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Greco: Rettungswägen sollen nicht länger als Taxis ausgenutzt werden

Rechnungshof zeigt zahlreiche Verbesserungspotentiale auf - Die Fahrtendienste und eine gemeinsame Leitstelle könnten schnelle Abhilfe leisten

Wien (OTS) - „Die Rechnungshofberichte sind nicht nur ausführlich, sondern vor allem eines: lösungsorientiert. Und es ist unser aller Aufgabe, an diesen Lösungen zu arbeiten“, so Gemeinderätin Kasia Greco in der heutigen Schwerpunktdebatte zu den Rechnungshofberichten.

Im Konkreten ging Greco auf den Rechnungshofbericht, der sich mit dem Rettungswesen in den Jahren 2013 bis 2019 beschäftigte, ein. So wurde seitens des Rechnungshofs vor allem moniert, dass im Jahr 2018 nicht dringliche Einsätze zwei Drittel der Einsätze ausmachten. Darüber hinaus wurde auch festgestellt, dass konkrete Vorgaben und Rahmenbedingungen bezüglich des Zusammenwirkens der Rettungsdienste fehlten bzw. auch kein umfassendes Konzept der Qualitätsarbeit vorlag.

„Gerade jetzt, in diesen Zeiten hat ein funktionierendes Gesundheitswesen oberste Priorität. Die Menschen in dieser Stadt haben ein Anrecht darauf, schnell Hilfe zu bekommen, wenn es notwendig ist“, so Greco. Und es gehe darum, die Rahmenbedingungen für die Menschen, die sich tagtäglich im Rettungswesen engagieren, zu optimieren.

Daher müssten in diesem Zusammenhang vor allem folgende Dinge zwingend berücksichtigt werden: Im Sinne einer Patientenorientierung sollten die zahlreichen nicht dringlichen Einsätze durch Fahrtendienste abgedeckt werden. Und um eine entsprechende Patientensicherheit zu gewährleisten, sollten nachweislich nur qualifizierte Fahrtendienste von der Fahrtendienstzentrale beauftragt werden. Zur Effizienzsteigerung und besseren Flächenabdeckung sollten Rettungsleitstelle und Fahrtendienstzentrale - bspw. durch passende Schnittstellen – miteinander vernetzt werden. In den Spitälern soll entschieden werden können, ob für den Heimtransport eines Patienten geschultes Rettungspersonal und ein hochgerüstetes Rettungsauto notwendig sind, oder ob dies auch mit den speziell für derartige Fahrten ausgerüsteten Fahrtendiensten möglich ist.

„Die Stadtregierung sollte daher auch diesen Rechnungshofbericht ernst nehmen und den Fokus auf Patientenorientierung, Qualitätssicherung, Kooperation und Vertrauen legen“, so Greco. Fahrtendienste und eine gemeinsame Leitstelle könnten in diesem Zusammenhang schnelle Abhilfe leisten. „Rettungswägen sollten nicht länger als Taxis ausgenutzt werden“, so die Gemeinderätin abschließend.

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