentierte ORF-Kulturvormittag mit dem Porträt „Marcel Prawy – Die
wahre Freude erleben“ (9.50 Uhr) an den legendären Opernführer der
Nation, dessen Geburtstag sich gerade zum 110. Mal jährte. Den 55.
Geburtstag feierte kürzlich Startenor Piotr Beczala, den ein Film der
Reihe „Orte der Kindheit“ (10.25 Uhr) zu seinen Wurzeln in der
polnischen Heimat begleitet.

„Gugelhupf-Geschichten“ (9.05 Uhr)

Der „Gugelhupf“ ist nicht nur ein Stück österreichischen Kulturguts –
es gibt diesen Kuchen in verschiedenen Ausführungen weit über die
Grenzen des Landes hinaus. Seit dem Biedermeier ist der heutige
Mehlspeisenklassiker der Inbegriff von Kaffeejause oder
Sonntagsfrühstück. Saftig, buttrig, dottergelb, mit Rosinen oder mit
kleinen Schokostücken, auch Biskuitteig, Sandteig oder Germteig in
den verschiedensten Variationen – all das kann ein guter Gugelhupf
sein. „Schober“, „Königs-Gugelhupf“, „Mostpudding“ oder „saurer
Kougelhopf“ heißen einige seiner Varianten. Genauso, wie es
unterschiedliche Namen gibt, existieren auch unterschiedliche
Backformen. Eine der bekanntesten ist die hohe Kranzform aus Metall,
Keramik, Glas oder Silikon, die klassischen Pudding-Formen ähnelt, in
der Mitte eine Öffnung hat und den Teig dadurch gleichmäßiger garen
lässt. In der Dokumentation von Anita Lackenberger verraten
begeisterte Bäckerinnen und Bäcker ihre Gugelhupf-Anekdoten und
Lieblingsrezepte.

„Marcel Prawy – Die wahre Freude erleben“ (9.50 Uhr)

Er war bekannt als der „Opernführer der Nation“ – keinem anderen
gelang es, so eindrucksvoll Oper zu erklären und die Liebe zu diesem
Genre anderen weiterzugeben: Marcell Horace Frydmann Ritter von
Prawy, so sein ursprünglicher Name, stammte aus einer jüdischen
Hofbeamtenfamilie. Er studierte Rechtswissenschaften und absolvierte
neben seinem Studium immer wieder musikwissenschaftliche Vorlesungen
bei Egon Wellesz. Als Privatsekretär des legendären Sängers Jan
Kiepura konnte er der Verfolgung des nationalsozialistischen Regimes
durch Emigration in die USA entkommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam
Prawy 1946 als US-Soldat wieder nach Wien und brachte das Musical von
den Staaten auf den europäischen Kontinent. 1950 quittierte er den
Dienst bei den US-Streitkräften und trat als Veranstalter von
Musikabenden im Wiener Kosmos-Kino auf. Es verging kein Tag, an dem
er nicht seine geliebte Oper besuchte. 1955 wurde er Chefdramaturg an
der Wiener Volksoper, 1972 dann an der Staatsoper. Viele
Einrichtungen wie die heute überall beliebten
Opern-Einführungsmatineen gehen auf seine Initiative zurück. Im 2011
gestalteten Filmporträt von Heidelinde Rudy und Christoph
Wagner-Trenkwitz erzählen Personen, die mit Marcel Prawy eng
zusammengearbeitet haben, von ihren Erinnerungen an ihn und geben
zahlreiche Anekdoten mit und über ihn zum Besten. Seine umfangreiche
Sammlung an Musikdokumenten, die sich in den legendären
Plastiksackerln befanden, wurde nach seinem Tod der Stadt Wien
vermacht.

„Orte der Kindheit – Piotr Beczala“ (10.25 Uhr)

Peter Schneeberger begibt sich in der beliebten ORF-Reihe „Orte der
Kindheit“ mit Künstlerinnen und Künstlern zurück an ihre Ursprünge,
zu dem, was sie geprägt hat. Diesmal erlaubt Startenor Piotr Beczala
einen privaten Blick in seine Vergangenheit. In seinem Refugium im
südlichen Polen singt der Weltstar am Lagerfeuer Pfadfinderlieder,
erzählt, warum er den Gemüsegarten seines Vaters hasste und wie ein
Karpfen im Ruderboot sein Leben verändert hat. Beczala nennt sich
selbst einen glücklichen Tenor. Er gilt in der Opernwelt als einer
der besten seines Fachs, doch seine Karriere überraschte ihn selbst
wohl am meisten. Beczala begann ganz bescheiden – u. a. als
Straßensänger in Wien. Die erste Gage waren ein paar Schillinge in
seinem Hut. Was er damit angestellt hat und wie sein Leben
weiterging, erzählen er und seine Frau Kasia in diesem von Ute
Gebhardt gestalteten Film mit anekdotischem Witz und einer großen
Portion Liebenswürdigkeit.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel