• 27.12.2021, 21:30:02
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  • OTS0072

Oö. Volksblatt: "Rendi & Weltrevolution" (von Manfred MAURER)

Ausgabe vom 28. Dezember 2021

Utl.: Ausgabe vom 28. Dezember 2021 =

Linz (OTS) - Die SPÖ kennt kein Pardon mit sie nervenden
Nachwuchspolitikern. Im Sommer hatte die Junge ÖVP wegen eines
SPÖ-kritischen Tweets sofort eine Klage am Hals.
Man müsste daher erwarten, dass die Parteianwälte von der
Vorsitzenden Rendi-Wagner schon mit der Einleitung entsprechender
Schritte beauftragt worden sind, nachdem eine politische
Jugendorganisation am Christtag auf Facebook dieses kundtat: „Hinter
dem Faschismus steht der Kardinal.“ Gemeint sein konnte nur Christoph
Schönborn, Österreichs einziger Purpurträger. Dazu gab es die
Empfehlung, die Weihnachtsfeiertage „zur Planung der sozialistischen
Weltrevolution“ zu nützen.
Starker Tobak, wenn man bedenkt, dass die sozialistische
Weltrevolutionsfantasterei 100 Millionen Tote gefordert hat. Trotzdem
gehört es unter Sozialdemokraten fast zum guten Ton, als Juso
kommunistisch angehaucht gewesen zu sein. So mancher Roter kokettiert
ungeachtet der historischen Horrorbilanz mit revolutionären Irrungen
seiner Jugendzeit. Von Rendi-
Wagner ist derlei nicht überliefert, aber sie weiß um die Bedeutung
der geschichtsvergessenen Weltrevolutionsromantik für ihre
Junggenossen. Also wird sie den Wiener Verband Sozialistischer
Student/innen (VSStÖ) natürlich nicht auf Unterlassung klagen. Bleibt
noch die Frage, ob der Herr Kardinal den Faschismus auf sich sitzen
lässt?

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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