- 23.12.2021, 09:02:12
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ÖAMTC Fahrtechnik: Korrekte Gepäcksicherung für den Weg in den Skiurlaub (+ Foto, + Video)
Ski in die Dachbox, Skischuhe in den Kofferraum und lose Gegenstände mit Zurrgurten sichern
Utl.: Ski in die Dachbox, Skischuhe in den Kofferraum und lose
Gegenstände mit Zurrgurten sichern =
Wien (OTS) - Aufgrund der pandemischen Situation und der unklaren
Reiseprognosen fürs nächste Jahr, dürften sich über die Feiertage
einige Reisende auf den Weg in den Skiurlaub machen. Worauf bei den
Urlaubsvorbereitungen nicht vergessen werden sollte, ist die korrekte
Sicherung des Gepäckes im Auto – denn nicht oder falsch gesichertes
Gepäck kann bei einem Unfall zur Gefahr für die Insassen werden: "Oft
wird sperriges Equipment wie Ski, Skischuhe und Taschen auf dem
Rücksitz transportiert oder Snowboard und Stöcke liegen quer über den
Sitzen", so Roland Frisch, Pkw Chef Instruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.
"Das kann richtig gefährlich werden, denn ungesicherte Ladung kann
schon bei einem Frontalcrash mit rund 50 km/h Belastungen erzeugen,
die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen. Dann prallt ein 2 kg
schwerer Skischuh mit einer Wucht von bis zu 100 kg auf einen
Mitfahrenden."
Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr – doppelt so
schnell zu fahren bedeutet also die vierfache Aufprallenergie. In
etlichen Tests des ÖAMTC hat sich herausgestellt: Gut gesichert
bleiben alle Gegenstände an ihrem Platz und stellen keine Gefahr für
die Passagiere dar. "Die richtige Gepäcksicherung dauert meist ein
paar Minuten. Im Ernstfall kann sie aber Leben retten", appelliert
Frisch an alle Skiurlauber:innen und fügt hinzu: "Egal ob man zu
einem Ski-Tagesausflug unterwegs ist oder mit der Familie auf Urlaub
fährt, Gepäck muss so verstaut sein, dass es sich bei Fahr- und
Bremsmanövern nicht selbständig macht."
Tipps des ÖAMTC Fahrtechnik-Experten zur korrekten
Gepäcksicherung
* Schweres Gepäck gehört in den Kofferraum. "Koffer und Taschen
gehören im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite der
hinteren Sitzbank platziert oder im hinteren Fußraum", erklärt
Frisch. Auf der Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen
nur, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden
Ski oder Snowboard im Innenraum transportiert, sollten die Kanten
abgedeckt werden (etwa mit einem Skisack oder einer Decke).
* Sperriges gehört in die Dachbox. Gegenstände wie Ski oder
Snowboards sollten aus Sicherheitsgründen in einer Dachbox
transportiert werden. Allerdings muss man auch hier die Ladung
verzurren. "Ohne stabile Spanngurte zur Fixierung des Inhalts der
Dachbox kann das Ladegut in einer kritischen Fahrsituation zur Gefahr
werden", warnt Frisch. Beim Beladen muss man die maximal zulässige
Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachten.
* Zurrgurte verwenden. Schwere Gegenstände sollten immer mit
Zurrgurten oder -netzen gesichert werden. Sicherheitsgurte können
dann als Verstärkung dienen. "Die Gurte können quer über die Lehne
gespannt und geschlossen werden. Dadurch wird die Rücksitzlehne
zusätzlich abgefangen", empfiehlt der Fahrtechnik-Profi.
* Lose Teile abdecken. "Taschen oder Einkaufskörbe, die lose Teile
enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden", empfiehlt
Frisch. Bei Fahrzeugen mit Fließheck sorgen Sicherheitsnetze und
Trenngitter für zusätzliche Sicherheit.
* Freie Sicht. Wichtig ist auch, das Auto so zu beladen, dass die
Sicht frei bleibt. "Der '3-S-Blick' über Innenspiegel, Außenspiegel
und über die Schulter muss möglich sein", so Frisch.
Mangelnde Ladungssicherung – bis 5.000 Euro Strafe möglich
Wenn man sein Auto nicht sicherheitskonform belädt, drohen auch
Strafen. "Ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro ist möglich. Zudem kann
es passieren, dass die Weiterfahrt untersagt wird", warnt
ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Verstöße gegen die
Ladungssicherungspflicht werden sogar mit einer Vormerkung geahndet,
wenn die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. "Eine Tasche auf dem
Rücksitz gehört hier nicht dazu. Sehr wohl aber schlecht montierte
Ski und eine falsch beladene Dachbox, die sich selbständig machen,
auf der Straße landen und den Nachfolgeverkehr gefährden können",
stellt Authried klar.
Aviso an die Redaktionen:
Ein passendes Video zu dieser Aussendung finden Sie hier:
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