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SPÖ-Holzleitner und Wimmer: „Kinderkostenstudie muss Grundstein zur Abschaffung der Kinderarmut in Österreich sein“

Kinderkostenstudie belegt akuten Handlungsbedarf und Ungerechtigkeit des Familienbonus – SPÖ fordert Maßnahmenbündel

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Abgeordneten Eva-Maria Holzleitner (Frauen- und Jugendsprecherin) und Petra Wimmer (Familiensprecherin) sehen sich in ihrer ersten Reaktion auf die nach 1964 endlich aktuelle Kinderkostenstudie bestätigt. So würde sich zeigen, dass die bisherige Grundlage, aus der sich Transferleistungen (wie etwa Unterhaltszahlungen) errechnen würden obsolet und damit inadäquat waren und auch, dass das Konstrukt des Familienbonus per se ungerecht ist. „Gut, dass mit der Durchführung einer neuen Kinderkostenstudie eine langjährigen SPÖ-Forderung nachgekommen wurde. Wir wissen in Österreich jetzt endlich wieder, was wirklich Sache ist und es zeigt sich, der Handlungsbedarf ist ebenso groß wie akut“, zeigen sich die beiden zuständigen SPÖ-Bereichssprecherinnen überzeugt. ****

Die Studie belege leider alle Befürchtungen. So sei die Situation in Österreich insbesondere für Alleinerziehende besonders prekär. Ihnen kostet ein Kind pro Monat im Schnitt 900 Euro. Auch bei Haushalten mit zwei Erwachsenen würden sich die Kosten auf durchschnittlich 494 Euro pro Monat belaufen. Die Höhe des Familienbonus (plus) verhält sich hier exakt umgekehrt. Zwei-Erwachsenen-Haushalte erhalten pro Monat mehr als der Haushalt alleinerziehender Personen: „Was jenen, die es sehen wollten, längst klar war, wurde jetzt neuerlich bestätigt. Der sogenannte Familienbonus führt dazu, dass Kinder von bessergestellten Haushalten mehr wert sind als Kinder aus Haushalten von etwa Alleinerziehenden und damit nicht mehr jedes Kind gleich viel wert ist“, argumentiert Wimmer. Auch der Alleinerzieher*innenabsetzbetrag würde das laut Studie eben nicht kompensieren können.

In dieselbe Kerbe schlägt auch Holzleitner. Es gehe nunmehr darum, aus der Studie die richtigen Schlüsse zu ziehen. Von einer Kindergrundsicherung als Vision bis hin zu Sofortmaßnahmen müsse man rasch alles diskutieren und umsetzen. „Es braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen zur Entlastung von Alleinerzieher*innen und zur Bekämpfung von Kinderarmut. Die Umsetzung einer Kinderunterhaltsgarantie, auf Basis des tatsächlichen Bedarfs von Kindern, die Anpassung der Regelbedarfssätze und vieles mehr“, führt Holzleitner exemplarisch aus. Die beiden SPÖ-Abgeordneten befinden abschließend, dass die Durchführung der Kinderkostenstudie ein wichtiger erster Schritt gewesen sei, aber Auftrag zur Arbeit und keineswegs zur Gelassenheit sei und fordern, dass der Bericht im Parlament umgehend zu behandeln sei. (Schluss) lp

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